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Artikel zu Schlagwort: Öl
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Gerhard Winzer am 19. Juni 2015

High Noon in Griechenland und der Trend zur Volatilität

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Zusammenfassend: Die wirtschaftliche Erholung in den entwickelten Volkswirtschaften wird von den sehr expansiven Geldpolitiken, einem geringeren Spardruck auf der staatlichen Seite und bei den Banken sowie dem gesunkenen Ölpreis unterstützt. Das Wachstum bleibt dennoch bescheiden. In den Schwellenländern gibt es bestenfalls Anzeichen für eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Die Risiken für die Märkte stammen von einem möglichen Konkurs in Griechenland, zu kräftigen Leitzinsanhebungen in den USA, einem weiteren Rückgang der Produktivität sowie einer weiteren wirtschaftlichen Abschwächung in den Schwellenländern.

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Sevda Sarp am 05. Juni 2015

Könnte das Ergebnis türkischer Parlamentswahlen zu erhöhter Volatilität führen?

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Die am Sonntag bevorstehenden Parlamentswahlen in der Türkei könnten Erdogans Pläne für eine Änderung der Verfassung verhindern. Bei einer neuen Zusammensetzung der Regierung ist ein Wechsel der politischen Führung im Finanz- und Wirtschaftsministerium nicht auszuschließen. In der Folge sind Unsicherheiten und eine erhöhte Volatilität für die türkische Lira sowie die Istanbuler Börse möglich.
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Peter Szopo am 27. Februar 2015

Was wurde eigentlich aus der „Öl-mal-20“-Regel?

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Der Öl- und Gassektor ist bekanntermaßen das Rückgrat der russischen Wirtschaft. Er trägt rund ein Viertel zum russischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Auf ihn entfallen fast zwei Drittel der Exporte. Öl– und Gasunternehmen repräsentieren nahezu 60% der Marktkapitalisierung der Moskauer Aktienbörse. Es liegt daher auf der Hand, die Performance und Bewertung des russischen Aktienmarktes relativ zum Niveau und Verlauf des Ölpreises zu sehen. Als Daumenregel galt lange Zeit die „Öl-mal-20“-Regel, der zufolge die faire Bewertung des RTS (russischer Aktienindex, Anm.), des russischen Aktienindex, beim Zwanzigfachen des Preises für Rohöl (gemessen am US Dollar-Preis von Brent per Barrel) liegt. Vor allem Aktienstrategen – seit jeher anfällig für einfache Marketing-Maschen – fanden Gefallen an dieser Relation.

Tatsächlich hat der RTS diese Marke von 20x Ölpreis in den vergangenen 15 Jahren nur kurze Zeit erreicht bzw. überschritten, und zwar von Anfang 2006 bis Anfang 2008, also unmittelbar vor der Finanzkrise. Seither wurde dieses Niveau nicht wieder erreicht. Die neue Relation zwischen Öl und dem russischen Aktienindex liegt deutlich niedriger, bei ca. 15x im Schnitt der letzten fünf Jahre. Selbst dieser Wert wurde seit 2011 nicht mehr erreicht. Erst im Zuge der jüngsten Rally hat sich der Markt dem langjährigen Schnitt wieder angenähert. Dies deckt sich mit dem Bild, das man von eher konventionellen Bewertungsansätzen gewinnt: Auch das Markt-KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) mit knapp über 6x und der Bewertungsabschlag zu anderen Emerging Markets mit 50% entsprechen im Wesentlichen dem mehrjährigen Durchschnitt. Es deutet daher einiges darauf hin, dass das derzeitige Indexniveau nach der jüngsten Rally in etwa dort liegt, wo man es aufgrund des aktuellen Ölpreises erwarten darf.
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Gerhard Winzer am 14. Januar 2015

Stress auf den Märkten

Der Stress an den Märkten und die Nervosität der Marktteilnehmer haben zugenommen. Das kann man an den gestiegenen impliziten Volatilitäten (eine finanzmathematische Kennzahl für die erwartete Schwankungsbreite, Anm.) für Aktienindizes und höheren Renditeaufschlägen für das Kreditrisiko ablesen. Gleichzeitig sind die ohnehin schon sehr niedrigen Renditen von kreditsicheren Staatsanleihen (zB Österreich, Deutschland) weiter zurückgegangen.

Bemerkenswert: Auch die in den Anleiherenditen eingepreiste langfristige Konsumentenpreisinflation ist stark gefallen. Der Wert für die USA befindet sich mit 1,9% auf dem Krisenniveau von 2008. In der Eurozone liegt die langfristig eingepreiste Inflation mit 1,6% deutlich unter dem Wert von 2008 (2,0%).

