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Nachhaltiges Investieren 2026: Von Orange zurück zu Grün?

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Nachhaltiges Investieren 2026: Von Orange zurück zu Grün?

ESG – der neue Lord Voldemort

Nachhaltiges Investieren erfuhr im Jahr 2025 seine Reifeprüfung – der politische Rückenwind, der sich in Europa schon zuvor aufgrund der komplexen Regulierung zeitweise wie ein Seitenwind anfühlte, drehte sich in starken Gegenwind. Während im Alltag weiterhin bei Konsumentscheidungen erfolgreich mit Nachhaltigkeit geworben wird, ist die im Veranlagungsbereich übliche Abkürzung ESG (für die Berücksichtigung von Environment-, Social- und Governance-Aspekten in der Veranlagung) vielerorts zum No-Go-Wort geworden. Vergleichbar mit Lord Voldemort, den sich nur ganz Mutige, wie Harry Potter, noch direkt beim Namen nennen trauen. 

Orange the World – abseits der wichtigen UN-Kampagne

Die weltweite UN-Kampagne „Orange the World“ hat das wichtige Ziel, auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen, und legte 2025 den Schwerpunkt auf Gewalt in der Öffentlichkeit, am Arbeitsplatz und im digitalen Raum. Während dieses Thema nicht ausreichend Aufmerksamkeit bekommen kann, erlebte die Signalfarbe Orange leider in anderen Bereichen eine noch größere Aufmerksamkeit: Orange ist seit 2025 nicht nur das Staatsoberhaupt der USA, sondern es färbten sich im letzten Jahr über 200 Flüsse in Alaska orange, ausgelöst durch die voranschreitende Erderhitzung und damit das Auftauen des Permafrosts. Ein Signal für das Ende nachhaltiger Veranlagungen?

Was ist eigentlich nachhaltiges Investieren?


Nachhaltiges Investieren wird leider oft falsch verstanden – sowohl von manchen NGOs als auch von Politiker:innen in den USA. So wie wir es in der Erste Asset Management seit jeher (genau genommen seit 2001 mit der Auflage unserer ersten Umweltfonds) leben, gibt es zwei Ebenen nachhaltigen Investierens:

1. Portfolioebene


Je nach Ausrichtung des Fonds – themenspezifisch mit beispielsweise einem Fokus auf Erneuerbare Energien oder globale Ausrichtung ohne Branchenfokus – werden zusätzlich zu jenen Informationen, die nicht-nachhaltigen Fondsmanager:innen zur Verfügung stehen, auch Informationen zur Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells einbezogen und Unternehmen diesbezüglich im Vergleich zu ihren Konkurrenten bewertet.

Zusätzlich müssen Ausschlusskriterien sowohl hinsichtlich Geschäftspraktiken (bspw. keine Kinderarbeit, keine Zwangsarbeit usw.) als auch Geschäftstätigkeiten (bspw. kein Tabak, kein Glücksspiel, keine Rüstungsproduktion usw.) eingehalten werden (Details finden Sie bei unserenAusschlusskriterien).

Während durch den Fokus auf die Branchenbesten die zukunftsfittesten Unternehmen ausgewählt werden sollen, haben Ausschlüsse das Ziel, Investmentfelder von vornherein auszuschließen, in die ich als Investor:in nicht involviert sein möchte.

2. Impactebene


Wenn viele Investor:innen diesem Beispiel folgen, entstehen große Kapitalflüsse, die jene Unternehmen unter Druck für Veränderung setzen, die diesbezüglich zu den Nachzüglern zählen. Das Problem ist allerdings, dass die nachhaltige Beurteilung individuell durch Fondsgesellschaften und Anleger:innen erfolgt und allein aus Kapitalflüssen das Management der Unternehmen noch keine Handlungsempfehlung ablesen kann.

Hier kommt die (leider oft geheime) Superkraft von Investor:innen zum Einsatz: die Ausübung von Stimmrechten bei der Hauptversammlung der Unternehmen sowie der direkte Dialog mit dem Management der Unternehmen.

