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Markt-Update: Zwischen Zuversicht und Umsicht 

Vor 2 Stunden aktualisiert

Markt-Update: Zwischen Zuversicht und Umsicht 
(c) iStock
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In der Ruhe liegt die Kraft – ein oft zitierter Leitsatz, der Anleger:innen im vergangenen Jahr einiges abverlangt hat. 2025 war geprägt von politischen Überraschungen, geopolitischen Spannungen, intensiven Diskussionen rund um Künstliche Intelligenz und spürbaren Marktschwankungen. Dennoch zeigte sich einmal mehr: Unternehmen und Konsument:innen ließen sich von diesem „Lärm“ kaum beeindrucken, und die Wirtschaft erwies sich als erstaunlich widerstandsfähig. 

Trotz der vielen Unsicherheiten blicken wir auf ein insgesamt gutes Anlagejahr zurück. Die Aktienmärkte verzeichneten teils zweistellige Zuwächse, Anleihen entwickelten sich überwiegend positiv und Gold erwies sich als stabiler Werttreiber. Vor diesem Hintergrund richtet sich der Blick nun nach vorne – auf die Frage, wie tragfähig diese Entwicklung im Jahr 2026 sein wird. 

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass eine Veranlagung in Wertpapiere neben Chancen auch Risiken beinhaltet.

Aktienmärkte: Hohe Kurse, getragen von soliden Fundamentaldaten 

Die Ausgangslage zu Jahresbeginn erinnert in vielerlei Hinsicht an das Vorjahr. Nach mehreren sehr erfolgreichen Börsenjahren ist eine gewisse Zurückhaltung verständlich – vor allem, da viele große Aktienindizes nahe an ihren Allzeithochs notieren. Nach starken Kursanstiegen sinkt naturgemäß das kurzfristige Kurspotenzial. Umso wichtiger ist der Blick auf die Fundamentaldaten

Die Kursgewinne der vergangenen Jahre wurden vor allem durch eine robuste Gewinnentwicklung der Unternehmen getragen. Zwar sind die Bewertungen erhöht, sie liegen jedoch nicht wesentlich über dem Niveau des Vorjahres. Solange die Unternehmensgewinne weiter wachsen, bleibt das Umfeld für Aktien insgesamt positiv. 

Hinweis: Beachten Sie, dass Investitionen Marktschwankungen unterliegen können. Prognosen sowie die Entwicklung in der Vergangenheit sind keine zuverlässigen Indikatoren für künftige Wertentwicklungen.

US-Aktienmärkte werden mehrheitlich von der Gewinnentwicklung getragen

Aktienmarkt USA und rollierender Gewinn je Aktie von US-Unternehmen in den vergangenen 13 Jahren; Quelle: Bloomberg, Daten per 01.01.2026

Für 2026 wird global ein Gewinnwachstum von knapp 10 % erwartet. Bei stabilen Bewertungen würde dies auch ein entsprechendes Kurspotenzial bedeuten. Angesichts einer soliden Konjunktur und eines moderaten Zinsumfelds erscheint dieses Szenario grundsätzlich erreichbar. 

Konjunktur und Geldpolitik sollten Rückenwind geben 

Trotz zahlreicher Unsicherheiten wuchs die Weltwirtschaft 2025 stärker als vielfach erwartet – um rund 3 %. Auch für 2026 gehen Prognosen von einem ähnlichen Wachstumstempo aus. Unterstützt wird dies durch umfangreiche Fiskalprogramme in vielen Ländern sowie durch ein geldpolitisches Umfeld, das insgesamt weniger restriktiv geworden ist. 

Die großen Notenbanken haben den Höhepunkt der Zinserhöhungen hinter sich. In Europa dürfte der Zinssenkungszyklus weitgehend abgeschlossen sein, während die US-Notenbank vor dem Balanceakt steht, einen nachlassenden Arbeitsmarkt und eine noch erhöhte Inflation in Einklang zu bringen. Insgesamt bleiben die Zinsen wohl auf einem Niveau, das wirtschaftliches Wachstum nicht wesentlich bremst – ein wichtiger Stabilitätsfaktor für die Kapitalmärkte. 

