„Wer auf Elektromobilität setzt ist gut beraten“

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Jörg Salomon, Vice President im Geschäftsbereich E-Mobilität von Deutsche Post DHL Group

Interview mit Jörg Salomon, Deutsche Post DHL Group

Die Deutsche Post DHL Group hat 2016 ihr eigenes Elektroauto, den Streetscooter, vorgestellt. Vor kurzem wurde beschlossen die Kapazitäten zur Produktion von Elektrofahrzeugen bis 2018 von 10.000 auf 20.000 verdoppelt. Grund ist die starke Nachfrage. Jörg Salomon ist Vice President im Geschäftsbereich E-Mobilität von Deutsche Post DHL Group und gewährt einen Einblick in die Hintergründe, die zum Bau eines eigenen Elektrofahrzeugs beigetragen haben und was für die Zukunft geplant ist.

Sehr geehrter Herr Salomon, wenn wir Sie vor 5 Jahren gefragt hätten, ob die Deutsche Post DHL Group in die Produktion von Elektroautos einsteigen wird, was hätten Sie uns zur Antwort gegeben?

Salomon: Da wir bereits Ende 2011 mit der Entwicklung des StreetScooter-Elektrofahrzeugs begonnen haben, hätte ich wahrscheinlich gesagt: Ja, denn wir brauchen dringend Elektrofahrzeuge, um eine klimafreundliche und leisere Brief- und Paketzustellung dauerhaft sicherstellen zu können.
Dass wir dann aber wenige Jahre später aus eigener Kraft die größte E-Flotte im Nutzfahrzeugbereich aufgebaut haben würden, das hätten wir vor fünf Jahren sicherlich nicht gedacht.

Was führte letztlich zu dem Entschluss, den Elektrotransporter selbst zu produzieren und welche Vorgaben stellten Sie dabei an die Techniker?

Salomon: Wir sind Betreiber einer der größten Fahrzeugflotten in Deutschland und uns war frühzeitig klar: Unsere Fahrzeuge müssen nicht nur den wirtschaftlichen Herausforderungen und den harten Belastungen des Postalltags gewachsen sein, sondern auch mehr und mehr emissionsfrei. Aber genau solche Fahrzeuge gab es nicht auf dem Markt. Deshalb haben wir uns 2011 dazu entschieden, ein eigenes Fahrzeug zu konzipieren und zu entwickeln. Gemeinsam mit der Firma StreetScooter, die wir 2014 übernommen haben, ist uns das in Rekordzeit gelungen: Nach nur drei Jahren war unser maßgeschneidertes Elektroauto marktreif – schnell und günstig! Mittlerweile sind bei uns schon rund 3.500 dieser Fahrzeuge im Einsatz.

Haben ökologische oder ökonomische Aspekte bei der Entscheidung, eine schrittweise Umstellung der Fahrzeugflotte auf einen elektrischen Antrieb vorzunehmen, überwogen?

Salomon: Beide Aspekte sind gleichermaßen wichtig. Zum einen können wir mit unseren Elektrofahrzeugen eine klimafreundliche und leisere Zustellung – im Interesse unserer Kunden – gewährleisten. Zum anderen sind die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership) vergleichbar mit denen konventioneller Fahrzeuge. Und wenn man die Diskussion um Einfahrverbote für Dieselfahrzeuge in deutschen Innenstädten verfolgt, lässt sich feststellen, dass wir auch aus dieser Sicht gut beraten sind, auf Elektromobilität zu setzen.

Woher beziehen Sie die Batterien und wie haben Sie vor mit diesen umzugehen, sobald deren Leistungsfähigkeit nicht mehr ausreicht?

Salomon: Die Batterien für den StreetScooter werden in Deutschland gefertigt. Anhand der Zyklenfestigkeit der Zellen ergibt sich im Posteinsatz eine erwartete Lebensdauer von mindestens acht Jahren. Über unser Batteriemanagementsystem stellen wir sicher, dass eine lebensdaueroptimierte Aufladung und Nutzung der Akkus erfolgt. Danach sind die Batterien in der Regel aber nicht defekt, sondern haben nicht mehr genügend Kapazität für den mobilen Einsatz. Sie können dann als stationäre Speicher eingesetzt werden, beispielsweise als Puffer für Solarenergie.

