Das Comeback der Schwellenländer

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Interview mit Christian Gaier, Senior Fondsmanager für Staatsanleihen von Schwellenländern

Aktien- und Anleihenfonds der Schwellenländer waren in den vergangenen Jahren von den globalen Unsicherheiten besonders betroffen. Kriege und Konfliktherde in der Region, die stark gefallenen Rohstoffpreise, insbesondere Ölpreis, und die Ängste vor einer Zinswende in den USA, veranlassten viele Investoren ihr Kapital abzuziehen und in sichereren Häfen zu „parken“. Nun mehren sich die Anzeichen, dass die Investoren zurückkehren.

Christian Gaier, Senior Fondsmanager für Staatsanleihen von Schwellenländern

Christian Gaier, Senior Fondsmanager für Staatsanleihen von Schwellenländern

 

Worin liegt bei diesem Fonds der Fokus?
Der ESPA BOND LOCAL EMERGING erwirbt vorrangig Staatsanleihen aus Schwellenländern in Lokalwährung. Zum Beispiel sind das indonesische Staatsanleihen in indonesischer Rupiah oder brasilianische Staatsanleihen in Brasilianischen Real. Zu finden sind auch in ungarischen Forint emittierte ungarische Staatsanleihen. Der Fonds hält mehr als einhundert verschiedene Anleihen von Schwellenländer-Emittenten aus aller Welt. Die Wertentwicklung des Fonds setzt sich aus einer Zinskomponente (Lokalwährungsanleihe) und einer Währungskomponente (Veränderung der Lokalwährung gegenüber dem Wert des Euro) zusammen.

 

 

 

Vergleich Anleiherenditen ausgewählter Emittentenländer in Lokalwährung

Quelle: JP Morgan; Daten per 30.6.2016; die Grafik zeigt die Renditeniveaus vor Berücksichtigung von Kosten und Steuern; Achtung: die Kennzahl „Rendite“ ist ein schlechter Schätzer für die zukünftige Wertentwicklung dieses Fonds, da zusätzlich zur Zinsentwicklung auch die Entwicklung der Lokalwährung gegenüber dem Euro eine wesentliche Rolle bei der Wertentwicklung spielt.

Quelle: JP Morgan; Daten per 30.6.2016; die Grafik zeigt die Renditeniveaus vor Berücksichtigung von Kosten und Steuern; Achtung: die Kennzahl „Rendite“ ist ein schlechter Schätzer für die zukünftige Wertentwicklung dieses Fonds, da zusätzlich zur Zinsentwicklung auch die Entwicklung der Lokalwährung gegenüber dem Euro eine wesentliche Rolle bei der Wertentwicklung spielt.

 

Geht die Phase der unruhigen Märkte zu Ende?
Die unruhige Phase spiegelt sich an den Kapitalmärkten wider. Über die letzten fünf Jahre gab es immer wieder Jahre mit ausgeprägten Korrekturphasen, insbesondere im Jahr 2013 (-14,1%) und auch 2015 (-5,6%) gab es bei Lokalwährungsanleihen für Euro-Investoren ein deutliches Minus. Dieses Jahr hingegen entwickelten sie sich sehr erfreulich. Der Fonds legte seit Jahresbeginn in Euro gerechnet bereits um 9,6% zu *. In Summe mehren sich die Anzeichen, dass die sogenannten Schwellenländerbörsen (Emerging Markets) eine Trendwende erfahren könnten. Über fünf Jahre gerechnet liegt das Plus des Fonds bei 1,3% p.a.

Wie stark werden Schwellenländer heuer wachsen können?
Das Wirtschaftswachstum wird für heuer mit 3,5%-4,0% prognostiziert. Damit liegt es deutlich über dem Niveau entwickelter Volkswirtschaften. Die Schwellenländer befinden sich in einem langfristigen Aufhol- und Wachstumszyklus. Wir sprechen von einer Region, in der ca. 70% der Weltbevölkerung lebt, mit einer überwiegend jungen, konsumfreudigen Bevölkerung. Viele Innovationen haben ihren Ursprung in den Emerging Markets und sind als Absatzmärkte für hoch entwickelte Produkte der westlichen Welt erfüllen sie ebenfalls eine wichtige Rolle.

Aber viele AnlegerInnen machen einen Bogen um Schwellenländer?
Viele Marktteilnehmer haben sich mit Veranlagungen in Schwellenländern noch nicht oder nur wenig auseinandergesetzt – das gilt besonders für das Anleihensegment. Das ist sehr schade, da sich die Investitionsbedingungen gerade bei Staats- und Unternehmensanleihen deutlich verbessert haben.
Allein durch den zunehmenden Entwicklungsgrad der Volkswirtschaften wird die Fähigkeit zur Bedienung und Rückzahlung der aufgenommenen Verbindlichkeiten gesteigert. Trotz dieser Verbesserungen befinden sich die Risiko-Aufschläge auf einem vier-Jahres-Hoch. Ich führe das relativ hohe Zinsniveau primär auf lokale, länderspezifische Ereignisse zurück: Beispiele wären die Russland-Sanktionen nach der Krim-Annektierung; der Korruptionsskandal in Brasilien oder die Umschuldungsproblematik bei Argentinischen Anleihen.

