http://newsroom.sparkasse.at/wp-content/uploads/sites/9/2017/08/Fotolia_136931120_L-890x390-1503401523.jpg

Finanz Know-How – Gute Zeiten, schlechte Zeiten

© Fotolia.de

Vorweg in Kürze:

  • Viele Anlegerinnen und Anleger fürchten sich vor der Veranlagung in Aktien. Dabei steigen die Kurse von Aktien langfristig.
  • Vielleicht ist diese Furcht nur dadurch begründet, dass der Zeitraum „langfristig“ unterschiedlich interpretiert wird?

In diesem BLOG möchten wir das Thema „Anlagezeitraum“ näher betrachten und die Frage stellen: „Gibt es gute und schlechte Zeiten bei der Veranlagung in Aktien?“

 

Bevor wir ins Detail gehen, erläutern wir, was wir unter „Veranlagung in Aktien“ und „Anlagezeitraum“ verstehen.

  • Veranlagung in Aktien: Dabei geht es nicht um Investment in einen oder ein paar ausgewählte Einzeltitel sondern eine Veranlagung in ein breit gestreutes Aktien-Portfolio – über Unternehmen, Länder und Branchen. Diese Streuung lässt sich mit einem globalen Aktienfonds umsetzen.
  • Anlagezeitraum: Zeitraum vom Kauf bis zum Verkauf des Investments.

 

Ein Index, der den globalen Aktienmarkt bestmöglich abdeckt, ist der MSCI World, ein anerkannter weltweiter Aktien-Index. Sehen wir uns diesen Index genauer an. Bei der Wertentwicklung (siehe Grafik) wurden Dividenden, also die jährlichen Ausschüttungen der Unternehmen an ihre Aktionäre (abzüglich Quellensteuern), berücksichtigt. Die Wertentwicklung wurde in Euro umgerechnet – somit wird das Investment aus der Sicht eines Euro-Anlegers betrachtet.

Beginnen wir mit einer langfristigen Betrachtung über die letzten 40 Jahre.

 

MSCI World (inkl. Netto Dividenden, umgerechnet in EUR), logarithmische Darstellung des Charts
Zeitraum: 40 Jahre 07/1977-07/2017
Quelle: Datastream

 

Bei der sehr langfristigen Betrachtung werden zwei Entwicklungen augenscheinlich:

  • Der globale Aktienmarkt hat sich in den letzten 40 Jahren verdreißigfacht! Aus EUR 100,- wurden ca. EUR 3.000,-.
  • Innerhalb des Trends der steigenden Kurse gab es immer wieder größere Kursrückgänge, die durchaus länger gedauert haben.

Wenn Aktienkurse tendenziell steigen, wo liegt dann das Problem der Anlegerinnen und Anleger? Ist der Zeitraum falsch gewählt oder sind es die Kursschwankungen? Fakt ist, dass es in Österreich nur ca. 4 % Aktionäre gibt.

Was könnte im schlimmsten Fall passieren?

Vielen Anlegerinnen und Anlegern haben die beiden großen Kursrückgänge im letzten Jahrzehnt noch in leidvoller Erinnerung. Nehmen wir an, sie hätten zum Höchstkurs im September 2000 investiert. Wie lange hätte es wohl gedauert, bis die Kursverluste wieder aufgeholt worden wären?

Der Chart zeigt die Entwicklung des MSCI World (inkl. Netto Dividenden, in EUR) ab dem Höchststand im Jahr 2000, also den „Worst Case“.

 

MSCI World (inkl. Netto Dividenden, umgerechnet in EUR), Startzeitpunkt normiert auf 100 %
Zeitraum: ca. 14 Jahre; 09/2000 – 05/2014
Quelle: Datastream

 

Anlegerinnen und Anleger, die zum schlechtest möglichen Zeitpunkt das gesamte Kapital veranlagt hatten (September 2000), mussten beinahe 14 Jahre warten, um ihren Einstiegskurs wieder zu erreichen. Im Beobachtungszeitraum wurden zwei große Kursrückgänge verzeichnet: eine im Zuge der Technologie-Blase ab 2001 und die zweite ab dem Jahr 2008 (Finanzkrise). Viele Anlegerinnen und Anleger hatten keine Geduld, und zogen die Reißleine: „Nie wieder Aktien!“

Kann man es ihnen übel nehmen? Nein. Aber schade! Die Kurse sind zweimal bis auf ca. 40 % des Ausgangswertes gesunken. Es gab mehrere, länger andauernde Gelegenheiten, wo man günstig einsteigen hätte können – wenn man sich nur getraut hätte!

Gute Zeiten oder schlechte Zeiten?

Für die meisten Investoren sind Zeiten mit fallenden Kursen „schlechte Zeiten“.

Doch was ist mit jenen Anlegerinnen und Anlegern, die gerne investieren würden und auf tiefere Einstiegskurse warten? Für diese sollten die Kursrückgänge eigentlich „gute Zeiten“ bedeuten.

Wir können also festhalten:

  • Ob es sich um gute oder schlechte Zeiten für die Veranlagung handelt, ist objektiv nicht so einfach festzustellen.
  • Es wäre sinnvoll, einen Einstiegsplan für den Fall von Kursrückgängen zu haben. Dann können „schwierige Zeiten“ eine gute Ausgangsbasis legen – wenn die Kurse in Zukunft wieder steigen.

