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Mündelsicherheit und Kursschwankungen, passt das zusammen?

© Fotolia.de

Für die Veranlagung von Mündelgeldern stehen unterschiedliche Veranlagungsalternativen zur Verfügung. Eine davon ist die Veranlagung in Österreichische Staatsanleihen bzw. in einen Fonds, der in diese Papiere investiert. Häufig wird die Qualität der Mündelsicherheit, welche sich auf die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls der Zins- und Rückzahlungen bezieht, mit dem Fehlen von Kursschwankungen gleichgesetzt.

Um den Unterschied zwischen dem Merkmal der Mündelsicherheit und dem Merkmal der Kursschwankungen näher zu erläutern, haben wir mit dem ESPA BOND EURO-MÜNDELRENT einen Investmentfonds ausgewählt, der für die Veranlagung von Mündelgeldern seit vielen Jahren gerne herangezogen wird.

Die wichtigsten Erkenntnisse vorweg:

  • Mündelsicherheit bezieht sich auf die Bonität der Veranlagung
  • Anleihen (auch wenn sie mündelsicher sind) unterliegen Kursschwankungen

Weiters gehen wir darauf ein, ob sich ein Investment in den ausgewählten Fonds im aktuellen Marktumfeld anbietet.

ESPA BOND EURO-MÜNDELRENT

Der Fonds investiert in mündelsichere Anleihen österreichischer Emittenten, welche auf Euro lauten (Bundesanleihen, Pfandbriefe und fundierte Bankschuldverschreibungen). Alle diese Anlagen (der Schwerpunkt liegt auf österreichischen Bundesanleihen) bieten eine sehr hohe Bonität.

In den letzten Jahren gab es einen Trend zu fallenden Renditen bei Anleihen mit guter Bonität – wie es auch österreichische Staatsanleihen sind. Das bedeutet, dass bestehende Anleihen stark im Kurs gestiegen sind. Von diesem Trend konnten auch die Anleihen im ESPA BOND EURO-MÜNDELRENT profitieren und somit kann der Fonds eine durchaus respektable historische Wertentwicklung vorweisen.

Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung (Performance) des Fonds über die letzten 10 Jahre sowie die Entwicklung der Rendite für österreichische Staatsanleihen im gleichen Zeitraum. Gut zu erkennen ist auch der Zusammenhang zwischen der Rendite und der Performance.

Grafik: Entwicklung ESPA BOND EURO-MÜNDELRENT, 10 Jahre
Quelle: Datastream, Daten per 08.12.2017
Die Berechnung der Wertentwicklung erfolgt lt. OeKB Methode.
In der Wertentwicklung ist die Verwaltungsgebühr berücksichtigt. Der bei Kauf anfallende einmalige Ausgabeaufschlag in Höhe von bis zu 2,50 % und andere ertragsmindernde Kosten wie individuelle Konto- und Depotgebühren sind in der Darstellung nicht berücksichtigt.
Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Fonds zu.

 

Die Wertentwicklung bei einem Anleihefonds setzt sich aus zwei Teilen zusammen:

  • Zinszahlungen der Anleihen (Kupons)
  • Veränderung der Anleihekurse (Kurssteigerungen oder Kursrückgänge)

Die Renditen bei Anleihen mit guter Bonität, wie es auch österreichische Staatsanleihen sind, sind in den letzten 10 Jahren tendenziell gesunken. Das bedeutet, dass im Fonds neu erworbene Anleihen einen niedrigeren Kupon aufweisen. Somit konnten in Summe immer weniger Zinszahlungen lukriert werden. Im Gegenzug wirken sich sinkende Renditen der im Fonds befindlichen Anleihen aber positiv auf deren Wertentwicklung aus. Wenn man die Ergebnisse betrachtet, kann man feststellen, dass es sich bei diesem Fonds dadurch in der Vergangenheit um ein sehr ertragreiches Investment gehandelt hat. In den letzten 12 Monaten war der Gesamtertrag jedoch negativ (u.a. weil die Renditen etwas angestiegen sind).

Tabelle: Performance ESPA BOND EURO-MÜNDELRENT
Quelle: ERSTE-SPARINVEST Kapitalanlagegesellschaft m.b.H., Stichtag: 30.11.2017

 

Wie kann man die zukünftigen Ertragschancen einschätzen?

Wie oben erwähnt sind die Renditeniveaus in den vergangen Jahren stark gesunken. Werfen wir daher zunächst einen Blick auf die aktuellen Renditen für die Anleihen, die für diesen Fonds erworben werden:

 

Grafik: Renditestrukturkurve österreichische Staatsanleihen
Quelle: Datastream, Daten per 11.12.2017
Hinweis: Die Entwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf zukünftige Entwicklungen zu.

 

Die Zinskurve (Renditestrukturkurve) für österreichische Staatsanleihen stellt die Rendite bezogen auf die Restlaufzeit in Form einer Grafik dar. Anleihen mit hoher Qualität sind aktuell sehr gefragt und weisen bereits niedrige Renditen auf. Staatstitel mit einer Restlaufzeit bis 6 Jahre rentieren unter Null Prozent. Das bedeutet: Eine Veranlagung verbunden mit einem Halten bis zur Fälligkeit der Anleihe führt zu einem Kapitalverlust! Auch für eine 10-jährigen Restlaufzeit halten sich die Zinserträge in Grenzen.

