
Großbritannien startet mit neuem Selbstvertrauen ins Jahr 2026. Verbesserte Konjunkturdaten, eine spürbare Stimmungsaufhellung in den Unternehmen und der überraschend deutliche Rückgang der Inflation nähren die Hoffnung auf einen wirtschaftlichen Aufschwung im Jahresverlauf.
Gleichzeitig wächst an den Finanzmärkten die Zuversicht, dass baldige Zinssenkungen zusätzliche Impulse liefern könnten. Passend dazu zeigt sich der britische Aktienmarkt 2026 bislang in starker Verfassung.
Britische Unternehmen optimistisch
Die Stimmung in den Unternehmen Großbritanniens hat sich zuletzt überraschend stark verbessert. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex (PMI) von S&P Global stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 53,9 Punkte. Der Indikator liegt damit noch deutlicher über der Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird.
Die Daten für Februar liefern weitere Anzeichen für einen ermutigenden Start der britischen Wirtschaft ins neue Jahr, kommentierte zuletzt der S&P-Chefökonom Chris Williamson. Die jüngste Prognose der britischen Notenbank sieht für heuer ein Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent, der Weltwährungsfonds (IMF) rechnet mit einem Plus von 1,3 Prozent.
Brexit hinterlässt noch immer Spuren
Nach einem schwachen Schlussquartal 2025 blickt die britische Wirtschaft damit laut der S&P-Umfrage wieder optimistischer auf die Zukunft. Das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist 2025 zwar insgesamt um 1,3 Prozent gewachsen und liegt damit klar über den Wachstumsraten von Frankreich und Deutschland. Zu Jahresende flaute das Wachstum aber deutlich ab.
Zuletzt litt die Konjunktur des Landes sowohl unter eigenen Problemfeldern als auch unter dem internationalen Umfeld. Das Königreich muss in einem Umfeld von Ukraine-Krieg, Handelskonflikten und neuen Machtblöcken seine Rolle neu definieren und neue Partner finden. Dazu kommt, dass der Brexit Ökonom:innen zufolge immer noch auf der Wirtschaft lastet.
BIP stagnierte zuletzt, Exporte weiter rückläufig
Im vierten Quartal stagnierte das Bruttoinlandsprodukt erneut mit einem Wachstum von lediglich 0,1 Prozent. Während sich der Dienstleistungssektor weiter stabil zeigt, wurde die Entwicklung laut den Daten des britischen Statistikamts vor allem durch eine schwache Industrieproduktion gebremst. Britische Firmen sehen sich vermehrt internationalem Wettbewerb gegenüber. Das schlägt sich auch in der Handelsbilanz wieder. Die britischen Exporte gingen in den vergangenen 4 Jahren kontinuierlich zurück. Besonders deutlich schrumpften zeitweise die Ausfuhren in die USA.
Dazu kommt, dass britische Unternehmen mit höheren Kosten und Steuern zurechtkommen müssen. Die britische Regierung plant für heuer weitere umfangreiche Steuererhöhungen. Laut der Budgetbehörde sollen die Maßnahmen bis zum Steuerjahr 2029/30 geschätzt 26,1 Mrd. Pfund (29,7 Mrd. Euro) jährlich in die Staatskasse spülen. In den vergangenen beiden Jahren haben rund 6.000 Unternehmer:innen das Land wegen der hohen Steuerlast und Sorgen um den Wirtschaftsstandort verlassen, schrieb kürzlich die „Financial Times“ mit Bezug auf eine entsprechende Studie. Vor allem die Vereinigten Arabischen Emirate locken derzeit viele britische Unternehme:innen an, so die Studie.
Hinweis: Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Wertentwicklungen. Stand der Daten: 24.2.2026

Hoffnung auf Zinssenkungen
Auch der britische Arbeitsmarkt zeigte sich zuletzt schwach. Die Arbeitslosenquote stieg im vierten Quartal 2025 auf 5,2 Prozent. Das ist der höchste Wert seit 2015, wenn man den Zeitraum der Corona-Pandemie ausklammert. Zudem verlangsamte sich das Lohnwachstum erneut. Damit wachsen aber auch die Spekulationen auf bald kommende Leitzinssenkungen der Bank of England.