 

Quelle: JP Morgan; Daten per 30.6.2016; die Grafik zeigt die Renditeniveaus vor Berücksichtigung von Kosten und Steuern; Achtung: die Kennzahl „Rendite“ ist ein schlechter Schätzer für die zukünftige Wertentwicklung dieses Fonds, da zusätzlich zur Zinsentwicklung auch die Entwicklung der Lokalwährung gegenüber dem Euro eine wesentliche Rolle bei der Wertentwicklung spielt.

Quelle: JP Morgan; Daten per 30.6.2016; die Grafik zeigt die Renditeniveaus vor Berücksichtigung von Kosten und Steuern; Achtung: die Kennzahl „Rendite“ ist ein schlechter Schätzer für die zukünftige Wertentwicklung dieses Fonds, da zusätzlich zur Zinsentwicklung auch die Entwicklung der Lokalwährung gegenüber dem Euro eine wesentliche Rolle bei der Wertentwicklung spielt.

 

Was spricht derzeit für Lokalwährungsanleihen?
Die durchschnittliche Rendite der im ESPA BOND LOCAL EMERGING gehaltenen Wertpapiere liegt bei ca. 6% (siehe obige Grafik) **. Die Wertentwicklung für den Euro-Investor ist allerdings keine Einbahnstraße. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass man als Anleger mit hohen Schwankungen rechnen muss. Auf mittlere bis längere Sicht sollte man für das eingegangene Risiko entschädigt werden. Ich gehe davon aus, dass auf die nächsten drei bis fünf Jahre gesehen im Durchschnitt eine Wertentwicklung von ca. 5% p. a. (vor Kosten und Steuern) möglich ist. Das ist im derzeitigen Nullzinsumfeld sehr attraktiv.

Danke für das Gespräch.

 

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HIER GEHT ES ZUM Web-Factsheet des ESPA BOND LOCAL EMERGING:
http://www.erste-am.at/de/private_anleger/unsere-fonds/suche/1-107701/overview

Vorteile für den Anleger:

  • Breite Risikostreuung durch die Auswahl von Anleihen verschiedenster Schwellenländer.
  • Langfristig hohe Ertragschancen.
  • Chance auf jährliche hohe Ausschüttungen.

Zu beachtende Risiken:

  • Emerging Markets unterliegen traditionell hohen Schwankungen, mittlere bis hohe Kursschwankungen sind daher möglich.
  • Erhöhtes Risiko durch Beimischung von Emittenten mit mittlerer bis geringer Schuldnerbonität.
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteil durch Wechselkursänderungen belastet werden.
  • Aufgrund der Anlage in Fremdwährungen kann der Fondsanteil durch Wechselkursänderungen belastet werden.
*) Daten per 30.6.2016; die Berechnung der Wertentwicklung erfolgt lt. OeKB Methode. In der Wertentwicklung ist die Verwaltungsgebühr berücksichtigt. Der bei Kauf anfallende einmalige Ausgabeaufschlag in Höhe von bis zu 3,50 % und andere ertragsmindernde Kosten wie individuelle Konto- und Depotgebühren sind in der Darstellung nicht berücksichtigt. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Fonds zu.
**) Anmerkung: Die Fondskennzahl „Rendite“ entspricht der durchschnittlichen Wertpapierrendite der im Fonds gehaltenen Wertpapiere vor Abzug von Kosten für die Verwaltung des Fonds und sonstigen Aufwendungen im Fonds; bitte beachten Sie, dass diese Rendite-Kennzahl nicht der Fondsperformance entspricht. Die Kennzahl „Rendite“ ist ein schlechter Schätzer für die zukünftige Wertentwicklung dieses Fonds, da zusätzlich zur Zinsentwicklung auch die Entwicklung der Lokalwährung gegenüber dem Euro eine wesentliche Rolle bei der Wertentwicklung spielt. Die Performanceübersicht (Wertentwicklung) der angeführten Fonds finden Sie unter http://www.erste-am.at/de/private_anleger/unsere-fonds/suche/1-107701/overview

 

Über den Interviewpartner:
Christian Gaier ist Senior Fondsmanager und Spezialist für Lokalwährungen im Bereich globale Schwellenländer-Anleihen. Seit 2006 ist er im ERSTE-SPARINVEST Fixed Income Team. Christian Gaier begann seine Karriere bei Generali Insurance Group. Er erhielt sein Betriebswirtschaftsdiplom von der WU Wien mit den Schwerpunkten Finanzierung, Risikomanagement und Informationswirtschaft.

 

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