
Indiens Wirtschaft ist weiter auf rasantem Wachstumskurs. Das mit 1,5 Mrd. Menschen bevölkerungsreichste Land der Welt dürfte heuer stärker wachsen als der Rest Asiens. Der Weltwährungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für Indien zuletzt auf 6,5 Prozent für heuer und das kommende Jahr angehoben. Für den gesamten asiatischen Raum erwartet der IWF für 2026 nur ein Wachstum von 4,4 Prozent. Indiens ist mit einem Bruttoinlandsprodukt von rund 4 Bio. Dollar derzeit je nach Datenquelle die fünft- bzw. sechstgrößte Volkswirtschaft, könnte aber vielen Expert:innen zufolge mittelfristig auf den vierten oder sogar dritten Platz aufrücken.
Das Land profitiert dabei von seiner jungen Bevölkerung, seinem boomenden IT-Sektor, setzt zuletzt aber auch verstärkt auf internationale Partnerschaften. Indien positioniert sich dabei als verlässlicher Partner, in einer Zeit in der viele Länder ihre Abhängigkeit von den zunehmend als unsicher empfundenen Handelspartnern USA und China verringern wollen.
Historisches Handelsabkommen mit der EU öffnet Weg in indischen Markt
Zu Beginn des Jahres haben sich EU und Indien nach fast zwei Jahrzehnten Verhandlungen auf ein umfassendes Handelsabkommen geeinigt. Gemeinsam repräsentieren beide Seiten nahezu ein Viertel des weltweiten BIP und der Weltbevölkerung. Das Abkommen ebnet nämlich den Weg für die Öffnung des bisher stark abgeschotteten indischen Marktes für Unternehmen aus der Europäischen Union, die bereits jetzt der größte Handelspartner des Landes ist.
Noch schützt Indien seine Wirtschaft mit hohen Zöllen, das soll sich aber mit dem neuen Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien ändern. Es sieht vor, dass die EU ihre Zölle auf über 90 Prozent der Produkte abschafft und Indien rund 86 Prozent der Zollpositionen liberalisiert. Die EU erwartet, dass das Abkommen bis 2032 zu einer Verdoppelung der EU-Exporte nach Indien führen werde.
Das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) erwartet für Österreichs Exporte in den nächsten Jahren einen Anstieg von etwa 75 Prozent. Österreichischen Importe aus Indien dürften sich dank des Abkommens ebenfalls in etwa verdoppeln. Vor dem Hintergrund der aggressiven Handelspolitik der USA und des zunehmenden Machtstrebens Chinas gilt das Abkommen auch als geopolitisch bedeutsamer Schritt.
Hinweis: Die Entwicklung in der Vergangenheit und Prognosen sind keine zuverlässigen Indikatoren für künftige Wertentwicklungen.

Daten per 20.4.2026
Mehrere Staatschefs setzen auf verstärkte Kooperation mit Indien
Auch einzelne EU-Länder vertiefen derzeit ihre Kooperation mit Indien. Im April hat Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker bei einem Staatsbesuch beim indischen Premier Narendra Modi mehrere bilaterale Vereinbarungen unterzeichnet. Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz hatte Modi bereits im Jänner bei einer Asien-Reise besucht und setzt verstärkt auf Indien als Handelspartner und attraktiven Standort für deutsche Unternehmen.
Indien wirbt aber auch in anderen Regionen für neue Partnerschaften. Südkoreas Präsident Lee Jae Myung hat Modi im April ebenfalls einen Staatsbesuch abgestattet, die erste Visite eines südkoreanischen Präsidenten seit acht Jahren. Die beiden Staatschefs haben sich dabei auf verstärkte wirtschaftliche Kooperationen, etwa im Schiffsbau, geeinigt.