Wenn man berücksichtigt, dass eventuell noch Spesen und Steuern für diese Investments anfallen, kann man erkennen, dass es sich bei diesen Anleihen aktuell nicht um besonders attraktive Anlagen handelt, wenn man die zukünftigen Ertragschancen betrachtet.

Zu beachten ist:

  • Zinserträge sind in den kommenden Jahren bestenfalls nur in sehr geringem Umfang zu erwarten.
  • Kursgewinne würden sich nur einstellen, wenn die Zinsen noch weiter fallen.
  • Bei steigenden Renditen sind Kursverluste zu erwarten!

ESPA BOND EURO-MÜNDELRENT – Historie vs. Ausblick

Der Fonds konnte in den vergangenen Jahren attraktive Erträge für die Anlegerinnen und Anleger erzielen. Die langfristige Veranlagung in österreichische Staatsanleihen war zweifellos aus Investorensicht eine sehr gute Entscheidung.

Wiegt man nun die zukünftigen Chancen ab, dominieren sehr niedrige bis negative Zinsen bei den Anleihen, die für den Fonds erworben werden können und eventuell auch Kursrückgänge bei den Anleihen im Falle von steigenden Renditen. Beides sind für Anleihe-InvestorInnen nachteilige Komponenten. Um die negativen Auswirkungen von möglicherweise steigenden Renditen auf die Kursentwicklung des Fonds zu beschränken, wurde das Anlageuniversum im November 2017 angepasst und das entsprechende Risiko reduziert.

Aus Ertragssicht drängen sich neue Investments in diesen Fonds dennoch nicht auf und bestehende Investments sollten hinsichtlich möglicher Umschichtungen in Anlagen mit höheren Ertragschancen überdacht werden.

Falls jedoch Wert auf eine Veranlagung in Anleihen mit sehr hoher Bonität bzw. in österreichische Staatsanleihen gelegt wird, ist dieser Fonds eine passende Wahl.

Die Erkenntnisse:

Jeder Fonds hat einen zugrunde liegenden Markt, in den investiert werden kann bzw. muss. Euro-Staatsanleihen mit sehr guter und guter Bonität waren in der Vergangenheit ein gutes Investment. Mit vielen Fonds, die in diesem Segment veranlagen, waren in den letzten Jahren überproportional hohe Erträge zu erzielen. Für die kommenden Jahre sieht das Bild eher umgekehrt aus, denn die Ertragsmöglichkeiten sind sehr begrenzt und es sind auch Jahre mit negativen Ergebnissen zu erwarten.

 

 

Wichtige rechtliche Hinweise

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

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Hierbei handelt es sich um eine Werbemitteilung. Sofern nicht anders angegeben, Datenquelle ERSTE-SPARINVEST Kapitalanlagegesellschaft m.b.H., Erste Asset Management GmbH und ERSTE Immobilien Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. Unsere Kommunikationssprachen sind Deutsch und Englisch.

Der Prospekt für OGAW-Fonds (sowie dessen allfällige Änderungen) wird entsprechend den Bestimmungen des InvFG 2011 idgF erstellt und im „Amtsblatt zur Wiener Zeitung“ veröffentlicht. Der vereinfachte Prospekt der ERSTE Immobilien Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. wird entsprechend den Bestimmungen des ImmoInvFG 2003 idjF erstellt und im „Amtsblatt zur Wiener Zeitung“ veröffentlicht. Für die von der ERSTE-SPARINVEST Kapitalanlagegesellschaft m.b.H., Erste Asset Management GmbH und ERSTE Immobilien Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. verwalteten Alternative Investment Fonds (AIF) werden entsprechend den Bestimmungen des AIFMG iVm InvFG 2011 „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ erstellt.

Der Prospekt, die „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“, der vereinfachte Prospekt sowie die Wesentliche Anlegerinformation/KID sind in der jeweils aktuell gültigen Fassung auf der Homepage www.erste-am.com bzw. www.ersteimmobilien.at abrufbar und stehen dem interessierten Anleger kostenlos am Sitz der jeweiligen Verwaltungsgesellschaft sowie am Sitz der jeweiligen Depotbank zur Verfügung. Das genaue Datum der jeweils letzten Veröffentlichung des Prospekts bzw. des vereinfachten Prospekts, die Sprachen, in denen die Wesentliche Anlegerinformation/KID erhältlich ist sowie allfällige weitere Abholstellen der Dokumente sind auf der Homepage www.erste-am.com bzw. www.ersteimmobilien.at ersichtlich.

Diese Unterlage dient als zusätzliche Information für unsere Anleger und basiert auf dem Wissensstand der mit der Erstellung betrauten Personen zum Redaktionsschluss. Unsere Analysen und Schlussfolgerungen sind genereller Natur und berücksichtigen nicht die individuellen Bedürfnisse unserer Anleger hinsichtlich des Ertrags, steuerlicher Situation oder Risikobereitschaft. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Fonds zu.

Johann Griener

Johann Griener ist seit 01.01.2001 in der Erste Asset Management GmbH im Bereich „Sales Retail“ tätig. In dieser Funktion betreut er v.a. die Sparkassen in Österreich mit aktuellem Schwerpunkt auf Oberösterreich. Der Aufgabenbereich umfasst die Servicierung, Schulung, Aus- und Weiterbildun...

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