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Stress auf den Märkten

Der Stress an den Märkten und die Nervosität der Marktteilnehmer haben zugenommen. Das kann man an den gestiegenen impliziten Volatilitäten (eine finanzmathematische Kennzahl für die erwartete Schwankungsbreite, Anm.) für Aktienindizes und höheren Renditeaufschlägen für das Kreditrisiko ablesen. Gleichzeitig sind die ohnehin schon sehr niedrigen Renditen von kreditsicheren Staatsanleihen (zB Österreich, Deutschland) weiter zurückgegangen.

Bemerkenswert: Auch die in den Anleiherenditen eingepreiste langfristige Konsumentenpreisinflation ist stark gefallen. Der Wert für die USA befindet sich mit 1,9% auf dem Krisenniveau von 2008. In der Eurozone liegt die langfristig eingepreiste Inflation mit 1,6% deutlich unter dem Wert von 2008 (2,0%).

Diese beiden Charakteristika – erhöhte Scheu vor Risiko und fallende Inflationserwartungen – passen dem Lehrbuch entsprechend zu den Auswirkungen des Platzens einer Blase. Tatsächlich ist der Ölpreis seit Juni vergangenen Jahres um mehr als 50% eingebrochen. Für die ölkonsumierenden Länder und Sektoren wirkt das wie eine gewaltige Steuersenkung, während die ölproduzierenden unter die Räder kommen.

Wie kann man vor dem Hintergrund der zunehmenden Risikoaversion den dramatischen Niedergang des Ölpreises interpretieren? These Nr.1: Der bestimmende Grund für den Ölpreisverfall ist nicht das zusätzliche Angebot an Öl sondern ein Rückgang der Nachfrage. Damit würde der Ölpreis die Schwäche der Konjunktur anzeigen. These Nr. 2: Sektoren, die vom Ölpreis negativ betroffen sind, könnten ihre Probleme auf den Rest der Welt überwälzen.

Wird es soweit kommen? Die Konjunkturindikatoren sprechen gegen einen nachhaltigen Anstieg der Risiko-Scheu. Der globale Einkaufsmanagerindex befindet sich in einem fallenden Trend, ist aber mit einem Indexwert von 52,3 noch deutlich im expansiven Bereich. Zudem überraschen die weltweit zehn bedeutendsten Volkswirtschaften mit positiven Wirtschaftsdaten. Immerhin ist die Weltwirtschaft im abgelaufenen Jahr mit 2,4% gewachsen. Die Frühindikatoren deuten auf eine Fortsetzung dieses – wenn auch wenig ausgeprägten – Wachstums hin.

Die zuletzt noch weiter gesunkenen Anleiherenditen in den USA und in der Eurozone sind aber ein Warnhinweis: Die Wahrscheinlichkeit für das wichtigste Bedrohungsszenario ist größer geworden: eine globale Stagnation mit sehr niedrige Inflation.

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Gerhard Winzer

Gerhard Winzer ist seit März 2008 bei der Erste Asset Management tätig. Bis März 2009 war er Senior Fondsmanager im Bereich Fixed Income Asset Allocation, seit April 2009 ist er Chefvolkswirt.

Er hat einen HTL Abschluß und studierte an der Universität Wien Volkswirtschaft und Betri...

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