Erste Asset Management - Blog

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Johann Griener am 29. Januar 2015

Was zeichnet europäische Staatsanleihen aus?

© Erste Asset Management

Wenn man als Anleger Staatsanleihen aus den USA kauft (US Treasuries), dann weiß man, was man bekommt: Der Emittent dieser Anleihen sind die USA (Vereinigte Staaten von Amerika).

Doch wie schaut das in der Eurozone aus? Im Vergleich zu den USA gibt es keine von der Eurozone begebene Anleihen, sondern jedes Land legt individuell eigene Staatsanleihen auf, um den jeweiligen Staatshaushalt zu finanzieren. Wie bei jeder Schuldverschreibung gilt auch in diesem Fall: Der vom Markt verlangte Zinssatz (Rendite) richtet sich üblicherweise nach der Bonität des Emittenten.

Werfen wir daher einen Blick auf die Renditen für Anleihen mit 10 Jahren Restlaufzeit von Deutschland, Italien und Spanien:

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Die Grafik zeigt die Entwicklung der Renditen ab dem Jahr 2000. Zwei wesentliche Entwicklungen sind gut erkennbar:
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Harald Egger am 29. Januar 2015

Aktien-Bewertung: Auf welche Branchen lohnt sich der Blick?

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Die Aktienmärkte haben sich in den ersten Wochen des neuen Jahres positiv entwickelt. Im Schnitt liegen die Indizes seit Jahresbeginn um ca. 8% im Plus.

Die Entwicklung der einzelnen Branchen verläuft derzeit alles andere als synchron – und das weltweit. Diese Entwicklung ist im Grunde genommen zu begrüßen. Sie zeigt, dass die Investoren ihre Entscheidungen auf Basis rationaler und fundamentaler Überlegungen treffen und sich nicht von Emotionen treiben lassen. Wenn Märkte allgemein unterbewertet sind, tendiert oft der gesamte Markt nach oben: Das ist die Zeit des Betas. In so einem Umfeld ist es schwierig bis unmöglich mit Allokations-Entscheidungen erfolgreich zu agieren.

Derzeit sind die Märkte fair bis leicht überbewertet, d.h. man sollte sich auf Sektoren stützen, die das größte Gewinnwachstum aufweisen und dieses auch künftig halten können. Bei jeder Anlage-Entscheidung stellt sich die Frage, wieviel an gewinn-Wachstum bereits eingepreist ist? Die klare Antwort von uns: Im Moment ist Gewinnwachstum eine „Mangelware“. Damit verdienen Wachstumswerte definitiv eine Prämie.
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Gerhard Winzer am 23. Januar 2015

Sparen wird unattraktiv, Investieren attraktiver

Quelle: fotolia

Die Europäische Zentralbank hat am 22. Jänner ein erweitertes Kaufprogramm von Anleihen bekannt gegeben. Beginnend mit März 2015 bis mindestens Ende 2016 sollen monatlich Anleihen im Umfang von 60 Milliarden Euro gekauft werden. Die Käufe umfassen neben den bisherigen Programmen (Hypothekaranleihen und ABS) auch Staatsanleihen

Der Hintergrund für diesen Schritt ist die schwächelnde Wirtschaft. Obwohl die Leitzinsen auf quasi null Prozent gesenkt worden sind, kommt der Wirtschaftsmotor nicht in Schwung. Die gesamte Wirtschaftsleistung in der Eurozone (das Bruttoinlandsprodukt) befindet sich lediglich knapp 5% über dem Niveau vom 1. Quartal 2008. Berücksichtigt man die niedrige Inflation (durchschnittlich nur 1,1% seit 2008), zeigt sich, dass das reale Bruttoinlandsprodukt nach wie vor 2,2% unter dem Niveau von 2008 liegt.

Wenn Zinsen von null Prozent am Geldmarkt nicht ausreichen um die Wirtschaft zu unterstützen, bleibt als Alternative die Verzinsung über den gesamten Laufzeitbereich von Anleihen nach unten zu drücken. Das funktioniert, in dem die Zentralbank verspricht, auf absehbare Zeit die Leitzinsen bei null Prozent zu belassen und indem sie direkt Anleihen kauft. Der Effekt wird dadurch verstärkt, dass nicht nur der Preis des Geldes (der Zinssatz) sinkt, sondern auch die Menge des Geldes (Zentralbankgeld M0) massiv ausgeweitet wird. Das führt dazu, dass Staatsanleiherenditen immer unattraktiver werden. Die Investoren werden dadurch in Segmente gedrängt, die eine höhere Rendite versprechen (Anleihen mit einer längeren Laufzeit, Anleihen mit Kreditrisiko, Aktien, aber auch Anleihen in einer fremden Währung wie dem US-Dollar).
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Peter Szopo am 23. Januar 2015

