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Interview: Wie investiert der ERSTE STOCK WORLD?

Vor 2 Stunden aktualisiert

Interview: Wie investiert der ERSTE STOCK WORLD?

Wie bereits auf unserem Investment Blog berichtet, ging vergangene Woche der ERSTE STOCK WORLD an den Start – ein global ausgerichteter Aktienfonds, der aus der Verschmelzung von ERSTE BEST OF WORLD und ERSTE STOCK GLOBAL hervorgeht.

Welche Strategie verfolgt der Fonds, wie positioniert er sich im aktuellen Umfeld und welche Chancen bietet die neue Ausrichtung? Darüber haben wir mit Andreas Böger, dem Fondsmanager des ERSTE STOCK WORLD, gesprochen.

Der ERSTE STOCK WORLD investiert als globaler Aktienfonds weltweit. Nach welchen Kriterien stellen Sie das Portfolio zusammen?

Andreas Böger: Wir verfolgen im Fonds zwei zentrale Ansätze: Erstens einen Bottom-up-Ansatz: Wir analysieren einzelne Unternehmen sehr detailliert, bevor wir uns mit größeren Themen oder Branchentrends beschäftigen. Wir konzentrieren uns hierbei auf den Faktor Qualität, suchen also nach Unternehmen die global agieren und eine starke Marktstellung haben.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass eine Veranlagung in Wertpapiere neben Chancen auch Risiken beinhaltet.

Zweitens ergänzen wir diesen Ansatz durch einen Top-down-Blick auf Trends und Marktphasen. Das ermöglicht uns, das Portfolio je nach Marktentwicklung aktiv anzupassen. Wir können Regionen unterschiedlich gewichten oder einzelne Branchen und Faktoren über- bzw. untergewichten. Diese Kombination macht unseren Ansatz aus – und unterscheidet ihn von jenen der vorherigen Fonds, die nun im ERSTE STOCK WORLD aufgehen.

Sie sprechen vom Faktor Qualität. Was ist damit konkret gemeint?

Qualitätsaktien sind etablierte Unternehmen mit stabilen Geschäftsmodellen, globaler Reichweite und idealerweise nachhaltigem Wachstumspotenzial. Typisch ist, dass diese Unternehmen über Preissetzungsmacht verfügen und durch stabile, wiederkehrende Umsätze weniger anfällig für wirtschaftliche Schwankungen sind.

Ein Beispiel ist die Gesundheitsbranche: Viele etablierte Unternehmen generieren Einnahmen aus Lizenzen und Patenten, und die Nachfrage nach Medikamenten bleibt auch in wirtschaftlich herausfordernden Phasen relativ stabil. Damit ist gemeint, dass diese Unternehmen unabhängiger von Marktzyklen sind.

Was macht diese Qualitätsaktien aus Ihrer Sicht interessant?

Ein gutes Beispiel ist die Phase steigender Zinsen vor ein paar Jahren. Nach einer kurzen Anpassungsphase hatten Qualitätsunternehmen damit weniger Probleme, weil sie oft eine deutlich geringere Verschuldung aufweisen – und damit auch weniger empfindlich auf höhere Zinskosten reagieren. Hinzu kommt, dass diese Qualität meist selbstverstärkend ist. Durch die soliden Erträge und den hohen Cashflow, die diese Unternehmen erwirtschaften, können sie mehr in Innovation investieren und sind damit in der Lage, ihre starke Position weiter auszubauen und zu stärken. Auch wenn die Cashflows in Dividenden oder Aktienrückkäufe fließen, ist das für Anleger:innen positiv.

Hinweis: Anlagen an Kapitalmärkten unterliegen Marktpreisschwankungen.

In welchen Branchen finden Sie solche Unternehmen?

Das Portfolio ist relativ breit und über verschiedenste Branchen hinweg diversifiziert. Also wir haben neben Technologie und Gesundheit, die ich bereits genannt habe, auch den Industriesektor, Konsum oder Finanz, um nur einige zu nennen.

Ein klassisches Quality-Unternehmen ist zum Beispiel Mastercard. Kreditkarten werden unabhängig vom Wirtschaftszyklus verwendet. Oder um geographisch in der Nähe zu bleiben: die Deutsche Telekom. Wir sind aber auch in anderen Regionen und Emerging Markets vertreten – zum Beispiel mit Mercado Libre, dem Amazon Südamerikas oder dem japanischen Hoya-Konzern der Spezialprodukte im Gesundheits- und Technologiebereich herstellt.

Hinweis: Die hier angeführten Unternehmen sind beispielhaft ausgewählt worden und stellen keine Anlageempfehlung dar.

Vor Beginn des Kriegs im Iran haben die Börsen in Europa und Asien ein wenig gegenüber dem lange sehr gut gelaufenen US-Markt aufgeholt. Wie reagieren Sie darauf?

Es stimmt, dass die US-Börsen zuletzt etwas ins Hintertreffen geraten sind und die Musik zunehmend in Europa und Asien spielt. Das ist ein Beispiel wie unser Top-Down-Ansatz seine Stärke ausspielt: Wir haben das US-Gewicht bereits etwas reduziert, um auf die Entwicklung einzugehen.

