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Nach starkem IPO-Jahr könnten heuer noch mehr Börsengänge kommen

Vor 2 Stunden aktualisiert

Nach starkem IPO-Jahr könnten heuer noch mehr Börsengänge kommen
(c) AdobeStock
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Nach einem Aufschwung bei den Börsengängen (IPOs) im Jahr 2025 erwarten Expert:innen für heuer ein weiteres Anziehen der IPO-Volumina und, dass noch mehr neue Firmen an die Börse gehen. Für 2025 zählte die Beratungsfirma EY weltweit 1.293 IPOs, die den Unternehmen gut 171 Mrd. Dollar einspielten – 39 Prozent mehr als im Vorjahr. Einer Auswertung des Anbieters Dealogic zufolge wurden 2025 allein in den USA bei IPOs insgesamt gut 46 Mrd. Dollar eingenommen, der höchste Wert seit dem Boomjahr 2021.

Am stärksten entwickelte sich das IPO-Volumen EY zufolge im asiatischen Raum, und hier vor allem in China. Viele Börsengänge gab es im abgelaufenen Jahr aus den Branchen Energie, Finanzdienstleistungen, Technologie und hier vor allem Cloud-Services, Rüstung und Gesundheit.

Hinweis: Die in diesem Beitrag angeführten Unternehmen sind beispielhaft ausgewählt worden und stellen keine Anlageempfehlung dar.

Medline lieferte 2025 den größten Börsengang

Den weltweit größten Börsengang hat 2025 der Medizinbedarfsanbieter Medline abgeliefert. Das IPO hat dem derzeit mit über 60 Mrd. Dollar bewerteten Unternehmen 6 Mrd. Dollar in die Kassen gespült. Der Börsengang war damit der größte in den USA seit jenem des Elektroautobauers Rivian im Jahr 2021. Auch in Europa gab es einen erfolgreichen Börsengang in der Branche. Der weltgrößte Prothesenhersteller Ottobock aus Deutschland hat bei seinem IPO gut 800 Mio. Euro eingenommen. Die Aktien der beiden Firmen waren gut nachgefragt und konnten beide zum Handelsstart deutlich zulegen.

Zu den größten IPOs des abgelaufenen Jahres zählte auch das Börsendebüt des US-Cloudanbieters CoreWeave mit einem Emissionsvolumen von gut 1,5 Mrd. Dollar. Coreweave spezialisiert sich auf den Bau und Betrieb von KI-Rechenzentren und bekommt dadurch Rückenwind durch den KI-Boom und der damit rasant wachsenden Nachfrage nach Rechenleistung in der Cloud.

Ein weiterer großer Börsengang kam aus der Schweiz. Der Hersteller von Alarmanlagen und Anbieter von Sicherheitsdienstleistungen Verisure hat bei seinem IPO in Stockholm gut 3 Mrd. Euro eingenommen. Das Angebot war mehrfach überzeichnet. Die Börse Stockholm – ein Unternehmen der Nasdaq-Gruppe – etablierte sich zuletzt als beliebter Börsenplatz für IPOs von Startups und etablierten Unternehmen.

Die schwedische Klarna – ein weiterer IPO-Star 2025 – wählte für ihren Börsengang allerdings die New Yorker Börse. Das Fintech-Unternehmen ist bekannt als Anbieter von Ratenzahlungen bei Einkäufen im Internet. Auch der Klarna-Börsengang war ein Erfolg, die Nachfrage nach Aktien lag deutlich über dem Angebot.

Das gute Umfeld für IPOs hat zuletzt auch Rüstungskonzerne auf das Börsenparkett gelockt. Im Oktober ist Deutschlands größter Marineschiffbauer TKMS mit einem deutlichen Kursanstieg an der Börse gestartet. Der Unternehmenswert von TKMS überschritt beim Börsengang sogar jenen des Mutterkonzerns Thyssenkrupp. Zu Beginn des angelaufenen Jahres hat die tschechische Rüstungsfirma CSG einen fulminanten Börsenstart hingelegt. Die Aktien des Herstellers von Militärfahrzeugen und Munition feierten in Amsterdam ein erfolgreiches Börsendebüt, der erste Kurs lag 28 Prozent über dem Ausgabepreis.