Welche Lehren können wir aus der vergangenen Kursentwicklung ziehen?

Ob und wann der Kurs eines Investments steigt, kann im Vorhinein niemand wissen. Die Erfahrung lehrt uns aber folgendes:

  • Der Zeitpunkt für Investments in die Aktienmärkte hängt häufig mit dem Mut der Anlegerinnen und Anleger zusammen. Je länger die Kurse in der Vergangenheit bereits angestiegen sind, desto höher ist auch der Mut.
  • Aktienmärkte unterliegen hohen Kursschwankungen. Dies wird sich in Zukunft nicht ändern. Um eventuelle Kursverluste wieder aufholen zu können, sollte die Dauer der Veranlagung entsprechend langfristig geplant werden. Was langfristig bedeuten kann, haben wir im Beispiel vorhin dargestellt.

Fazit:

Ist gerade eine gute oder eine schlechte Zeit, um in Aktien zu investieren? Viele Anlegerinnen und Anleger verbinden „gut“ mit steigenden Kursen und „schlecht“ mit Kursrückgängen. Da Aktienkurse laufend nach oben und nach unten schwanken, wechseln sich gute und schlechte Zeiten ab.

Natürlich wünschen sich die meisten Investoren, dass ab dem Zeitpunkt der Veranlagung der Kurs ihres Investments nur mehr steigt, oder zumindest nicht mehr unter den Kaufkurs fällt. Doch Wünsche werden an den Aktienmärkten selten erfüllt! Vielmehr geht es darum, einen entsprechend langfristigen Anlagehorizont zu haben und mit Kursschwankungen umgehen zu lernen.

Mit Investmentfonds können Sie bereits mit kleineren Beträgen z.B. monatlich in den Aktienmarkt veranlagen – und so das Risiko des falschen Einstiegszeitpunkts auf viele Termine verteilen. In der Erste Bank und den Sparkassen wird dieses Konzept auch s Fonds Plan genannt.

 

Für alle Investmentfonds der Erste Asset Management finden Sie auf unserer Homepage ausführliche Informationen. Mehr dazu unter: http://www.erste-am.at/

 

Wichtige rechtliche Hinweise:

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

 

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

4.67 durchschnittliche Bewertung (93% Ergebnis) - 15 Stimmen
Wichtige rechtliche Hinweise

Hierbei handelt es sich um eine Werbemitteilung. Sofern nicht anders angegeben, Datenquelle ERSTE-SPARINVEST Kapitalanlagegesellschaft m.b.H., Erste Asset Management GmbH und ERSTE Immobilien Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. Unsere Kommunikationssprachen sind Deutsch und Englisch.

Der Prospekt für OGAW-Fonds (sowie dessen allfällige Änderungen) wird entsprechend den Bestimmungen des InvFG 2011 idgF erstellt und im „Amtsblatt zur Wiener Zeitung“ veröffentlicht. Der vereinfachte Prospekt der ERSTE Immobilien Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. wird entsprechend den Bestimmungen des ImmoInvFG 2003 idjF erstellt und im „Amtsblatt zur Wiener Zeitung“ veröffentlicht. Für die von der ERSTE-SPARINVEST Kapitalanlagegesellschaft m.b.H., Erste Asset Management GmbH und ERSTE Immobilien Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. verwalteten Alternative Investment Fonds (AIF) werden entsprechend den Bestimmungen des AIFMG iVm InvFG 2011 „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ erstellt.

Der Prospekt, die „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“, der vereinfachte Prospekt sowie die Wesentliche Anlegerinformation/KID sind in der jeweils aktuell gültigen Fassung auf der Homepage www.erste-am.com bzw. www.ersteimmobilien.at abrufbar und stehen dem interessierten Anleger kostenlos am Sitz der jeweiligen Verwaltungsgesellschaft sowie am Sitz der jeweiligen Depotbank zur Verfügung. Das genaue Datum der jeweils letzten Veröffentlichung des Prospekts bzw. des vereinfachten Prospekts, die Sprachen, in denen die Wesentliche Anlegerinformation/KID erhältlich ist sowie allfällige weitere Abholstellen der Dokumente sind auf der Homepage www.erste-am.com bzw. www.ersteimmobilien.at ersichtlich.

Diese Unterlage dient als zusätzliche Information für unsere Anleger und basiert auf dem Wissensstand der mit der Erstellung betrauten Personen zum Redaktionsschluss. Unsere Analysen und Schlussfolgerungen sind genereller Natur und berücksichtigen nicht die individuellen Bedürfnisse unserer Anleger hinsichtlich des Ertrags, steuerlicher Situation oder Risikobereitschaft. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Fonds zu.

Johann Griener

Johann Griener ist seit 01.01.2001 in der Erste Asset Management GmbH im Bereich „Sales Retail“ tätig. In dieser Funktion betreut er v.a. die Sparkassen in Österreich mit aktuellem Schwerpunkt auf Oberösterreich. Der Aufgabenbereich umfasst die Servicierung, Schulung, Aus- und Weiterbildun...

Mehr

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Blog per E-Mail abonnieren