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Peter Szopo am 27. Februar 2015

Was wurde eigentlich aus der „Öl-mal-20“-Regel?

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Der Öl- und Gassektor ist bekanntermaßen das Rückgrat der russischen Wirtschaft. Er trägt rund ein Viertel zum russischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Auf ihn entfallen fast zwei Drittel der Exporte. Öl– und Gasunternehmen repräsentieren nahezu 60% der Marktkapitalisierung der Moskauer Aktienbörse. Es liegt daher auf der Hand, die Performance und Bewertung des russischen Aktienmarktes relativ zum Niveau und Verlauf des Ölpreises zu sehen. Als Daumenregel galt lange Zeit die „Öl-mal-20“-Regel, der zufolge die faire Bewertung des RTS (russischer Aktienindex, Anm.), des russischen Aktienindex, beim Zwanzigfachen des Preises für Rohöl (gemessen am US Dollar-Preis von Brent per Barrel) liegt. Vor allem Aktienstrategen – seit jeher anfällig für einfache Marketing-Maschen – fanden Gefallen an dieser Relation.

Tatsächlich hat der RTS diese Marke von 20x Ölpreis in den vergangenen 15 Jahren nur kurze Zeit erreicht bzw. überschritten, und zwar von Anfang 2006 bis Anfang 2008, also unmittelbar vor der Finanzkrise. Seither wurde dieses Niveau nicht wieder erreicht. Die neue Relation zwischen Öl und dem russischen Aktienindex liegt deutlich niedriger, bei ca. 15x im Schnitt der letzten fünf Jahre. Selbst dieser Wert wurde seit 2011 nicht mehr erreicht. Erst im Zuge der jüngsten Rally hat sich der Markt dem langjährigen Schnitt wieder angenähert. Dies deckt sich mit dem Bild, das man von eher konventionellen Bewertungsansätzen gewinnt: Auch das Markt-KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) mit knapp über 6x und der Bewertungsabschlag zu anderen Emerging Markets mit 50% entsprechen im Wesentlichen dem mehrjährigen Durchschnitt. Es deutet daher einiges darauf hin, dass das derzeitige Indexniveau nach der jüngsten Rally in etwa dort liegt, wo man es aufgrund des aktuellen Ölpreises erwarten darf.
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Gerhard Winzer am 24. Februar 2015

Die Auswirkungen der EZB-Politik

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Nachdem in der Eurozone die Senkung der Leitzinsen auf quasi Null Prozent nicht ausgereicht hat um die Inflationserwartungen auf dem langfristigen Ziel von knapp unter 2 Prozent zu halten, hat sich im Jänner der Rat der Europäischen Zentralbank dazu entschlossen, die Zentralbankgeldmenge so lange auszuweiten bis die Erreichung des Inflationszieles absehbar ist.

Die möglichen Auswirkungen auf den Finanzmarkt und die Volkswirtschaften sind vielfältig. 1) Die zu niedrigen Inflationserwartungen steigen an. Dadurch fallen die realen Zinsen, also die (nominellen) Zinsen minus Inflation. 2) Die Währung (also der Euro) schwächt sich gegenüber den anderen Währungen ab. 3) Es entsteht ein sogenannter Vermögenseffekt. Mit der geschaffenen Zentralbankgeldmenge kauft die Zentralbank niedrig rentierende Anleihen. Das hält die Renditen der Anleihen auf einem sehr niedrigen, teilweise sogar negativen, Niveau. Dadurch und weil das für den privaten Sektor investierbare Volumen von Staatsanleihen schrumpft, werden Investoren in Wertpapierklassen mit einer höheren versprochenen Rendite gedrängt (Anleihen mit einer langen Laufzeit, Anleihen mit einem erhöhten Kreditrisiko, Anleihen mit höheren Zinsen in einer fremden Währung). Dieses „Crowding Out“ beflügelt die Wertpapierpreise. Das Vermögen der Halter dieser Wertpapierklassen steigt an. 4) Die Kreditvergabebereitschaft der Banken wird durch die sehr niedrigen Anleiherenditen unterstützt.
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Johann Griener am 20. Februar 2015

Ausschüttung und Steuern bei Investmentfonds

© Erste Asset Management

KESt-Stoerer

Warum es keinen direkten Zusammenhang zwischen abgeführten Steuern und Fondsausschüttung gibt.

Viele Anlegerinnen und Anleger können sich nicht erklären, warum die Steuer, die von der Ausschüttung des Fonds abgezogen wird, mehr als 25% ausmachen kann. Eine typische Frage in diesem Zusammenhang lautet dann: „Ich habe EUR 500,- als Ausschüttung bekommen und davon wurden EUR 200,- an Steuer abgezogen. Das kann nicht stimmen, denn das sind ja 40 % und die Kapitalertragssteuer beträgt ja nur 25%!“

So oder so ähnlich erleben es Anlegerinnen und Anleger, wenn sie auf die Abrechnung der Ausschüttung ihrer Fondsanteile blicken. Hier eine kurze Erklärung, warum diese Darstellung stimmt und inwieweit ein Zusammenhang zwischen der Ausschüttung und der abgeführten Steuer besteht.
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Gerhard Winzer am 13. Februar 2015

Licht und Schatten

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Das Umfeld für die Finanzmärkte hat sich in den vergangenen Wochen etwas aufgehellt.

Zu der Verbesserung des konjunkturellen Umfelds in der Eurozone und in Japan gesellen sich immer mehr Zentralbanken mit Lockerungsmaßnahmen. So hat am 12. Februar die Zentralbank in Schweden (Riksbank) den Leitzinssatz überraschend auf minus 0,1% gesenkt und angekündigt Staatsanleihen in geringem Umfang zu kaufen. Die Begründung für diesen Schritt ist repräsentativ für ähnliche Aktionen anderer Zentralbanken: Das Risiko für ein Unterschreiten des Inflationsziels hat zugenommen. Die Märkte haben dem Lehrbuch entsprechend mit Renditerückgängen und einer Abschwächung der Währung (Krone) reagiert. Beides unterstützt die Konjunktur. Auf den Finanzmärkten drängen die immer niedrigeren und teilweise sogar negativen Renditen von Staatsanleihen die Investoren in Wertpapiere mit einer höheren versprochenen Rendite (Anleihen mit einer längeren Laufzeit, Anleihen mit einem höheren Kreditrisiko, Anleihen in einer anderen Währung, Aktien).

Darüber hinaus hat sich der Ölpreis nach dem starken Rückgang während der vergangenen Monate stabilisiert. Das hilft jenen Wertpapierklassen die zuletzt unter Druck geraten sind, wie zum Beispiel Unternehmensanleihen mit einer niedrigen Kreditwürdigkeit in den USA.
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Gerhard Winzer am 06. Februar 2015

Lockere Geldpolitik macht Risiko-Anlagen attraktiv

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In den vergangenen Wochen haben viele Zentralbanken ihre Geldpolitik gelockert. Immer mehr Zentralbanken senken den jeweiligen Leitzinssatz. Zudem hat die Europäische Zentralbank ein umfangreiches Anleihen-Ankaufprogramm angekündigt. Was steckt also dahinter? An den Frühindikatoren für die Konjunktur kann es nicht gelegen sein.

Denn sowohl die Frühindikatoren der OECD für die Industrie- und Schwellenländer als auch der globale Einkaufsmanagerindex für den Fertigungssektor sind zuletzt gestiegen.
Die Beweggründe der der Zentralbankaktionen haben andere Gründe:
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