Auch aus Österreich kam im angelaufenen Jahr ein Börsengang. Der Kupferspezialist Asta Energy Solutions, der dem österreichischen Industriellen Michael Tojner gehört, ist bei seinem Debüt an der Frankfurter Börse mit deutlichen Kursgewinnen gestartet.

Stand der Daten: 9.2.2026

Indikatoren lassen auf weiteren Anstieg der Börsengänge hoffen

Mehrere Expert:innen rechnen für heuer mit einer Fortsetzung des IPO-Wachstums. Die US-Investmentbank Goldman Sachs prophezeit für 2026 eine Vervierfachung des US-Emissionsvolumens auf einen Rekordwert von 160 Mrd. Dollar. Die US-Techologiebörse Nasdaq erwartet, dass vor allem mehrere große Startups in den kommenden Monaten an die US-Kapitalmärkte streben werden. Bei Betrachtung des IPO-Puls-Index, dem Frühindikator, „deuten viele der Schlüsselkennzahlen in die richtige Richtung“, sagte Jeff Thomas von der Nasdaq im Dezember der Nachrichtenagentur Reuters.

Dazu zählten sinkende Zinsen, hohe Firmenbewertungen sowie eine verbesserte Stimmung bei Anleger:innen und Verbraucher:innen. Die Prognose deutet auf eine mögliche Erholung des Marktvertrauens für Neuemissionen hin, da sowohl Unternehmen als auch Investor:innen die jüngste Marktvolatilität abgehakt haben, die durch die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump und die wirtschaftliche Unsicherheit verursacht wurde. „Wir haben also eine sehr klare Vorstellung von einem schnellen Start ins Jahr und sind sehr optimistisch, was wir in der zweiten Jahreshälfte sehen könnten“, so Thomas.

SpaceX und OpenAI gelten als Kandidaten für baldigen Börsengang

Zu den großen Namen, die 2026 an die US-Kapitalmärkte gehen dürften, gehören die US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Besonders im Fokus steht das Raumfahrtunternehmen SpaceX von Tesla-Gründer Elon Musk. Angepeilt wird eine Bewertung von rund 1,5 Billionen Dollar – der IPO von SpaceX könnte Einschätzungen zufolge den bisher größten der Geschichte (bisher Saudi Aramco im Jahr 2019) übertreffen.

Elon Musk peilt mit seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX 2026 einen Börsengang an. Bildquelle: APA-Images / REUTERS / DADO RUVIC

Auch die KI-Firmen OpenAI und Anthropic gelten als heiße Kandidaten für einen baldigen Börsengang. Bei ersteren wird eine Börsenbewertung von bis zu 800 Milliarden US-Dollar angestrebt. Mit den erwarteten IPOs steht laut Erste Asset Management Tech-Fondsmanager Bernhard Ruttenstorfer auch der KI-Sektor allgemein auf dem Prüfstand: „Die Börsengänge im KI-Sektor sind ein Gradmesser dafür, ob die hohen Bewertungen von den Investor:innen auch akzeptiert werden“, erklärte er kürzlich in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Trend.

Auch in Europa dürften Börsengänge folgen

Doch nicht nur in den USA drängen Unternehmen mit milliardenschweren Bewertungen auf das Börsenparkett. Die Krypto-Handelsplattform Bitpanda will Berichten zufolge im ersten Halbjahr mit einem IPO an der Frankfurter Börse folgen. 

Auch der Aufzugshersteller TK Elevator, die ehemalige Aufzugsparte von Thyssenkrupp, könnte den Börsengang nach Medienberichten noch in diesem Jahr realisieren. Der IPO dürfte laut Bloomberg zu den größten Börsengängen in Europa seit Jahren zählen.

Den globalen Ausblick sehen die Expert:innen von EY vorsichtig optimistisch, das verbesserte ökonomische Umfeld und eine stärkere Nachfrage der Investor:innen dürften positiv wirken. Das erwartete Wachstum der Investitionen in KI-Technologie dürfte hier ein wichtiger Motor bleiben, so eine EY-Studie.

 

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