Vor allem die Zahlen zur Lohnentwicklung dürften die Erwartungen der Anleger:innen bestärken, die mehrheitlich mit zwei Zinssenkungen um jeweils einen Viertelprozentpunkt bis zum Jahresende rechnen. Dazu kommt ein überraschender Rückgang der Inflation, der den Weg zu Zinssenkungen frei machen könnte. Die Inflation liegt zwar weiter über dem Zielwert der Notenbank, kam zu Jahresbeginn aber überraschend deutlich auf 3,0 Prozent zurück. Das ist der niedrigste Wert seit März 2025. Von den Zinssenkungen erhoffen Firmen und Finanzanleger:innen eine weitere Belebung der Konjunktur.
Expert:innen zufolge kommen der britischen Wirtschaft weiterhin ihre traditionellen „Assets“ entgegen. Zu den großen Stärken des Standorts zählen seine Universitäten, Forschung und Entwicklung und damit auch „wissensbasierte“ Branchen. So arbeiten die britischen Pharmariesen AstraZeneca und GSK eng mit Forschungsinstituten der Elite-Unis zusammen. Dazu kommt der traditionell starke Finanzsektor des Landes. Gut aufgestellt sehen Expert:innen aber auch viele kleine und mittlere Firmen des Landes, die sogenannten „Small Caps“, die teilweise flexibler auf ein sich rasch änderndes Branchenumfeld reagieren können. Hinweis: Die hier angeführten Unternehmen wurden beispielhaft ausgewählt und stellen keine Anlageempfehlung dar.
Beziehungen zur EU sollen wieder vertieft werden
Getragen werden soll der erhoffte Aufschwung auch von neuen Allianzen. Mit einem weiter erstarkten China und dem Wegfall der USA als verlässlichen Handelspartner setzt das Land auf neue Partner. Nachdem das Königreich im Vorjahr bereits ein Freihandelsabkommen mit Indien geschlossen hat, streckt es nun auch wieder verstärkt seine Fühler in Richtung EU aus.
Noch vor der Sommerpause soll laut einem Bericht des „Handelsblatt“ ein Gipfeltreffen zwischen der EU und Großbritannien zur Vertiefung der Beziehung beider Seiten beitragen. Verhandlungsteams sollen bis dahin konkrete Ergebnisse vorlegen, erfuhr das Handelsblatt aus mehreren Quellen. Konkret geht es um Abkommen zum Emissionshandel, zum Strommarkt, zu Lebensmittel- und Agrarstandards und zur Rüstungskooperation.
Eine Rückkehr gab es zuletzt schon beim Studentenaustauschprogramm Erasmus, aus dem Großbritannien mit dem Brexit ausgestiegen war. Ab 2027 wird Großbritannien wieder am dem EU-Austauschprogramm teilnehmen. Damit können Student:innen im Rahmen des Programms in Großbritannien studieren und britischen Student:innen wird der Weg in die EU freigemacht.
Britischer Aktienmarkt mit gutem Jahresstart
Passend zur besseren Stimmung unter den britischen Unternehmen, gehört auch der Aktienmarkt in UK zu den Gewinnern im bisherigen Jahr. Mit einem Plus von über 8% liegt der MSCI UK, der die Entwicklung der größten börsennotierten Unternehmen aus Großbritannien wiedergibt, vor anderen wichtigen Indizes. Zum Vergleich: Der MSCI USA machte 2026 bisher ein mageres Plus von einem halben Prozent. Auch der MSCI Europe und der MSCI Germany liegen mit Plus 6,8 und 3 Prozent dahinter.
Hinweis: Die Entwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für künftige Wertentwicklungen. Quelle: LSEG Datastream, Daten per 24.2.2026, alle Angaben Total Return und in US-Dollar gerechnet. Investitionen in Wertpapiere bergen neben Chancen auch Risiken.
Branchenseitig waren im Jahresverlauf bisher die britischen Ölwerte gefragt, so machten Anglo American und Rio Tinto jeweils ein Plus von über 20%. Profitiert haben die Unternehmen dabei wohl vor allem vom gestiegenen Ölpreis in den vergangenen Wochen.
Aber auch die Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen Rolls Royce und BAE Systems gehören zu den größten Gewinnern am britischen Markt in den ersten beiden Monaten des Jahres. Ihnen kommen weiterhin die gestiegenen Rüstungsausgaben in Europa zu Gute.
Auch bei den Indexschwergewichten Glaxo Smith Kline, AstraZeneca und Unilever ging es 2026 bisher klar nach oben. Die Aktien der britischen Bank HSBC – nach Marktbewertung das größte börsennotierte Unternehmen Großbritanniens – legten bisher ebenso um über 14 Prozent zu. Zuletzt legte das Unternehmen die Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr vor und konnte dabei die Markterwartungen übertreffen.
Hinweis: Stand der Daten: 24.2.2026


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