Während US-Anbieter unter politischem Druck ihre Unterstützung von nachhaltigen Aktionärsanträgen massiv reduzierten, erhöhten wir in der Erste AM unsere Kapazitäten, um positive Veränderung zu erzielen. So können unsere Investor:innen nicht nur Kapital anlegen, sondern auch Verantwortung übernehmen und echte Wirkung erzielen – mehr dazu auf im Nachhaltigkeitsbereich auf unserer Website.

Ausblick 2026:
Orange vermischt mit Blau und Gelb ergibt Grün!

Wer sich an die ersten Erfahrungen mit Wasserfarben zurückerinnert, weiß, dass Orange vermischt mit Gelb und Blau als Resultat Grün liefert. Das beschreibt sehr gut jene Hauptthemen, die 2026 eine besonders große Rolle für zukunftsorientierte Investor:innen spielen werden:

Gelb wie die Sonne

Das renommierte Science Magazin feierte in seiner Dezemberausgabe den weltweiten Durchbruch der Solarenergie. Keine andere Energiequelle kann es mittlerweile hinsichtlich Kosten und Dauer der Installation – selbst unter Einbeziehung von Batteriekosten – mit Wind und Solarenergie aufnehmen. Während die letzten Jahrzehnte dank massiver Effizienzsteigerungen bei Beleuchtung, Heizung und Kühlung durch stagnierenden Energiebedarf geprägt waren, ist in den nächsten Jahren mit einem massiven Anstieg des Energiebedarfs durch die Elektrifizierung des Verkehrs (E-Auto) und der Gebäude (Wärmepumpe), aber auch durch Datencenter (Künstliche Intelligenz – KI) zu rechnen. 2026 wird sich Donald Trump deshalb entweder für eine Fortsetzung seines Feldzugs gegen Erneuerbare Technologien mit der Gefahr einer weiter anziehenden Inflation aus höheren Energiepreisen und damit verbunden einer Niederlage bei den Midterm-Wahlen im November entscheiden oder zu einem drastischen Kurswechsel. Anders als bei KI waren wir 2025 trotz starker Performance bei Erneuerbaren Energien von einer Euphorie auf dem Kapitalmarkt noch weit entfernt, was uns besonders positiv für 2026 stimmt.

Hinweis: Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Wertentwicklungen. Investitionen in Wertpapiere bergen neben Chancen auch Risiken.

Blau wie das Wasser

Während wir in Europa das Thema Wasserverknappung bisher aus Fernsehberichten von andere Kontinenten kannten, wird es durch die Erderhitzung und den Anstieg von Extremwetterereignissen (auf Dürre folgt Starkregen, der vom Boden nicht aufgenommen werden kann) zunehmend auch bei uns spürbar. Das hat finanzielle Implikationen für Unternehmen – es gibt kein Geschäftsmodell, das direkt oder indirekt ohne Wasser auskommt. Wasserverknappung kann sowohl zu höheren Kosten als auch zu einer kompletten Stilllegung der Produktionsstätte bzw. des Transports führen. Aus diesem Grund veröffentlichen wir jährlich zum Weltwassertag den Wasserfußabdruck der in unseren nachhaltigen Fonds investierten Unternehmen und berücksichtigen diesen in der Portfolioallokation.

Aus der Raupe wird ein Schmetterling


Das stille Verpuppen der Raupe vor ihrer Transformation in den Schmetterling beschreibt recht gut das Umfeld nachhaltigen Investierens 2025 und den positiven Ausblick auf 2026. Wer weiterhin Nachhaltigkeitsrisiken dort adressiert, wo sie die Wertschöpfung treffen – Energieknappheit, Wasserstress, Biodiversitätsverlust, Reputations- und Regulierungsrisiken, handelt zukunftsfit und braucht sich auch 2026 weder vor ESG noch Lord Voldemort fürchten.

 

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