Angesprochen auf Änderungen in der Ausrichtung. Welche Anpassungen gab es ansonsten zuletzt im Portfolio?

Im vergangenen Jahr haben wir eine deutliche Verbreiterung der Diversifizierung gesehen – nicht nur im Markt sondern auch im Fonds. Die Performance wird nicht mehr allein von den bekannten „Magnificent 7“ getragen. Auch andere Branchen, etwa Banken und Industrieunternehmen in Europa oder Technologie-Titel aus Asien, haben stark zugelegt. Wir haben diese Verbreiterung auch im Portfolio schon seit längerem forciert. Während wir 2023 noch rund 50 Titel hielten, umfasst das Portfolio heute etwa 80 Positionen.

2026 sehen wir bisher eine ausgeprägte Marktrotation, beispielsweise laufen Software-Unternehmen weniger gut. Das vorherrschende Thema ist derzeit natürlich der Iran-Krieg. Aus Branchensicht sind dieses Jahr Energieunternehmen oder Versorger entsprechend stark gelaufen, auch vor dem Hintergrund, dass diese Branchen peripher durch den KI-Boom und den steigenden Strombedarf Rückenwind bekommen. Ich bin aber überzeugt, dass uns der doppelte Ansatz: also der Fokus auf Qualität mit der Möglichkeit top-down Anpassungen vorzunehmen, in Phasen erhöhter Volatilität wie derzeit, zu Gute kommt.

KI wird also auch beim ERSTE STOCK WORLD ein Thema sein?

Ja wir haben hier die klassischen Technologiekonzerne wie Broadcom oder Alphabet im Portfolio. Das Thema hat sich aber auch weiterentwickelt. 2023 war es relativ einfach in KI zu investieren, indem man auf einzelne Halbleiter-Konzerne setzt. Seither hat sich das Thema verbreitert – es kamen weitere Dienstleister entlang der gesamten Lieferkette hinzu, beispielsweise das Thema Energiebedarf, das ich bereits angesprochen habe. Aktuell ist vor allem das Thema, wem KI wirklich nützt und welche Geschäftsmodelle durch KI eher unter Druck geraten.

In unserem Bottom‑up‑Ansatz suchen wir gezielt Unternehmen, die im KI‑Kontext langfristig überzeugen. Gleichzeitig beobachten wir im Top‑down‑Ansatz, welche Branchen positiv oder negativ beeinflusst werden – und passen das Portfolio entsprechend an.


Risikohinweise ERSTE STOCK WORLD

Der Fonds verfolgt eine aktive Veranlagungspolitik und orientiert sich nicht an einem Vergleichsindex. Die Vermögenswerte werden diskretionär ausgewählt und der Ermessensspielraum der Verwaltungsgesellschaft ist nicht eingeschränkt.

Weitere Ausführungen zur nachhaltigen Ausrichtung des ERSTE STOCK WORLD sowie zu den Angaben gemäß Offenlegungs-Verordnung (Verordnung (EU) 2019/2088) und Taxonomie-Verordnung (Verordnung (EU) 2020/852) sind dem aktuellen Prospekt, Punkt 12 und Anhang „Nachhaltigkeitsgrundsätze“ zu entnehmen. Bei der Entscheidung, in den GreenStars Global Equities zu investieren, sollten alle Eigenschaften oder Ziele des ERSTE STOCK WORLD berücksichtigt werden, wie sie in den Fondsdokumenten beschrieben sind.

 

WICHTIGE RECHTLICHE HINWEISE

Hierbei handelt es sich um eine Werbemitteilung. Sofern nicht anders angegeben, Datenquelle Erste Asset Management GmbH. Die Kommunikationssprache der Vertriebsstellen ist Deutsch und jene der Verwaltungsgesellschaft zusätzlich auch Englisch.

Der Prospekt für OGAW-Fonds (sowie dessen allfällige Änderungen) wird entsprechend den Bestimmungen des InvFG 2011 idgF erstellt und veröffentlicht. Für die von der Erste Asset Management GmbH verwalteten Alternative Investment Fonds (AIF) werden entsprechend den Bestimmungen des AIFMG iVm InvFG 2011 „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ erstellt.

Der Prospekt, die „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ sowie das Basisinformationsblatt sind in der jeweils aktuell gültigen Fassung auf der Homepage www.erste-am.com jeweils in der Rubrik Pflichtveröffentlichungen abrufbar und stehen dem/der interessierten Anleger:in kostenlos am Sitz der jeweiligen Verwaltungsgesellschaft sowie am Sitz der jeweiligen Depotbank zur Verfügung. Das genaue Datum der jeweils letzten Veröffentlichung des Prospekts, die Sprachen, in denen der Prospekt bzw. die „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ und das Basisinformationsblatt erhältlich sind, sowie allfällige weitere Abholstellen der Dokumente, sind auf der Homepage www.erste-am.com ersichtlich. Eine Zusammenfassung der Anlegerrechte ist in deutscher und englischer Sprache auf der Homepage www.erste-am.com/investor-rights abrufbar sowie bei der Verwaltungsgesellschaft erhältlich.

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