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Artikel zu Schlagwort: Anleihekaufprogramm
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Gerhard Winzer am 07. April 2015

Gesamtwirtschaftliche Dynamik gesunken

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Die Dynamik auf der volkswirtschaftlichen Ebene und auf den Märkten hat abgenommen. Das globale Wirtschaftswachstum hat sich im Quartalsabstand abgeschwächt, die beiden wichtigsten Trends der vergangenen Monate (US-Dollar-Festigung, Verfall des Ölpreises) sind gestoppt, die Inflation fällt nicht mehr und die US-amerikanische Zentralbank hat die Leitzinserhöhungserwartungen gedämpft. Ein wichtige Ausnahme: Die Eurozone gewinnt an Fahrt.

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Gerhard Winzer am 19. März 2015

Zwei Kanarienvögel in der Kohlenmine

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Der US-Dollar hat sich in den vergangenen Monaten gegenüber dem Euro markant gefestigt. Für eine Fortsetzung dieses Trends sind zumindest zwei Entwicklungen notwendig. Erstens: Die US-amerikanische Zentralbank verlässt die Nullzinspolitik. Zweitens: Die Europäische Zentralbank verfolgt weiterhin sowohl die Negativzinspolitik als auch das Anleihenankaufsprogramm.

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Gerhard Winzer am 10. März 2015

Fluch und Segen

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Die bestimmenden Themen an den Finanzmärkten sind die Stabilisierung des Ölpreises, uneinheitliche Wirtschaftsindikatoren auf globaler Basis, positive Konjunkturindikatoren in der Eurozone, die temporäre Abnahme von Eskalationsrisiken und die expansiven Zentralbankpolitiken.

Nach dem scharfen Einbruch des Ölpreises um mehr als 50% von Juni 2014 bis Jänner 2015, hat sich der Ölpreis der Marke Brent bei 60 US-Dollar pro Fass stabilisiert. Das hilft jenen Wertpapierklassen, die zuvor unter Druck gekommen waren (Rubel, Unternehmensanleihen mit einer niedrigen Kreditwürdigkeit in den USA).

Zudem ist in vielen Ländern aufgrund der gefallenen Energiepreise die Kaufkraft der Konsumenten angestiegen. Der Effekt war so stark, dass viele Konsumentenpreisinflationsraten im Jahresabstand im Jänner sogar negativ waren. Das hat in den vergangenen Monaten dazu geführt, dass das globale Wachstum der Einzelhandelsumsätze angestiegen ist. In weitere Folge hat das zu einem höheren Wachstum der Industrieproduktion geführt. Mit der Stabilisierung des Ölpreises ist der Impuls für die Inflation (fallend) und die Einzelhandelsumsätze (ansteigend) zu Ende.

Trotz der wirtschaftsunterstützenden Effekte des niedrigeren Ölpreises hat die Senkung der Schätzungen für das globale reale Wirtschaftswachstum für 2015 eine Fortsetzung gefunden (laut Bloomberg aktuell: 2,71%). Zudem waren die Datenüberraschungen weltweit betrachtet negativ. D.h., Indikatoren wie Beschäftigung, Produktion Exporte sind vielfach weniger stark gewachsen als von Analysten geschätzt. Immerhin können die jüngsten Frühindikatoren der OECD und die Einkaufsmanagerindizes vorsichtig optimistisch interpretiert werden. Unter dem globalen Wachstum nahe dem Potenzial – ergibt sich aus dem fallenden Wachstum der Erwerbsbevölkerung und der niedrigen Produktivität – verbirgt sich allerdings eine erhebliche uneinheitliche Entwicklung. Auf der negativen Seite fallen vor allem Brasilien und Russland mit einer Rezession auf.
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Harald Egger am 05. März 2015

Europäische Aktien – lohnt sich ein Einstieg noch?

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Seit Anfang des Jahres beobachten wir, dass europäische Aktien besser laufen als amerikanische Titel und das – währungsmäßig betrachtet – sowohl auf lokaler als auch auf Euro-Basis. Nicht einmal ein Anstieg des US-Dollar gegenüber dem Euro von 8% konnte daran etwas ändern. Woher kommt dieser Optimismus für Europa? Schließlich entwickelt sich die US-Wirtschaft deutlicher besser als der Euro-Raum. Ebenso verhält es sich mit US-Unternehmen, die Gewinnanstiege vorweisen, während die Gewinne in Europa zuletzt tendenziell eher gefallen sind. Dazu kommen die Unsicherheiten in Griechenland und in der Ukraine.

