Covid19 – Möglicher Impfstoff ist eine logistische Herausforderung

Covid19 – Möglicher Impfstoff ist eine logistische Herausforderung
Covid19 – Möglicher Impfstoff ist eine logistische Herausforderung
(c) unsplash
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Investoren begrüßen eine Studie für eine mögliche Impfung gegen das Corona Virus von Pfizer und BioNTech. Die Aktien von Pfizer sind daraufhin kräftig angestiegen. Die Hoffnung auf einen Impfstoff gegen das SARS-COV2 Virus wird für Oktober erwartet und unterstützt.

Selbst wenn der Impfstoff verfügbar ist, wird die Logistik der Herstellung und effektiven Verteilung eines solchen Impfstoffs auf globaler Ebene oder sogar mit großen Ländern nur selten diskutiert.

Verteilungsschlüssel von Impfstoffen in den USA

Impfstoffhersteller produzieren bereits Hunderte von Millionen Dosen

Derzeit befinden sich mehrere Impfstoffkandidaten in der so genannten Risikoproduktion. Die Impfstoffhersteller haben mit der Produktion von Hunderten von Millionen Dosen begonnen, um für den Vertrieb bereit zu sein, sobald ein Kandidat die Phase-III-Studien bestanden hat.

Während die Hersteller einen Teil der finanziellen Last tragen, falls der Kandidat scheitert, wird der größte Teil der Kosten von den Regierungen (im Falle des Impfstoffs von Oxford von den USA über die BARDA) und den NGOs (Gates Foundation) getragen. Es stellt sich auch die Frage der Verdrängung anderer Impfstoffproduktionsketten, ein Problem, das vor allem Schwellenländer betrifft.

Weltweite Verteilung eines Impfstoffs gewaltige Aufgabe

Die Verteilung eines Impfstoffs weltweit und selbst in großen Ländern ist eine gewaltige Aufgabe und erfordert eine strenge staatliche Planung und Überwachung. Die meisten entwickelten Volkswirtschaften verfügen über strategische Spielbücher für Pandemien (hier ist die 250-seitige US-Bibel zu diesem Thema), die jedoch oft mit Blick auf eine Grippepandemie geschrieben wurden. Sie regeln, wer den Impfstoff zuerst bekommt, mit dem allgemeinen Ziel, den Verlust von Menschenleben zu verhindern und die öffentliche Ordnung zu wahren.

Daher werden gefährdete Gruppen, medizinisches Personal, Polizei, Streitkräfte und die Zentralregierung zuerst geimpft. Die Verteilung an die breite Bevölkerung richtet sich dann nach der für einen solchen Einsatz vorhandenen Logistik. In den USA zum Beispiel ist das Center for Disease Control and Prevention (CDC) die einzige Institution, die die Kühlkettenlogistik und die Überwachung einer landesweiten Impfstoffverteilung übernehmen kann.

Sorge um öffentliche Akzeptanz

Während das CDC während der aktuellen Pandemie heftig für seine verpfuschte Handhabung von Tests kritisiert wurde, sollten Bedenken hinsichtlich einer ähnlichen Verhudelei bei der Impfstoffverteilung gegen die erfolgreiche Verteilung des Schweinegrippeimpfstoffs im Jahr 2009 abgewogen werden. Eine weitere Sorge ist jedoch die öffentliche Akzeptanz des Impfstoffs.

Während so genannte „Anti-Vaxxer“ einen kleinen, wenn auch lauten Anteil der Bevölkerung ausmachen, haben viele Menschen Bedenken geäußert, einen Impfstoff zu erhalten, der ihrer Meinung nach durch die Entwicklung gehetzt wurde.

In den meisten Richtlinien der Regierung wird darauf hingewiesen, dass es dringend notwendig ist, dass führende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens diesen Bedenken durch konsequente und transparente Aufklärung begegnen. Zur Veranschaulichung des Problems, mit dem zumindest die USA konfrontiert sein könnten, siehe unten:

Überwachung der Versorgungskette essenziell

Eine oft unterschätzte Aufgabe während einer großen Impfkampagne ist die Überwachung, die sicherstellt, dass die Menge an Dosen am richtigen Ort ankommt, dass die Impfstoffe nicht untätig in Verteilungszentren liegen oder auf dem Schwarzmarkt landen, dass unerwünschte Nebenwirkungen frühzeitig erkannt werden und vor allem, dass die Regierung weiß, wer geimpft worden ist.

Eine nationale Impfkampagne erfordert einen effektiven Bürokratieapparat und eine transparente Kommunikation zwischen den beteiligten Regierungsstellen. Cyberabwehr ist in dieser Phase ein oft vernachlässigter Faktor, da feindliche Akteure die Impfkampagne zu diesem Zeitpunkt mit relativ einfachen Mitteln möglicherweise ernsthaft stören könnten.

Fazit:

Die Hoffnung für einen möglichen Impfstoff im Oktober unterstützt die positive Entwicklung an den Aktienbörsen. Neben den geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen wäre ein Mittel gegen das Covid19 das richtige Medikament für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends.

 

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