Wie viel BIO gibt’s am Weinberg?

Wie viel BIO gibt’s am Weinberg?
Wie viel BIO gibt’s am Weinberg?
Kym Ellis via Unsplash
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BIO-Wein ist derzeit in aller Munde – wortwörtlich. Der Wein wird als besser für die Umwelt beworben, denn der schonende Umgang mit der Natur sichert den Lebensraum für eine Vielfalt an Organismen. Durch die ganzjährige Begrünung, die in der biologischen Landwirtschaft üblich ist, sowie durch den Humusaufbau, können auch große Mengen an CO2 gebunden werden. Nach diesen Informationen von BIO-AUSTRIA tut man also mit jeder Flasche BIO-Wein auch der Umwelt etwas Gutes. Österreich liegt bei der BIO-Landwirtschaft außerdem im europäischen Spitzenfeld.

Wien: Doppelt so viele BIO-Weingärten wie in Niederösterreich

Nach Erhebungen des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus ist der Anteil der biologischen Landwirtschaft in Österreich in den letzten zehn Jahren um 20% gestiegen und lag 2017 bei rund 20% der Betriebe bzw. 24% der landwirtschaftlichen Fläche. Jeder 5te Betrieb ist daher ein BIO-Betrieb.

Auch die Bio-Weingartenfläche vergrößerte sich in Österreich seit 2000 stetig und erfuhr 2016 als auch 2017 ein Wachstum von jeweils 10%. Insgesamt werden rund 14% aller Weingärten in Österreich biologisch geführt. Gerade in Wien liegt der BIO-Anteil mit 23% doppelt so hoch wie in Niederösterreich und dreimal so hoch wie in der Steiermark. Gründe für dieses Wachstum ist laut Landwirtschaftskammer Wien vor allem die ebenfalls stark wachsende Regionalvermarktung, denn Direktvermarktung in Kombination mit biologischer Wirtschaftsweise stellen die sozial und ökologisch verträglichste Vermarktungsweise dar.

Kleinere Trauben, mehr Aroma

Die Idee des BIO-Weinbaus ist es, auf synthetische Pflanzenschutzmittel zu verzichten, stattdessen Nützlinge zu fördern und durch den Einsatz von Kräuter- oder Kompostextrakten die Stärke der Pflanzen zu unterstützen. Diese Maßnahmen sollen laut BIO-AUSTRIA die Vitalität der Reben und somit auch die Qualität des Weins verbessern. Durch den Einsatz von dauerhafter Begrünung entsteht außerdem eine Nährstoff- und Wasserkonkurrenz wodurch kleinere Traubenhervorgebracht und mehr Aromen ausgelaugt werden können.

Unterschiede im direkten Preisvergleich von BIO- und konventionellen Weinen ergeben sich außerdem vor allem dann, wenn Weine unterschiedlicher Qualität, Herkunft oder Sorte miteinander verglichen werden. Würden auch externe Kosten berücksichtigt werden, die durch die Belastung der Umwelt bei konventionellem Weinbau entstehen, müssten BIO-Weine eigentlich noch günstiger sein. Potentielle Folgekosten betreffen zum Beispiel Schäden durch Hochwässer, Bodenerosion oder Umweltverschmutzung. Denn belastete Böden sind nicht nur unfruchtbarer sondern auch trockener und können daher große Regenmassen nicht mehr entsprechend aufnehmen.

Kritisch wird im zertifizierten BIO-Weinbau allerdings der Einsatz von Kupfer- oder Schwefellösungen diskutiert um z.B. Mehltau zu bekämpfen. Der biodynamische Anbau wendet hier noch strengere Grenzwerte an und setzt es sich zum Ziel ausschließlich natürliche Prozesse zu fördern.

Biodynamischer Anbau am ältesten Weingut Österreichs

Der Nikolaihof in der Wachau ist das älteste Weingut Österreichs und blickt auf eine fast 2000- jährige Geschichte zurück. Am Betrieb werden die anthroposophischen Lehren von Rudolf Steiner angewendet und auf rund 22 Hektar unter strengen biodynamischen Demeter-Richtlinien Riesling und Grüner Veltliner produziert. Statt synthetischen Mitteln kommen Brennnesseljauche, Baldriantropfen oder Schachtelhalmtee zum Einsatz und Weine lagern hier bis zu 20 Jahre, da der Entwicklung des Weins möglichst viel Zeit gegeben werden soll. Denn die Idee des biodynamischen Anbaus ist es, die Natur möglichst wenig zu beeinflussen um möglichst viel Kraft und Energie in den Wein zu legen.

 

Den gesamten ESG* Letter finden Sie hier.

*ESG steht für „Environmental, Social and Governance“ – zu Deutsch: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Das sind die drei groben Kategorien, nach denen Unternehmen beim nachhaltigen Investieren geprüft werden.

 

Wichtige rechtliche Hinweise:
Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

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