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Hakuna Matata (Nachschlag)

Hakuna Matata (Nachschlag)
Hakuna Matata (Nachschlag)
(c) iStock
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Es war das, was man so schön als „bsoffene Gschicht“ bezeichnet. Fünf Freunde beschlossen an einem feuchtfröhlichen Abend im Jahr 1998 den Kilimandscharo zu besteigen, eine Safari zu machen und im Anschluss ein paar Tage auf Sansibar zu verbringen. Mit geringem Budget, ohne Reisebüro und viel Enthusiasmus haben wir per Fax eine Reise zusammengestellt. Die beeindruckendste meines Lebens.

Der Kilimandscharo brachte uns an unsere physischen, der Ngorongoro Krater, Lake Manyara, Rift Valley und Masai Mara an unsere kognitiven Grenzen. Nach vier Tagen Fotosafari ging nichts mehr rein. Absolute Reizüberflutung. Also beschlossen wir, unsere Strategie zu ändern. Wir wollten eine Walking Safari machen. Runter mit der Geschwindigkeit, auf ein Tempo in dem es wieder möglich war, Eindrücke aufzunehmen.

Gesagt, getan. Wir fuhren mit den Jeeps in den Busch, wurden zusammen mit unseren Führern abgesetzt und gingen los. Allerdings nicht lange. Nach ein paar Minuten wurden wir von einer Gruppe Soldaten umzingelt. Wir waren in einem militärischen Sperrgebiet. Das Konzept der Walking Safari war offensichtlich nicht sehr ausgereift. Ein Führer blieb zum Verhandeln zurück (wir mussten ihn am Abend auslösen), der Rest der Gruppe marschierte weiter. Mitten im Busch kamen wir an einem Feld von schön säuberlich gepflanzten Schnittblumen vorbei. Ein seltsamer Anblick, der von unserem Führer so begründet wurde, dass hier eine große westliche Firma mit neuen Blumensamen experimentiert. Das wäre wohl einen eigenen ESG-Letter wert.

Was das Ganze mit dem Thema Wasser zu tun hat? Nach zwei, drei Stunden kamen wir an einen kleinen Teich und jausneten. Am Ende der Jause wusch sich einer aus unserer Gruppe noch mit dem verbliebenen Wasser aus der Trinkflasche die Hände. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten war, dass das wirklich das „letzte verbliebene“ Wasser war. Es gab kein anderes mehr. Und was wir auch nicht wussten war, dass die Walking Safari noch 6 Stunden dauern würde. Wie gesagt, das Konzept war gerade erst erfunden worden.

Am Ende unseres Marsches kamen wir dann in ein kleines Dorf, dessen schon Stunden vorher angekündigte Spezialität selbst gebrautes Bananenbier war. In einer Lehmhütte saßen drei Frauen über aus Industrieplastikcontainern geschnittenen Bottichen und zerstampften mit ihren Füßen Bananen. Nachdem ich zuvor in einem „Universum“-Bericht im TV gehört hatte, dass in solchen Fällen vielfach Speichel als Gärmittel verwendet wird, habe ich als einziger auf mein Bier verzichtet. Am nächsten Tag bin ich, ebenfalls als einziger, schwer erkrankt. 14 Tage später in Wien wurde mir die Ruhr diagnostiziert.

Trotz allem war Tansania die beste Reise meines Lebens. Ich habe viel erlebt und gelernt. Sechs Stunden Fußmarsch zur heißesten Zeit des Tages ziemlich genau am Äquator ohne Wasser brennen einem ins Gedächtnis, dass man mit Wasser intelligenteres tun kann, als sich damit die Hände zu waschen. Eine, wahrscheinlich durch verschmutztes Wasser übertragene, lebensbedrohliche Krankheit durchlebt zu haben, schafft lebenslangen Respekt vor guter Infrastruktur und den Vorteilen, die sie bringt.

Für mich ist alles gut gegangen. Hakuna Matata („Es gibt keine Probleme/Schwierigkeiten“), wie man in Tansania so schön sagt. Viele Menschen leben allerdings nicht in einer solch privilegierten Gesellschaft wie ich und wohl die meisten Leser dieses ESG-Letters. Genau deshalb ist es wichtig, dass wir uns nachhaltig für Wasser, die Basis allen Lebens, engagieren.

[Gerold Permoser]

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