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Unternehmensanleihen mit kurzer Restlaufzeit

Quelle: iStock

Anleiheanleger haben es schwer. Bieten Unternehmensanleihen noch Chancen auf einigermaßen attraktive Renditen?

Stampfl: Die Aussage, dass Anleiheanleger es schwer haben, ist vielleicht nicht ganz richtig. Ein ausgewogenes Portfolio von Anleihen aus den Peripherieländern und auch Kernländern über alle Sektorenklassen hat in den letzten Wochen und Monaten eine sehr gute risikoadjustierte Entwicklung mit sich gebracht. Außerdem bringt eine Beimischung von Unternehmensanleihen im BB-Segment eine gewisse Extrarendite, die in Fonds wie dem Reserve Corporate zu einer besseren Entwicklung führt. Das ist als ob ein Autobesitzer im Frühjahr von Winter- auf Sommerreifen umsteigt. Das bringt eine ruhigere Fahrweise bei gleichzeitig weniger Verbrauch mit sich. Oder beim Fonds einen Mehrertrag bei niedriger Volatilität.

In welchen Bereichen/Regionen/Sektoren sehen Sie die besten Chancen?

Stampfl: Bedingt durch Stützungsmaßnahmen seitens der EZB hat der Markt im Bereich von Finanzanleihen eine sehr gute Entwicklung hinter sich. Die Luft wird zwar schon ein wenig dünner, man findet dort aber noch das eine oder andere Juwel. Außerdem sehen wir im Telekommunikationssektor wieder mehr Chancen. Durch Konsolidierungen versuchen die Anbieter, ihre Kostenstruktur zu senken. Das verringert den Verschuldungsgrad und verbessert gleichzeitig die Bilanzsituation des Unternehmens. Ähnliches ist bei Automobilproduzenten zu erwarten. Bei den Regionen bevorzugen wir weiterhin die Peripherieländer gegenüber Kerneuropa.

Mag. Bernd Stampfl, Senior Fund Manager bei der Erste Asset Management (EAM) .
Mag. Bernd Stampfl, Senior Fund Manager bei der Erste Asset Management (EAM) .

Bevorzugen Sie Investment Grade oder High Yields?

Stampfl: Investmentgrade-Anleihen haben seit der Pleite von Lehman eine faszinierende Entwicklung durchgemacht. Anfänglich war das Segment eher unscheinbar, seit drei Jahren hat sie sich als neue Kraft neben dem saturierten Staatsanleihen-Markt etabliert. Anleihen aus dem Investmentgrade bilden auch die Basis für den ESPA RESERVE CORPORATE. So ist die Abgeltung für mögliche zukünftige Ausfälle bei Unternehmensanleihen im Investment Grade Bereich um einiges höher als bei High-Yield-Anleihen. Nichtsdestotrotz ist die Beimischung von Anleihen aus dem High-Yield-Segment in der derzeitigen Marktlage und im Rahmen der Bestimmungen des ESPA RESERVE CORPORATE ein sehr wichtiger Bestandteil der Strategie.

Gibt es Anlagesegmente/Regionen/Sektoren, die Sie zurzeit meiden? Warum?

Stampfl: Die Frage ist nicht uninteressant. Was wir derzeit sehen, ist eine komplette Umwälzung der Anlagestrategien im Anleihenmarkt. So versucht derzeit jede große Zentralbank, ihre Interessen am Zins- und Währungsmarkt „durchzuboxen“. Das führt zu einem Wettlauf um die schnellste Zinssenkung. Somit wird der Anleihenmarkt auch befeuert. Als Investor nicht dagegenstellen, und damit tritt die Fundamentalanalyse eher in den Hintergrund. Gleichzeitig sehen wir – bedingt durch die geringere Nachfrage bei gleichzeitig höherem Angebot – aber die starke Bewegung beim Ölpreis. Das verbessert zwar den Ausblick für die verarbeitende Industrie sowie die nachgelagerte Volkswirtschaften, verschlechtert aber auch den Ausblick für den Energiesektor. Dort sehen wir derzeit sehr starke Volatilitäten.

Der Fonds konzentriert sich auf Unternehmensanleihen mit kurzer Laufzeit. Welche Vor- und Nachteile haben diese zurzeit gegenüber langlaufenden Unternehmensanleihen?

