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Wie entwickeln sich die Aktien? – Schwellenländer im Fokus

(iStock)

Die Entwicklung der Schwellenländer-Börsen blieb in den letzten Jahren hinter den Erwartungen zurück. Spekulationen über die Abschwächung der Wirtschaft in China, der Verfall von Rohstoffpreisen und eine immer stärker werdende US-Währung setzen den Schwellenländern zu. Seit 2016 ist das Vertrauen der Investoren in diese Märkte wieder zurückgekehrt. Trotz des Wahl-Sieges von Donald Trump und die Angst vor einer US-Politik des Protektionismus entwickeln sich die Schwellenländer besser als die Industrienationen.

Gründe für das wiedergewonnene Vertrauen

Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) soll sich die Wachstumsdifferenz zwischen Emerging Markets (EM) und Developed Markets (DM) bis 2021 von 2,5% auf 3,3% ausweiten. Aufgrund eines stabilen Wachstums in den EM – vor allem wieder bei den rohstoffexportierenden Ländern wie Brasilien oder Russland werden wieder positive Wirtschaftszahlen für 2017 erwartet. Letztere hatten noch 2016 negative BIP Wachstumsraten zu verzeichnen.

EM vs. DM BIP-Wachstum und Wachstumsdifferenz

Quelle: IMF, ERSTE-SPARINVEST

Die EM-Währungskurse haben sich im Vergleich zur Leitwährung des US-Dollars bis auf wenige Ausnahmen stabilisiert. Der Mexikanische Peso, die Türkische Lira oder Südafrikanischer Rand steigen in diesem Vergleich noch schwächer aus. Ebenso unterstützen die steigenden Rohstoffpreise die Schwellenländer-Märkte. Die niedrige Inflation gibt den Ländern genug Spielraum, um die Zinsen zu senken und somit die nötigen Wirtschaftsimpulse zu setzen. Seit 2011 zeigt das Produktivitätswachstum der Unternehmen ein höheres Wachstum als die Reallöhne.

Das oft prophezeite „hard landing“ in China wird in naher Zukunft nicht stattfinden. Viel mehr versucht China sein Wachstumsmodell zu ändern: Von einer investitionsgetriebenen Exportwirtschaft hin zu einer konsum- und dienstleistungsorientierten Volkswirtschaft. Vorsichtig werden die notwendigen Reformen bei den Staatsnahen Unternehmen umgesetzt. Dabei werden der Abbau von Überkapazitäten, die Eindämmung des Kreditwachstums und weitere Liberalisierung des Marktes vorangetrieben.

Gute Aussichten für ein langfristiges Wachstum

Seit der Jahrtausendwende hat sich das durchschnittliche Wachstum der Schwellenländer verdreifacht. Sie sind und bleiben der Wirtschaftsmotor der Welt. ‚Grund dafür sind – bessere Ressourcen (Rohstoffe), gesündere Staatshaushalte und einer jüngeren Bevölkerung. Durch den wachsenden Wohlstand entsteht eine Mittelklasse und eine neue Generation wohlhabender Konsumenten. Die zunehmende Urbanisierung facht darüber hinaus die Infrastrukturnachfrage an. Zusätzlich sind die Investitionen in Forschung und Entwicklung (als Anteil am BIP) bereits auf dem durchschnittlichen Niveau der EU-Staaten. Die Bevölkerung hat immer besseren Zugang zu Bildung, während Arbeitskräfte und Unternehmen zunehmend international konkurrenzfähig sind. Einige davon sind durch Innovationen bereits Weltmarktführer.

Fazit: Schwellenländer attraktiver als Industrieländer

Der Gewinnausblick für Unternehmen aus Schwellenländern zeigt eindeutig einen positiven Trend und es wird eine Steigerungsrate von ca. 15% für 2017 erwartet.

Gewinnwachstum: Ausblick 12 Monate EM vs. DM

Quelle: MSCI, IBES, ERSTE-SPARINVEST

Kurs/Buchwert und Dividendenrendite

Quelle: MSCI, ERSTE-SPARINVEST

 

Sowohl der Ausblick als auch die Bewertung von Schwellenländern ist attraktiv. Die Vorgangsweise bei der Unternehmensauswahl in den Emerging Markets wird immer selektiver aufgrund der zunehmenden globalen Verflechtungen, den Auswirkungen der angekündigten US-Politik und geopolitischen Risiken.

Die stetigen Verbesserungen im Bereich Transparenz in der Unternehmensführung erhöhen die Attraktivität von Schwellenländern für Investoren.

 

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Gabriela Tinti
Gabriela Tinti ist seit 2008 Senior Fondsmanagerin im Aktien-Team der Erste Asset Management/ERSTE-SPARINVEST. Ihr Schwerpunkt liegt auf globalen Aktien aus den Schwellenländern und auf Immobilienaktien. Sie ist seit 1988 in der Finanzbranche tätig. Zu Beginn ihrer Karriere arbeitete sie bei e...
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