Wie viele Bestellungen haben Sie für den Elektrotransporter bisher durch externe Firmen erhalten oder wird vorrangig für den eigenen Bedarf produziert? Mit welchen Entwicklungen rechnen Sie hier in den nächsten Jahren? Ist auf längere Sicht ein Spin-Off der Elektroauto-Sparte geplant?

Salomon: Wir haben eine sehr hohe Kundennachfrage nach dem StreetScooter, beispielsweise von Kommunen, Handwerksbetrieben oder auch Industrieunternehmen. Zahlen nennen wir keine. Nur so viel: Aufgrund dieser hohen Nachfrage und unseres eigenen Bedarfs werden wir im zweiten Quartal 2018 ein zweites Werk (in Düren) in Betrieb nehmen. Dann werden wir bis zu 20.000 Fahrzeuge pro Jahr bauen können.

Wird der Elektrotransporter zukünftig ohne Fahrer auskommen? Wie sehen Sie als Logistikkonzern das Potential von autonomen Fahren?

Salomon: Die technologischen Entwicklungen in der autonomen Logistik werden im Transport und in der Zustellung viele Optionen bieten. So möchten wir z. B. testen, inwieweit wir autonom fahrende Fahrzeuge zum Umsetzen von Wechselbrücken1 in unseren Paketzentren einsetzen können, um Unfälle zu vermeiden. Auch StreetScooter, die dem Zusteller auf seiner Zustelltour folgen und ihm so die Arbeit erleichtern, möchten wir verstärkt testen.
Insgesamt geht es uns darum, durch diese Technologie unsere Mitarbeiter zu entlasten und sie zu unterstützen. Auch wenn viele Szenarien im öffentlichen Raum vorerst rechtlich nicht umsetzbar sein werden, möchten wir grundsätzlich bei allen Innovationen unserer Branche immer von Anfang an ein wesentlicher Treiber sein, um sie mit Blick auf alle Beteiligten verantwortlich begleiten und in eine zielführende Richtung steuern zu können. Denn unsere Mitarbeiter sind unverzichtbar: technische Geräte können weder lesen, noch schreiben, oder Briefe in hausindividuelle Briefkästen stecken.

Ein weiteres interessantes Zukunftsthema ist der Einsatz von Drohnen bei der Paketzustellung. Wie realistisch sehen Sie den Einsatz von Drohnen in den nächsten 5 Jahren? Werden wir auch in diesem Bereich ein eigenes Produkt der Deutschen Post sehen?

DHL Packstation & Paketkopter 3.0, Quelle: dpdhl.com

Salomon: Da dies nicht mein Fachgebiet ist, nur so viel: Wir waren die ersten, die bereits 2013 eine Lizenz für einen autonomen, gewerblichen und nicht militärischen Paketkopterflug hatten. Seitdem haben wir die Technologie sowie das Einsatzgebiet kontinuierlich weiterentwickelt. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit dem DHL Paketkopter einen ganz konkreten Mehrwert in der Logistik schaffen können. Das kann die medizinische Notfallversorgung sein oder auch die Belieferung von Regionen mit einer geografisch anspruchsvollen Lage wie etwa eine Insel oder eine Bergregion. Mit dem Paketkopter bieten wir den Menschen in solchen Regionen einen neuen Zugang zu einem flexiblen und vor allem schnellen Versand und Empfang von Waren.

Sicherlich ist es nach aktuellem Stand noch ein wenig zu früh, um die Rolle von Paketkoptern oder anderen Transportdrohnen für die Logistik in der Zukunft mit Sicherheit abzuschätzen. Es ist noch eine Menge an technischer Weiterentwicklungsarbeit notwendig. Vor allem die zuständigen Behörden müssen Einigkeit über die regulatorische Einbindung von Drohnen in die bestehende
Luftverkehrsordnung erreichen.

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