Stampfl: Fonds mit kurzer Laufzeit haben den Vorteil, dass deren Preisausschläge im Rahmen einer Zinsänderung um ein vielfaches geringer sind als bei Fonds mit langer Laufzeit. Der Nachteil ist, dass bei Zinssenkungen Anleihen mit langer Laufzeit sich besser entwickeln werden. Wenn wir aber in einem Umfeld (zwar noch nicht unmittelbar) von steigenden Zinsen sind, ist ein Fonds mit kurzer Laufzeit auch wieder von Vorteil. Denn dort wird sich dieser gegenüber einem Fonds mit langer Laufzeit besser entwickeln.

Wann und wie stark wird die Fed Ihrer Meinung nach die Zinsen erhöhen? Welche Auswirkungen erwarten Sie von der Fed-Zinserhöhung auf die Unternehmensanleihemärkte und speziell auf Ihren Fonds? Wie positionieren Sie sich dafür?

Stampfl: Wie ich oben erwähnt habe, sehen wir derzeit einen weltweiten Trend zu Zinssenkungen. Jede Zentralbank versucht die Wettbewerbsfähigkeit seiner Volkswirtschaft sicherzustellen. Wenn in Europa die Zinsen gesenkt werden und so die Währung sich abschwächt, um die Produkte im Ausland günstiger zu verkaufen, erhöht das den Druck auf die anderen Zentralbanken. Wenn also in Europa die Zinsen niedrig bleiben und in den USA erhöht werden, dann verteuern sich die amerikanischen Produkte am europäischen Markt. So wird der Moment einer Zinserhöhung durch die Fed richtig gewählt werden. Die zeitliche Vorhersage ist eher schwierig, die Fed wird die Zinsen vermutlich erst dann anheben, wenn in Europa die wirtschaftliche Erholung an Dynamik gewinnt. Was wir derzeit aber sehen, ist eine relative „Verbilligung“ von Anleihen in USD gegenüber von Anleihen in EUR desselben Unternehmens. Der Fonds sichert die Währungsschwankungen ab, nimmt aber den Vorteil des günstigeren Papiers gerne mit.

Sie investieren global, aber vor allem in auf Euro lautende Anleihen. Wie gut ist das Angebot von Euro-Anleihen außerhalb der Eurozone? Welche (Art von) internationalen Unternehmen emittieren Euro-Anleihen? Sind hier Trends zu beobachten?

Stampfl: Seitdem die Europäische Zentralbank angefangen hat, im großen Rahmen Papiere aufzukaufen, sehen wir immer mehr Emissionen in Euro von Unternehmen außerhalb des Euro-Raums. Diese können sich hier aufgrund des niedrigen Zinsniveaus viel günstiger verschulden als zum Beispiel in deren Heimatwährungen. Zuallererst handelte es sich um große weltweit tätige Unternehmen. Als Beispiele dienen Apple, AT&T und Coca-Cola. Wir stehen hier aber erst am Anfang und werden wohl in den kommenden Wochen weitere Emissionen sehen.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

DAS INVESTMENT-Magazin zählt zu Deutschlands führenden, konzernunabhängigen Fachmagazinen zur Kapitalanlage und Finanzberatung. In einer aktuellen Analyse (22.4.2015) stellt das Magazin die besten globalen Fonds für Unternehmensanleihen vor. Der ESPA RESERVE CORPORATE hat unter 140 Fonds den ersten Platz eingenommen:
dasinvestment.com

 
Mehr Infos zum Fonds: ESPA RESERVE CORPORATE

 

Vorteile für den Anleger

  • Breite Streuung in ausgewählte überwiegend variabel verzinste Unternehmensanleihen mit guter bis mittlerer Bonität.
  • Durch Währungssicherung kein Einfluss von Fremdwährungen.
  • Chance auf attraktive jährliche Ausschüttungen.

Zu beachtende Risiken

  • Kurse von Unternehmensanleihen hängen auch von Unternehmensergebnissen ab (Bonitätsrisiko).
  • Kurse von Unternehmensanleihen werden auch vom Kreditrisiko (negative Entwicklung der Kreditwürdigkeit des Unternehmens oder Staats) beeinflusst.
  • Kapitalverlust ist möglich.

 

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Paul Severin

Paul Severin ist seit April 2008 bei der Erste Asset Management GmbH tätig. Bis 2012 verantwortete er das Produktmanagement des Unternehmens, seit April 2012 leitet er die Communications und PR Aktivitäten. Vorher war er von 1999-2008 als Leiter des Aktienfondsmanagements und stellvertretender ...

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