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Peter Szopo am 22. Dezember 2014

Russische Zinserhöhung kann Märkte nicht beruhigen

Quelle: iStock

Die für viele Marktteilnehmer überraschende Erhöhung des Leitzinses der russischen Zentralbank um 6,5 Prozentpunkte auf 17 Prozent hat die Märkte nicht beruhigen können. Nach einer kurzen Aufwertung verlor die russische Währung weiter gegenüber dem US-Dollar. „Der Schritt hat die Märkte nicht beruhigt, der Druck auf den Rubel hält weiter an“, sagt Peter Szopo, Russland-Experte der Erste Asset Management. Der Experte bewertet den Schritt jedoch als richtig, um den Markt davon zu überzeugen, dass die Zentralbank eine marktadäquate Verteidigung ihres Wechselkursregimes anstrebe. Leider sei aber die Glaubwürdigkeit der Zentralbank derzeit angeschlagen, nachdem die beiden vergangenen Zinserhöhungen zu zögerlich erfolgten.

Erholungsrally möglich

Ob es der russischen Zentralbank gelingt, die Wechselkurserwartungen zu drehen, hänge laut Szopo davon ab, ob sie die „Dollarisierung“ der Wirtschaft, die anhaltende Umwandlung von Rubel- in Fremdwährungseinlagen im privaten Sektor, brechen kann. Die Chancen dafür stehen laut Szopo mit einem Realzinsniveau von um die sechs Prozent gut; allerdings sei die kurzfristige Marktdynamik schwer prognostizierbar. „Sollte es der russischen Zentralbank gelingen, den Rubel zu stabilisieren, ist eine Erholungsrally auf dem Aktienmarkt nicht auszuschließen“, erklärt der Experte und verweist auf das Beispiel der Türkei: Dort erholten sich die Kurse in diesem Jahr nach einer massiven Zinserhöhung. Allerdings dürfe nicht übersehen werden, dass die Wachstumsaussichten der türkischen Wirtschaft deutlich besser sind als jene der russischen.
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Paul Severin am 19. Dezember 2014

ESG-Pionierarbeit bei Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern zahlt sich aus

Quelle: ERSTE-SPARINVEST

Unternehmen aus den Schwellenländern werden auch für nachhaltig orientierte Investoren immer attraktiver. Das ist die Bilanz von Peter Varga und Dominik Benedikt, die den vor einem Jahr erfolgreich aufgelegten nachhaltigen Schwellenländer-Unternehmensanleihenfonds verantworten. „Im ersten Jahr seit Bestehen der neuen Fondsstrategie hat sich viel getan. In Sachen Nachhaltigkeit stellen die besten Schwellenländerunternehmen mittlerweile auch gute Unternehmen aus den Industrieländern in den Schatten. Wir identifizieren diese Vorreiter und investieren in sie“, erklärt Senior Analyst Dominik Benedikt, im Nachhaltigkeits-Research-Team zuständig für die Berücksichtigung von ökologischen, sozialen und Governance-Kriterien (ESG). Viele Investoren mit ESG-Anforderungen suchen nach Alternativen zu Staatsanleihen und Unternehmensanleihen aus den Industriestaaten, die derzeit nur geringe Renditemöglichkeiten bieten. „Als einer der ersten Anbieter wenden wir daher unseren Nachhaltigkeits-Prozess auf ein Portfolio von Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern an“, so der Fondsmanager Peter Varga. Der Fonds legte bereits seit Auflage um 6,53 Prozent zu (Zeitraum: 2. Dezember 2013 bis 2. Dezember 2014).
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Paul Severin am 16. Dezember 2014

Türkischer Aktienmarkt könnte 2015 von fallendem Ölpreis profitieren

Quelle: ERSTE-SPARINVEST

sarpDer fallende Ölpreis könnte auch den türkischen Aktienmarkt beflügeln. Dieser Ansicht ist Sevda Sarp, Türkei-Aktienanalystin der Erste Asset Management. „Wenn durch den sinkenden Ölpreis die Inflation nachlässt, könnte die türkische Zentralbank darüber nachdenken, die Zinsen von ihrem aktuellen Niveau von 8,25 Prozent zu senken, und davon dürften auch die Aktienmärkte profitieren“, erklärt Sarp. Obwohl der türkische Aktienmarkt in den vergangenen Monaten eine Outperformance erzielt und gemessen am MSCI Turkey Index im Jahresvergleich um 19 Prozent hinzugewonnen habe, hält Sarp türkische Aktien weiterhin für attraktiv bewertet. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liege derzeit bei 9,5, verglichen mit 12,5 für den breiteren MSCI Emerging Market Index. (Stand: 17. November 2014) Im Finanzsektor seien aktuell vor allem Banken wie Isbank und Vakifbank attraktiv, die von sinkenden Zinssätzen profitieren können und nur geringe Probleme bei der Kreditqualität aufwiesen.

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