Der lange Schatten der EZB: QE-Folgen für Zentral- und Osteuropa

Quelle: iStock

Die EZB hat die Märkte überrascht. Das Volumen des angekündigten Anleihekaufprogrammes – der europäischen Variante des von der Fed vorexerzierten Quantitative Easing (QE) – ist mit EUR 1,1 Billionen deutlich höher ausgefallen als erwartet. Ob es gelingt, die Inflationserwartungen zu steigern, die Risikospreads in der europäischen Peripherie zu senken sowie ein rascheres Kreditwachstum und damit das Wirtschaftswachstum in der Eurozone zu stärken, muss sich noch weisen. Aber jedenfalls sind die angekündigten Maßnahmen von einer Dimension, dass sie jedenfalls deutliche Spuren auf den internationalen Kapitalmärkten – inner- und außerhalb der Eurozone – hinterlassen werden.

Für die Märkte in Zentral- und Osteuropa sind folgende Aspekte wichtig:
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Gerhard Winzer am 16. Januar 2015

Aufwertung des Schweizer Franken

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Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat am 15. Jänner den Mindestkurs von 1,20 Franken pro Euro aufgehoben. Viele Marktteilnehmer wurden auf dem falschen Fuß erwischt. In der ersten Reaktion hat der Währungsmarkt mit einer Festigung des Franken gegenüber dem Euro von 1,20 auf 1,05 reagiert.

Die Zentralbank begründet die Aufgabe des Mindestkurses damit, dass sich die Überbewertung des Franken reduziert hat. Tatsächlich befindet sich der real effektive Franken (Stichtag: 14. Jänner 2014) rund 10% unter dem Höchst vom 31. August 2011. Insgesamt ist der Franken allerdings nach wie vor sehr fest: Der real effektive Franken ist nach wie vor rund 24% über dem langfristigen Durchschnitt.

Damit die Aufhebung des Mindestkurses nicht zu einer unangemessenen Straffung der monetären Rahmenbedingungen führt, hat die Zentralbank den Zinssatz für Guthaben auf den Girokonten von Geschäftsbanken bei der Zentralbank, die einen bestimmten Freibetrag übersteigen, um 0,5 Prozentpunkte auf minus 0,75 Prozent gesenkt. Das Zielband für den dreimonats-Libor verschiebt sie weiter in den negativen Bereich auf -1,25% bis -0,25% von bisher -0,75% bis 0,25%.
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Gerhard Winzer am 14. Januar 2015

Stress auf den Märkten

Der Stress an den Märkten und die Nervosität der Marktteilnehmer haben zugenommen. Das kann man an den gestiegenen impliziten Volatilitäten (eine finanzmathematische Kennzahl für die erwartete Schwankungsbreite, Anm.) für Aktienindizes und höheren Renditeaufschlägen für das Kreditrisiko ablesen. Gleichzeitig sind die ohnehin schon sehr niedrigen Renditen von kreditsicheren Staatsanleihen (zB Österreich, Deutschland) weiter zurückgegangen.

Bemerkenswert: Auch die in den Anleiherenditen eingepreiste langfristige Konsumentenpreisinflation ist stark gefallen. Der Wert für die USA befindet sich mit 1,9% auf dem Krisenniveau von 2008. In der Eurozone liegt die langfristig eingepreiste Inflation mit 1,6% deutlich unter dem Wert von 2008 (2,0%).

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Harald Egger am 12. Januar 2015

Start ins neue Börsejahr 2015: die USA und Asien stechen Europa aus

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Ein neues Börsejahr beginnt. Damit stellt sich die alljährliche Frage, wie man sich als Anleger positionieren soll? Sind Aktien weiterhin attraktiv? Welche Sektoren sollte man bevorzugen?

Im letzten Jahr haben sich die USA und die Region Emerging Asia deutlich besser entwickelt als Europa, das deutlich zurückblieb. Diese Entwicklung ist fundamental leicht zu erklären. Während die Gewinne der US-Unternehmen immerhin um 8% zulegten, sind die Gewinne der Europäischen Unternehmen um 7% gefallen. Damit gehen die Gewinne in Europa seit 2010 kontinuierlich zurück. Die Erholung seit der Finanzkrise des Jahres 2008/2009 fällt mit +20% bescheiden aus. Die weltweiten Unternehmensgewinne stiegen im Vergleich um sage und schreibe 170%. Vor diesem Hintergrund sind europäische Aktien mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 18 keineswegs günstig bewertet. Zugegeben, das KGV in den USA ist etwas höher, allerdings aufgrund des Gewinnwachstums und der deutlich höheren Profitabilität durchaus berechtigt.

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