IT-Hotspot Bengaluru ist ein begehrter Forschungsstandort für internationale Konzerne
Attraktiv ist Indien aber nicht nur als Handels- und Kooperationspartner, sondern auch zunehmend als Standort für Unternehmensansiedlungen. Indien bietet zahlreiche Möglichkeiten der Forschungsförderung für ausländische Unternehmen, vor allem wenn diese in Kooperation mit lokalen Partnern agieren. Die Förderungen fokussieren vor allem auf Branchen wie Technologie, Biotechnologie, erneuerbare Energien und neue Werkstoffe.
Besonders interessant macht Indien dabei sein boomender IT-Sektor. Der Hotspot von Indiens IT-Branche ist Bengaluru. In der 13 Mio. Einwohner großen Stadt tummeln sich derzeit rund 25.000 IT-Unternehmen. Angesichts der hohen Dichte an IT-Ingenieuren in dem Land haben zahlreiche internationale Konzerne Forschungszentren in der Stadt aufgebaut. Der deutsche Bosch-Konzern entwickelt hier neue Wasserstofftechnologien für LKWs. Der Softwareriese SAP beschäftigt bereits 15.000 Menschen in Indien. Hinweis: Die in diesem Beitrag angeführten Unternehmen wurden beispielhaft ausgewählt und stellen keine Anlageempfehlung dar.
Auch Berlin hat in der indischen IT-Metropole zuletzt ein Auslandsbüro eröffnet. Es ist das dritte weltweit nach New York und Peking. Das „Berlin Business Office India“ soll als zentraler Anlaufpunkt für Berliner Unternehmen und Start-ups dienen, die den indischen Markt erschließen möchten. Es soll aber auch indische Unternehmen bei der Ansiedlung in Berlin unterstützen. Indien sei ein führender Innovationsstandort in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Biotechnologie und Digitalisierung und als fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt ein wichtiger Handelspartner für Deutschland und Berlin, erklärte Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey: „Deshalb setzen wir in unserer Internationalisierungsstrategie einen klaren Fokus auf Indien.“
Indiens Regierung will Exporte weiter forcieren
Dabei gibt es noch viel Raum nach oben. Indiens Regierung hat zuletzt neue Exportförderungen beschlossen um die Industrie des Landes auszubauen. Die Ausfuhren sollen bis zum Jahr 2035 verdreifacht werden. Die Regierung will die Produktion in 15 Branchen stärken, darunter Halbleiter, Metalle und die arbeitsintensive Lederindustrie.
Die Regierung will dafür rund eine Mrd. Dollar für den Aufbau der Infrastruktur von etwa 30 Produktionszentren ausgeben. Zudem seien Zuschüsse von 218 Mio. Dollar für Zukunftstechnologien wie Chips und Energiespeicher vorgesehen. Indien hat trotz seiner starken IT-Branche den Weg zu einer primär von Industrie- und Dienstleistungen getragenen Wirtschaft teilweise noch vor sich. 42 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Zum Vergleich: In Österreich sind es nur rund 3 Prozent.
Breites Emering-Markets-Investment mit Fokus auf strukturelles Wachstum
Für Investor:innen eröffnet das wirtschaftliche Momentum Indiens auch im Aktienbereich interessante Perspektiven – eingebettet in den breiteren Kontext der Emerging Markets. Mit dem ERSTE STOCK EM GLOBAL bietet sich eine Möglichkeit, gezielt an langfristigen Wachstumschancen in Schwellenländern zu partizipieren. Das Portfolio setzt auf qualitativ hochwertige und wachstumsstarke Unternehmen aus den Schwellenländern.
Indische Unternehmen sind dabei ebenso Bestandteil des Portfolios. Sie spiegeln zentrale Wachstumstreiber wider: einen expandierenden Binnenmarkt, eine junge, zunehmend qualifizierte Bevölkerung sowie starke Positionen in Bereichen wie IT-Dienstleistungen, Industrie, Konsum und Infrastruktur. Gleichzeitig sorgt der globale Ansatz des Fonds für eine breite regionale und sektorale Diversifikation innerhalb der Emerging Markets.
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