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Kommt es 2018 zu einem Crash bei Bitcoins?

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Bitcoin Basics

(c) iStock

Was sind Bitcoins?

Bitcoins wurden 2009 als virtuelle, digitale Währung von einer Person oder Gruppe, die sich hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto verbirgt, entwickelt. Bitcoins sind physisch nicht greifbar und sind damit für viele Menschen schwer verständlich.

Obwohl Bitcoins ursprünglich als Währung gedacht war, betrachten immer mehr Investoren bzw. Spekulanten Bitcoin als eigene Asset Klasse – eine Art „Gold 2.0“. Warum das so ist: Bitcoins sind ähnlich wie Gold „selten“. Wenn alle Bitcoins geschürft sind, existieren davon maximal 21 Millionen Coins.

Die wenigsten Bitcoin Besitzer nutzen Bitcoin als Zahlungsmittel, sondern trotz hoher Wertschwankungen als eine Art Wertaufbewahrung. Im Dezember 2017 wurden erstmals Futures-Kontrakte auf Bitcoins eingeführt. Damit haben Bitcoins endgültig den Status einer eigenen Anlageklasse erlangt.

Was ist das besondere an der Blockchain-Technologie?

Die Blockchain-Technologie ist eine Datenbank, die niemandem gehört, sie gilt somit als dezentral. Niemand, auch kein Staat, Unternehmen oder eine Person, kann die in dieser Datenbank enthaltenen Daten manipulieren. Ein Netzwerk von Computern verwaltet die Blöcke der Datenkette (Blockchain). Blöcke werden kontinuierlich generiert – im Falle von Bitcoin etwa alle zehn Minuten. In diesen Blöcken werden alle Transaktionen jeglicher Art gespeichert.

Das Generieren von Blöcken gleicht einem Wettbewerb im Netzwerk. Wer als Erster Transaktionen validiert und eine mathematische Aufgabe löst, vereinnahmt die darin enthaltenen Transaktionskosten plus neuer Münzen. Nachdem ein Netzwerkteilnehmer eine Lösung gefunden hat, wird diese von anderen Teilnehmern überprüft und an die Kette angeheftet. Die Blockchain-Technologie gilt als extrem fälschungssicher und flexibel.

Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften wird dieser Technologie eine rosige Zukunft prophezeit, unabhängig davon ob sich Bitcoins durchsetzen werden oder nicht.

Der Kurs von Bitcoins ist dieses Jahr explodiert. Ist die Preisentwicklung eine Blase?

Die Performance von Bitcoin ist in der Tat atemberaubend. Die Erstnotiz von Bitcoin im Jahr 2010 lag bei 6 Cent in US$ (0,06 US$). Seitdem hat sich der Kurs jedes Jahr im Durchschnitt verzehnfacht! Das lockt natürlich viele Spekulanten an. Im Jahr 2017 lag die Performance sogar über dem langjährigen Durchschnitt.

Von einer Blase spricht man schon lange. Ob es eine Blase ist, weiß man leider erst wenn sie geplatzt ist. Nach einer derart starken Performance, wie wir sie in den letzten Monaten gesehen haben, ist zumindest eine Korrektur sehr wahrscheinlich. Dennoch: selbst bei einer Halbierung des Kurses wäre der langfristige Aufwärtstrend immer noch intakt.

Welche Risiken gibt es?

Bitcoins stellen per se keinen Wert dar. Der Wert hängt davon ab, ob und wie viele Personen Bitcoins als Anlageklasse anerkennen und ob diese als Zahlungsmittel jemals Verwendung finden. Aktuell nutzen weniger als 1% der Weltbevölkerung Bitcoins.

Es gibt zahlreiche Risiken:

  1. Bitcoins sind volatil, Bitcoins haben das zehnfache Schwankungsvermögen von Aktien.
  2. Das Interesse für Bitcoins kann von heute auf morgen verschwinden.
  3. Eine andere Kryptowährung kann Bitcoins den Rang ablaufen.
  4. Regulatorische Risiken: Bitcoins können lokal (in bestimmten Ländern) verboten werden. Ein globales Verbot ist hingegen nicht möglich.
  5. Das Mining von Bitcoins kann unattraktiv (wenig profitabel) werden, womit sich das Netzwerk auflösen würde.
  6. Bitcoin-Handelsplattformen sind immer wieder Ziele von Hacker-Attacken.
  7. Und viele andere mehr.

