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Aktien-Bewertung: Auf welche Branchen lohnt sich der Blick?

Quelle: iStock

Die Aktienmärkte haben sich in den ersten Wochen des neuen Jahres positiv entwickelt. Im Schnitt liegen die Indizes seit Jahresbeginn um ca. 8% im Plus.

Die Entwicklung der einzelnen Branchen verläuft derzeit alles andere als synchron – und das weltweit. Diese Entwicklung ist im Grunde genommen zu begrüßen. Sie zeigt, dass die Investoren ihre Entscheidungen auf Basis rationaler und fundamentaler Überlegungen treffen und sich nicht von Emotionen treiben lassen. Wenn Märkte allgemein unterbewertet sind, tendiert oft der gesamte Markt nach oben: Das ist die Zeit des Betas. In so einem Umfeld ist es schwierig bis unmöglich mit Allokations-Entscheidungen erfolgreich zu agieren.

Derzeit sind die Märkte fair bis leicht überbewertet, d.h. man sollte sich auf Sektoren stützen, die das größte Gewinnwachstum aufweisen und dieses auch künftig halten können. Bei jeder Anlage-Entscheidung stellt sich die Frage, wieviel an gewinn-Wachstum bereits eingepreist ist? Die klare Antwort von uns: Im Moment ist Gewinnwachstum eine „Mangelware“. Damit verdienen Wachstumswerte definitiv eine Prämie.

Aktuell erachten wir diese 3 Sektoren als besonders interessante Investments.

Biotechnologie

Fonds: ESPA STOCK BIOTEC
Der Biotechnologie-Sektor, Teil der Untergruppe Gesundheitswesen, ist bezüglich Gewinnwachstum klar die „Nummer 1“. Natürlich gibt es in diesem Sektor auch viele Unternehmen, die noch keine Gewinne schreiben. Die größeren Unternehmen sind aber bereits sehr profitabel. Der Sektor ist auch ein klarer Gewinner der demographischen Entwicklung. Die Menschen werden immer älter und benötigen Medikamente. Zudem bringen Unternehmen Medikamente auf den Markt, mit denen Krankheiten wie Hepatitis C, die bislang als unheilbar galten, endlich besiegt werden können. Weitere Erfolge in der Krebsbehandlung bzw. im neurologischen Bereich (z.B. Alzheimer) scheinen absehbar mit enormen Aussichten auf Gewinne. Einzige offene Frage in diesem Zusammenhang bleibt eine politische: Inwieweit können Krankenkassen Druck auf die Preisgestaltung der Medikamente ausüben?

Technologie

Fonds: ESPA STOCK TECHNO
Der Technologiesektor weist derzeit das zweitstärkste Gewinn-Momentum auf. Die Bewertung erachten wir als attraktiv. Innovationen in diesem Sektor treiben die Gewinne nach oben. Cloud Computing, SaaS (Software as a Service), IaaS (Infrastructure as a Service) belegen, dass Unternehmen ihre IT in Richtung mehr Effizienz umstellen. Der ständig steigende „Verkehr“ im Internet (Verdoppelung alle 2 Jahre) erfordert rasant wachsende Investitionen in die Infrastruktur, Stichwort Breitband Offensive. Auch der Bereich Big Data – gemeint das Sammeln und Auswerten riesiger Datenmengen – soll nicht unerwähnt bleiben: ein Faktor, der immer profitabler eingesetzt werden kann und das nicht nur in der Werbung.

Konsum

Fonds: ESPA STOCK NEW CONSUMER
Der fallende Ölpreis erhöht weltweit die verfügbaren Einkommen. In den USA kann ein durchschnittlicher Haushalt nun über zusätzlich 1.500 Dollar im Jahr verfügen. Es ist anzunehmen, dass dieser unerwartete Geldregen direkt in den Konsum fließt. In der jüngeren Vergangenheit waren die Gewinne im Konsumsektor nicht berauschend. Dazu ist die wirtschaftliche Erholung einfach nicht stark genug. Private Investitionen werden in die Zukunft geschoben. Das Durchschnittsalter aller zugelassenen Fahrzeuge beträgt in Europa neun Jahre, in den USA gar elf Jahre! Im Moment finden wir zahlreiche gute Investments in diesem Bereich: Vor allem der zyklische Konsum wie zB Handelsunternehmen, Autoerzeuger und Restaurants zählen zu unseren Favoriten.

Was uns momentan weniger gefällt: Energie

Aufgrund des Einbruchs beim Ölpreis werden die Gewinne im Sektor um mehr als 30% fallen. Wir meiden diesen Sektor derzeit. Erst wenn sich eine Stabilisierung bzw. Trendwende abzeichnet würden wir Energiewerte wieder stärker in der Allokation berücksichtigen. Wir nehmen in Kauf, dass wird möglicherweise etwas später einsteigen als zum besten Zeitpunkt. Das Risiko eines frühen Engagements lohnt sich derzeit nicht.

Die Warnhinweise gemäß InvFG 2011 zu den vorhin erwähnten Investmentfonds finden Sie hier:

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Harald Egger

Harald Egger ist Chief Analyst und arbeitet seit 2001 bei der Erste Asset Management. Davor war er vier Jahre als Fondsmanager und Analyst für AXA Investment Management, London tätig. Er leitet den Bereich Aktien innerhalb der Erste Asset Management, bis April 2013 war er CIO für das Unternehm...

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