Börsen spiegeln die Zukunft wider

Börsen spiegeln selten die Gegenwart, sondern die Zukunft wider. Versuchen wir zu verstehen, was uns die Börsen mitteilen wollen? Beginnen wir mit der Gegenwart: In den USA sind die Gewinne seit den Tiefstständen nach der Lehman Krise um 177% gestiegen. In Zahlen ausgedrückt legte der US-Index etwas mehr als 187% zu. Alles in Allem ein fundamental gerechtfertigter Anstieg, der getrieben war durch die Gewinnanstiege. Ganz anders die Situation in Europa: Hier sind die Gewinne seit der Lehman Krise gerade einmal um 20% gestiegen. Vergleicht man diesen Wert mit der Gewinnsituation vor zehn Jahren, so kann man es in Europa so zusammenfassen: Nichts passiert, nichts versäumt. Obwohl sich die Gewinne seit der Lehman Krise kaum erholt haben, hat sich der Index im selben Zeitraum nahezu verdoppelt. Das hat zur Folge, dass sich die Aktienbewertung deutlich verteuert hat. Das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) ist fast doppelt so hoch wie vor sieben Jahren und liegt mit 20,5 deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von 15.
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Gerhard Winzer am 23. Januar 2015

Sparen wird unattraktiv, Investieren attraktiver

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Die Europäische Zentralbank hat am 22. Jänner ein erweitertes Kaufprogramm von Anleihen bekannt gegeben. Beginnend mit März 2015 bis mindestens Ende 2016 sollen monatlich Anleihen im Umfang von 60 Milliarden Euro gekauft werden. Die Käufe umfassen neben den bisherigen Programmen (Hypothekaranleihen und ABS) auch Staatsanleihen

Der Hintergrund für diesen Schritt ist die schwächelnde Wirtschaft. Obwohl die Leitzinsen auf quasi null Prozent gesenkt worden sind, kommt der Wirtschaftsmotor nicht in Schwung. Die gesamte Wirtschaftsleistung in der Eurozone (das Bruttoinlandsprodukt) befindet sich lediglich knapp 5% über dem Niveau vom 1. Quartal 2008. Berücksichtigt man die niedrige Inflation (durchschnittlich nur 1,1% seit 2008), zeigt sich, dass das reale Bruttoinlandsprodukt nach wie vor 2,2% unter dem Niveau von 2008 liegt.

Wenn Zinsen von null Prozent am Geldmarkt nicht ausreichen um die Wirtschaft zu unterstützen, bleibt als Alternative die Verzinsung über den gesamten Laufzeitbereich von Anleihen nach unten zu drücken. Das funktioniert, in dem die Zentralbank verspricht, auf absehbare Zeit die Leitzinsen bei null Prozent zu belassen und indem sie direkt Anleihen kauft. Der Effekt wird dadurch verstärkt, dass nicht nur der Preis des Geldes (der Zinssatz) sinkt, sondern auch die Menge des Geldes (Zentralbankgeld M0) massiv ausgeweitet wird. Das führt dazu, dass Staatsanleiherenditen immer unattraktiver werden. Die Investoren werden dadurch in Segmente gedrängt, die eine höhere Rendite versprechen (Anleihen mit einer längeren Laufzeit, Anleihen mit Kreditrisiko, Aktien, aber auch Anleihen in einer fremden Währung wie dem US-Dollar).
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Peter Szopo am 23. Januar 2015

Der lange Schatten der EZB: QE-Folgen für Zentral- und Osteuropa

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Die EZB hat die Märkte überrascht. Das Volumen des angekündigten Anleihekaufprogrammes – der europäischen Variante des von der Fed vorexerzierten Quantitative Easing (QE) – ist mit EUR 1,1 Billionen deutlich höher ausgefallen als erwartet. Ob es gelingt, die Inflationserwartungen zu steigern, die Risikospreads in der europäischen Peripherie zu senken sowie ein rascheres Kreditwachstum und damit das Wirtschaftswachstum in der Eurozone zu stärken, muss sich noch weisen. Aber jedenfalls sind die angekündigten Maßnahmen von einer Dimension, dass sie jedenfalls deutliche Spuren auf den internationalen Kapitalmärkten – inner- und außerhalb der Eurozone – hinterlassen werden.

Für die Märkte in Zentral- und Osteuropa sind folgende Aspekte wichtig:
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Gerhard Winzer am 16. Januar 2015

Aufwertung des Schweizer Franken

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Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat am 15. Jänner den Mindestkurs von 1,20 Franken pro Euro aufgehoben. Viele Marktteilnehmer wurden auf dem falschen Fuß erwischt. In der ersten Reaktion hat der Währungsmarkt mit einer Festigung des Franken gegenüber dem Euro von 1,20 auf 1,05 reagiert.

Die Zentralbank begründet die Aufgabe des Mindestkurses damit, dass sich die Überbewertung des Franken reduziert hat. Tatsächlich befindet sich der real effektive Franken (Stichtag: 14. Jänner 2014) rund 10% unter dem Höchst vom 31. August 2011. Insgesamt ist der Franken allerdings nach wie vor sehr fest: Der real effektive Franken ist nach wie vor rund 24% über dem langfristigen Durchschnitt.

Damit die Aufhebung des Mindestkurses nicht zu einer unangemessenen Straffung der monetären Rahmenbedingungen führt, hat die Zentralbank den Zinssatz für Guthaben auf den Girokonten von Geschäftsbanken bei der Zentralbank, die einen bestimmten Freibetrag übersteigen, um 0,5 Prozentpunkte auf minus 0,75 Prozent gesenkt. Das Zielband für den dreimonats-Libor verschiebt sie weiter in den negativen Bereich auf -1,25% bis -0,25% von bisher -0,75% bis 0,25%.
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