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FIFA-Skandal: Sponsoren stehen in der Kritik

FIFA-Skandal: Sponsoren stehen in der Kritik
FIFA-Skandal: Sponsoren stehen in der Kritik
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Der jüngste Korruptionsskandal beim Weltfußballverband FIFA birgt vor allem große Reputationsrisiken für die Sponsoren. Viele Sponsoren stellen den Werbewert noch immer über die verantwortungsbewusste Organisation von Veranstaltungen. Verbesserungen treten nur ein, wenn Sponsoren auf neue transparente Regeln drängen.

Dominik Benedikt, Senior ESG-Analyst der Erste Asset Management

Dominik Benedikt, Senior ESG-Analyst der Erste Asset Management

Darauf weist Dominik Benedikt, Senior ESG-Analyst der Erste Asset Management hin. „Der Korruptionsskandal kann den Ruf der Sponsoren stark beschädigen“, sagt Benedikt. Erste Sponsoren hatten nach der Festnahme wichtiger Verbandsfunktionäre bereits angekündigt, ihre Sponsoring-Aktivitäten zu überdenken. Dass der Weltfußballverband sich aus eigenem Antrieb neue Regeln gibt, bezweifelt der Nachhaltigkeitsexperte. „Beim Verband wird es wohl nur dann zu Reaktionen kommen, wenn viele Geldgeber auf neue Regeln hinsichtlich Vergabetransparenz, Sponsoring-Verträgen etc. drängen“, so der Experte. „Es kann aber durchaus passieren, dass sich im Zuge der gerade erst begonnen Ermittlungen der eine oder andere Sponsor zurückzieht.“

Auch Sponsoren stehen in der Kritik

Kritik äußert der Experte aber nicht nur am Verband, sondern auch den Sponsoren selbst: „Es ist immer noch so, dass viele Sponsoren angesichts des erzielbaren Werbewerts nicht auf die verantwortungsbewusste, nachhaltige Organisation von sportlichen Großereignissen achten.“ Hier herrsche auf Seiten der Geldgeber ebenfalls Nachholbedarf. „Bei sportlichen Großereignissen entsteht oft der Eindruck, dass es Sponsoren wie Veranstaltern ganz gelegen kommt, die Verantwortung für das Event solange an andere Beteiligte auszulagern und aufzuteilen, bis am Ende keiner umfassend verantwortlich ist, aber alle einen Gewinn einstreichen“, sagt Benedikt.

Investoren treten in Dialog mit Unternehmen

Die Erste Asset Management hatte im vergangenen Jahr im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 WM-Sponsoren gefragt, welche Möglichkeiten sie sehen, große Sportveranstaltungen nachhaltiger zu gestalten. Die Reaktionen fielen unterschiedlich aus: Manche Unternehmen reagierten sofort auf die Engagement-Bestrebungen der Erste AM. Offensichtlich war diesen Unternehmen klar, dass sie mit der Weltmeisterschaft in Brasilien in Verbindung gebracht werden und dass daraus auch eine entsprechende Verantwortung folgt. Andere Unternehmen machten bei der Befragung jedoch von Anfang an deutlich, dass sie sich zu diesem Thema nicht äußern wollten. Die Erste Asset Management will die Investoren in die Pflicht nehmen: „Nachhaltig orientierte Investoren müssen in einen ausführlicheren Dialog mit den an sportlichen Großereignissen beteiligten Parteien treten“, so Benedikt. Im aktuellen Fall haben sich unter anderem Sony und Adidas bereits für eine bessere Corporate Governance beim Weltfußballverband ausgesprochen, beides Unternehmen, mit denen die Erste Asset Management bereits vor einem Jahr einen konstruktiven Dialog zu diesen Themen geführt hat.

 

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