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Privatmarktanlagen im gemischten Portfolio – Chancen verstehen, Risiken kennen

Vor 2 Stunden aktualisiert

Privatmarktanlagen im gemischten Portfolio – Chancen verstehen, Risiken kennen

In Marktphasen mit erhöhter Volatilität, einer schwächelnden Konjunktur und strukturellen Veränderungen in der globalen Wirtschaft gewinnen Privatmarktanlagen zunehmend an Bedeutung – sowohl für institutionelle als auch für private Anleger:innen. Die Beimischung von Private Equity, Private Credit, Private Infrastructure oder Royalties dient heute nicht mehr nur der Erhöhung potenzieller Ertragschancen. Vielmehr rücken Vorteile wie eine geringere Empfindlichkeit gegenüber Konjunkturzyklen, stabilere Cashflows oder Inflationsschutzeigenschaften in den Fokus.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass Investitionen in Privatmärkten Chancen und Risiken beinhalten.

Attraktives Risiko-Rendite-Potenzial

Da Privatmarktanlagen weniger liquide als börsengehandelte Anlagen sind, konnten Anleger:innen in der Vergangenheit an höheren realisierten Renditen partizipieren. Diese sogenannte Illiquiditätsprämie stellt eine Vergütung für das Eingehen des Illiquiditätsrisikos dar. Neben höheren laufenden Erträgen im Vergleich zu traditionellen Anlagen kann auch der Verzicht auf tägliche Marktvolatilität zur Stabilisierung des Gesamtportfolios beitragen: Private Anlagen werden nur monatlich oder quartalsweise bewertet, wodurch kurzfristige Marktschwankungen geglättet werden.

Die geringere Liquidität ist zugleich das zentrale Risiko: Anteile können oft nicht oder nur mit erheblichen Abschlägen verkauft werden, was die Flexibilität einschränkt. Zudem besteht das Risiko, dass die erwartete Illiquiditätsprämie künftig geringer ausfällt oder sich nicht realisiert. Die verzögerte Bewertung privater Anlagegegenstände kann außerdem dazu führen, dass Risiken erst später sichtbar werden und die tatsächliche Volatilität unterschätzt wird.

Risiko- und Renditeprofil von privaten und börsegehandelten Veranlagungen

Quelle: Erste AM, Stand per März 2026

Potenzial für Inflationsschutz und stabile Cashflows

Einzelne Privatmarktsegmente – insbesondere Infrastrukturinvestments wie Energieerzeuger, Telekommunikation, Flughäfen, Häfen oder Datenzentren – bieten häufig planbare, inflationsindexierte Einnahmen. Durch langfristige Verträge oder regulierte Rahmenbedingungen weisen viele Projekte stabile Ertragsprofile auf. Während Private Equity oft auf Wertsteigerungen beim Ausstieg setzt, liefern viele Infrastrukturprojekte kontinuierliche Barrenditen, die die Ertragsstruktur eines gemischten Portfolios verbessern können.

Auch Infrastrukturinvestments sind nicht risikofrei. Regulatorische Eingriffe, politische Entscheidungen, Konzessionsänderungen oder höhere Betriebskosten können Einnahmen schmälern. Zudem erfordern Infrastrukturprojekte hohen Kapitaleinsatz und sind häufig sehr langfristig angelegt, was zu einer starken Bindung des investierten Kapitals führt. Unerwartete Projektverzögerungen oder Baukostensteigerungen können die Renditeentwicklung zusätzlich beeinträchtigen.

Langfristige Wertsteigerung

Privatmärkte ermöglichen es Investor:innen, Unternehmen langfristig und unabhängig vom Druck öffentlicher Kapitalmärkte weiterzuentwickeln. Private Equity‑Manager können strategische Neuorientierungen, Restrukturierungen oder Wachstumsinitiativen flexibel und mit einem mehrjährigen Zeithorizont umsetzen. Diese aktive Wertschöpfung ist ein wesentlicher Treiber für langfristige Renditepotenziale.

Aktive Wertsteigerung ist jedoch kein Selbstläufer. Operative Fehlentscheidungen, unerwartete Marktentwicklungen oder unzureichende Umsetzung von Transformationsmaßnahmen können die geplanten Wertsteigerungen verhindern. Zudem besteht bei Private Equity ein höheres Unternehmens- und Ausfallrisiko, insbesondere wenn Portfoliofirmen stark fremdfinanziert sind. Der wirtschaftliche Erfolg hängt wesentlich von der Qualität des Managements und der Strategieumsetzung ab.

Chancen der Privatmärkte für gemischte Portfolien:

Diversifikation: Privatmärkte eröffnen Investor:innen den Zugang zu einem breiten Anlageuniversum in der Realwirtschaft, wodurch Portfolios um attraktive private Unternehmen ergänzt werden können.

Überrenditen: Historische Daten zeigen, dass Private‑Markets‑Investments häufig höhere Renditen erzielt haben, während gleichzeitig die Volatilität des Gesamtportfolios reduziert wurde.

Resilienz: Durch ihre geringere Korrelation zu öffentlichen Märkten und die oft inflationsgeschützten Ertragsstrukturen können Privatmarktanlagen die Stabilität eines gemischten Portfolios erhöhen.

Beachten Sie auch die Risiken:

Langfristige Bindung: Private Markets sind langfristig ausgerichtet. Anteile können oft nicht jederzeit verkauft oder zurückgegeben werden.

Markt- & Konjunkturrisiken: Wirtschaftliche Schwankungen, Zinsen oder geopolitische Ereignisse können sich negativ auf Projekte und Unternehmen auswirken.

Kapitalverlust möglich: Bei Private-Markets-Investments besteht die Möglichkeit, das gesamte eingesetzte Kapital zu verlieren.

 

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