Wie kann man in Bitcoins investieren?

Man kann Bitcoins über verschiedene Arten kaufen. Der direkte Weg erfordert eine Wallet, eine Art elektronische Geldbörse. Danach erwirbt man Bitcoins über eine Börse oder einen Bitcoin-Automaten.

Darüber hinaus kann man in Zertifikate oder in einen ETF investieren. Für institutionelle Anleger gibt es seit dem 17.12. auch Futures-Kontrakte an der Chicago Mercantile Exchange.

Investiert die Erste AM auch in Bitcoins?

Die Erste AM beschäftigt sich mit dem Thema und beobachtet die Entwicklung genau.

Aktuell investiert die Erste AM noch nicht in Bitcoins.

 

Wichtige rechtliche Hinweise

Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

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Der Prospekt für OGAW-Fonds (sowie dessen allfällige Änderungen) wird entsprechend den Bestimmungen des InvFG 2011 idgF erstellt und im „Amtsblatt zur Wiener Zeitung“ veröffentlicht. Der vereinfachte Prospekt der ERSTE Immobilien Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. wird entsprechend den Bestimmungen des ImmoInvFG 2003 idjF erstellt und im „Amtsblatt zur Wiener Zeitung“ veröffentlicht. Für die von der ERSTE-SPARINVEST Kapitalanlagegesellschaft m.b.H., Erste Asset Management GmbH und ERSTE Immobilien Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. verwalteten Alternative Investment Fonds (AIF) werden entsprechend den Bestimmungen des AIFMG iVm InvFG 2011 „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ erstellt.

Der Prospekt, die „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“, der vereinfachte Prospekt sowie die Wesentliche Anlegerinformation/KID sind in der jeweils aktuell gültigen Fassung auf der Homepage www.erste-am.com bzw. www.ersteimmobilien.at abrufbar und stehen dem interessierten Anleger kostenlos am Sitz der jeweiligen Verwaltungsgesellschaft sowie am Sitz der jeweiligen Depotbank zur Verfügung. Das genaue Datum der jeweils letzten Veröffentlichung des Prospekts bzw. des vereinfachten Prospekts, die Sprachen, in denen die Wesentliche Anlegerinformation/KID erhältlich ist sowie allfällige weitere Abholstellen der Dokumente sind auf der Homepage www.erste-am.com bzw. www.ersteimmobilien.at ersichtlich.

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Harald Egger

Harald Egger ist Chief Analyst und arbeitet seit 2001 bei der Erste Asset Management. Davor war er vier Jahre als Fondsmanager und Analyst für AXA Investment Management in London tätig. Er leitete den Bereich Aktien innerhalb der Erste Asset Management und war bis April 2013 CIO für das Untern...

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Kommentare

7 Kommentare      1 Author Antwort

  1. Ein interessanter Gedanke in diesem Zusammenhang: Durch Bitcoin-Derivate wird das „effektive“ Angebot an Bitcoins erhöht, über die Zahl von (zukünftig) 21 Mio. hinaus.
    (Quelle: BCA Paper)

    1. das Ausmaß ist aus heutiger Sicht noch schwer zu schätzen. Ist es mehr als die sogenannten „verlorene coins“, für die der rechtmäßige Besitzer keinen Schlüssel mehr hat?. Wird sich zeigen wie viele Futures wirklich gehandelt werden.

  2. Gute kurze Zusammenfassung!
    Zwei Details: Eine Blockchain ist einem Register („ledger“) viel ähnlicher als einer Datenbank.
    Und in der Bitcoin Blockchain kann man praktisch nur Bewegungen von Bitcoins registrieren und nicht wirklich Transaktionen „jeglicher Art“. Derartige Blockchains, die wirklich verallgemeinerte Transaktionen speichern können, gibt es auch (zB Ethereum), Bitcoin kann das derzeit jedoch (absichtlicherweise) nicht. Diese verallgemeinerten Transaktionen heissen dann im Jargon „smart Contracts“.