Neben den USA planen auch Deutschland, Japan und China gezielte Investitionsprogramme. Besonders das deutsche Paket – das größte seit der Wiedervereinigung – könnte helfen, die wirtschaftliche Dynamik in Europa wieder zu stärken. In einem geopolitisch angespannten Umfeld wäre eine stärkere europäische Wirtschaft von großer Bedeutung. 

Politische Risiken bleiben – die Unsicherheit nimmt ab 

Gleichzeitig sollte man nicht davon ausgehen, dass sich die aktuellen Krisenherde rasch auflösen. Auch 2026 dürfte von politischen Spannungen und „Nebengeräuschen“ begleitet werden. 

Donald Trump wird dabei weiterhin ein dominierender Faktor bleiben. Dennoch mehren sich die Anzeichen, dass der Höhepunkt der handelspolitischen Eskalationen bereits überschritten sein könnte. Mit Blick auf die US-Zwischenwahlen steigt der politische Druck, die wirtschaftliche Stabilität nicht zu gefährden. Sinkende Zustimmungswerte erhöhen zudem die Chancen der Demokraten, bei den Midterms Boden gutzumachen. 

Vor diesem Hintergrund ist auch die zeitlich begrenzte Einigung im Handelskonflikt mit China zu sehen. Handelsdrohungen werden zwar auch künftig Teil der politischen Rhetorik bleiben, das Ausmaß der Unsicherheit dürfte jedoch geringer sein – ein positives Signal für die globale Konjunktur. 

Der Höhepunkt der handelspolitischen Unsicherheit scheint hinter uns zu liegen 

Entwicklung seit Januar 2021; Quelle: Bloomberg, Daten per 01.01.2026 

Künstliche Intelligenz bleibt ein zentraler Wachstumstreiber 

Künstliche Intelligenz hat sich im vergangenen Jahr endgültig als strukturelles Zukunftsthema etabliert. Die Investitionen großer Technologieunternehmen erreichen neue Dimensionen und fließen längst nicht mehr nur in Chips, sondern auch in Energieversorgung, Rechenzentren und andere Teile der realen Infrastruktur. 

Bereits 2025 leisteten KI-Investitionen einen wesentlichen Beitrag zum US-Wirtschaftswachstum – dieser Effekt dürfte sich 2026 weiter verstärken. Schätzungen zufolge investieren große US-Tech-Unternehmen im kommenden Jahr bis zu 2 % der amerikanischen Wirtschaftsleistung in den Ausbau der KI-Infrastruktur. Kurzfristige Übertreibungen oder Enttäuschungen einzelner Unternehmen sind dabei nicht auszuschließen. Langfristig bleibt KI jedoch ein wichtiger Treiber von Produktivität und Wachstum. 

Positionierung: Robust, ausgewogen und chancenorientiert 

In der Vermögensverwaltung setzen wir auch im neuen Jahr auf eine robuste und breit diversifizierte Strategie. Aktien bleiben neutral gewichtet und bilden das zentrale Element des Portfolios. Wir setzen in diesem Zusammenhang weiterhin auf hochwertige Qualitätsaktien und ergänzen diese um bewährte Themen wie Dividenden oder aber auch europäische Aktien.  

Auf der Anleiheseite agieren wir bewusst konservativ mit einem Schwerpunkt auf europäischen Staatsanleihen sowie soliden Unternehmensanleihen. Ergänzend halten wir an der Beimischung von Schwellenländeranleihen fest. Gold bleibt als strategischer Anker im Portfolio verankert und dient als Absicherung gegen geopolitische und inflationsbedingte Risiken.  

Unser Anspruch bleibt unverändert: Portfolios so aufzustellen, dass sie auch in einem weiterhin „lauten“ Marktumfeld stabil bleiben – ohne dabei die vorhandenen Ertragschancen aus dem Blick zu verlieren. 

 

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