    1. Ihre Aussagen sind korrekt. Die Bitcoin-Blockchain speichert die Bewegung von Bitcoins von einer Adresse zur nächsten. Allgemein gesprochen kann die Blockchain auch andere Informationen speichern, wie Sie selbst anführen (smart contracts). Angesprochen auf Blockchain wollte ich aber eine allgemeine Antwort geben, die über Bitcoin hinausgeht.

  3. Bitcoin – ein Affengeschäft!
    Nahe einem Dorf lebten viele Affen.
    Eines Tages kam ein Händler ins Dorf, um die ganzen Affen zu kaufen.
    Er bot an, die Affen für $100 pro Affe zu kaufen.
    Die Dorfbewohner dachten sich, dass dieser Mann verrückt sein muss.
    Sie dachten sich, wie kann jemand einfache Affen für $100 pro Affe kaufen?
    Trotzdem fingen sich einige Dorfbewohner einige Affen, gaben diese dem Händler und bekamen $100 pro Affe.
    Diese Nachricht verbreitete sich wie ein Feuer und viele Dorfbewohner fingen sich Affen ein und verkauften diese dem Händler.
    Nach einigen Tagen gab der Händler bekannt, dass er nun jeden Affen für $200 kaufen werde.
    Selbst die faulsten Dorfbewohner fingen jetzt an, den Affen hinterher zu rennen und diese einzufangen.
    Sie verkauften die verbleibenden Affen für $200 pro Affe.
    Also gab der Händler bekannt, dass er für jeden Affen jetzt $500 bezahlen würde!
    Die Dorfbewohner wurden schlaflos ! … Sie fingen die 6 oder 7 Affen ein, die noch verblieben waren und erhielten dafür jeweils $500 pro Affe.
    Die Dorfbewohner warteten gespannt auf das nächste Angebot des Händlers.
    Also gab der Händler beaknnt, dass er für eine Woche nach Hause fahren würde. Wenn er zurückkehre werde er für jeden Affen $1000 bezahlen.
    Er bat seinen Mitarbeiter in dieser Zeit auf die Affen, die er gekauft hatte aufzupassen. Alle der gekauften Affen waren in einem Gehege eingesperrt.
    Der Händler fuhr nach Hause.
    Die Dorfbewohner waren sehr traurig, weil es nun ja keine Affen mehr gab, die sich für $1000 verkaufen ließen.
    Also sagte der Mitarbeiter des Händlers zu den Dorfbewohnern, dass er ihnen heimlich einige Affen für $700 verkaufen würde.
    Diese Nachricht verbreitete sich erneut wie ein Feuer. Da der Händler die Affen nun für $1000 pro Affe kaufen würde, ergäbe dies einen Gewinn von $300 pro verkauftem Affe.
    Am nächsten Tag standen die Dorfbewohner Schlange vor dem Affengehege.
    Der Mitarbeiter verkaufte alle Affen für $700 pro Affe. Die Reichen kauften Affen in großen Mengen. Die Armen liehen sich Geld bei Spekulanten und kauften ebenso Affen.
    Die Dorfbewohner kümmerten sich dann um ihre Affen und warteten auf die Rückkehr des Händlers.
    Aber niemand kam! Also rannten die Dorfbewohner zum Mitarbeiter des Händlers.
    Doch dieser war auch verschwunden!
    Den Dorfbewohnern wurde nun bewußt, dass sie nutzlose, verlorene Affen für $700 pro Affe gekauft hatten und außerstande waren, diese zu verkaufen !
    Bitcoin wird das nächste Affengeschäft sein.
    Dies wird viele Menschen zu Verlierern machen und einige wenige Gauner werden reich von diesem Affengeschäft.
    Und so ist es, wie es ablaufen wird.

  4. Es zeichnet sich schon jetzt ab, dass die Krypto Währungen von den Finanzmarktaufsichtsbehörden früher oder später verboten werden. Damit sind weitere Verluste bei Bitcoin und Co. vorprogrammiert. Ich hoffe sehr, dass die ESPA nicht in dieses dieses „Klumpert“ investiert. In den letzten Jahren hattet Ihr ja bei den Mischfonds ein gutes Händchen bewiesen…

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