Navigation überspringen

Winzer der Woche: Cash is King

Vor 2 Stunden aktualisiert

Winzer der Woche: Cash is King

Die Kapitalmärkte werden nach wie vor maßgeblich von den Geschehnissen im Nahen Osten beeinflusst. Das Besondere an der aktuellen Marktentwicklung ist, dass Aktien‑ und Anleihekurse gleichzeitig fallen – übrigens ebenso auch der Goldpreis. Eine derart ungünstige Konstellation tritt typischerweise dann auf, wenn Preisanstiege zu einem Kaufkraftverlust – also Inflation – führen.

In der Ökonomie spricht man in diesem Zusammenhang von einem „stagflationären Impuls“. Derzeit dominiert die Unsicherheit über steigende Energiepreise die Märkte. Das einzig Positive daran: Das Umfeld im ersten Quartal, also vor der Eskalation im Iran, war ein günstiges für Wirtschaftswachstum. Das weltweite Wachstum lag zum Jahresstart wahrscheinlich über dem Potenzial. Vor dem Hintergrund des Krieges deutet sich für das zweite Quartal jedoch ein Rückgang ab.

Markttreiber

Die zentrale Frage ist derzeit, wie gravierend die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten sein werden. Selbst zeitnahe Wirtschaftsindikatoren wie die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für März, die diese Woche veröffentlicht werden, spielen aktuell nur eine untergeordnete Rolle.

Die Sensibilität der Märkte lässt sich durch die Verlautbarung der Internationalen Energieagentur vom 20. März verdeutlichen: „Der Krieg im Nahen Osten führt zu einer schweren Energiekrise, einschließlich der größten Versorgungsunterbrechung in der Geschichte des globalen Ölmarktes. Sollte es nicht zu einer raschen Lösung kommen, werden die Auswirkungen auf die Energiemärkte und die Volkswirtschaften voraussichtlich immer gravierender werden.“

Nadelöhr

Die dritte Kriegswoche war geprägt von einer weiteren Eskalation in Form von Angriffen auf die Energieinfrastruktur in der Region. Das erweitert das Bedrohungspotenzial. Zunächst lag der Fokus auf der möglichen Dauer des Krieges, die ursprünglich nur auf wenige Wochen geschätzt wurde. Anschließend verlagerte sich die Aufmerksamkeit auf die Frage, wer de facto die Kontrolle über die Meerenge von Hormus hat. Normalerweise werden rund 20 % des globalen Rohöl- und Flüssiggastransports über diese Meerenge abgewickelt. Im Verlauf des Krieges zeigte sich, dass der Iran die Kontrolle behalten kann – trotz militärischer Unterlegenheit gegenüber den USA und Israel und auch dann, wenn der Krieg endet.

Eskalation

In der vergangenen Woche kam es zu einer weiteren Eskalation: Zivile Energieinfrastruktur im Iran und in Katar wurde gezielt beschädigt. Die bislang jüngste und zugleich zentrale Entwicklung in der „Tit‑for‑Tat“-Eskalation (also frei nach dem Motto „Wie du mir so ich dir“) lautet: Am vergangenen Samstag warnte der US‑Präsident, dass die iranische Strominfrastruktur bombardiert werde, sollte der Iran die Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden vollständig öffnen.

Für die Volkswirtschaften und die Märkte ist daher nicht mehr nur entscheidend, wer die Kontrolle über die Meerenge hat, sondern auch, ob und in welchem Ausmaß die Energieinfrastruktur der Region beschädigt wird.

Mechanismus

Die Unsicherheit über das Ausmaß möglicher Einschränkungen in der globalen Energieversorgung hat weitere Energiepreisanstiege ausgelöst. Da Löhne und Unternehmensumsätze voraussichtlich nicht im selben Maße steigen werden, schwächt dies die Kaufkraft und das Wirtschaftswachstum. Hinzu kommt zunehmende Unsicherheit, die die wirtschaftliche Aktivität über geringere Investitionen zusätzlich bremsen könnte.

Auch hinsichtlich der Inflation selbst steigt die Unsicherheit. Um Überwälzungseffekte (z. B. höhere Lebensmittelpreise) und Zweitrundeneffekte (höhere Löhne) abzumildern, richten wichtige Zentralbanken wie die Europäische Zentralbank ihren Fokus stärker auf die Bekämpfung von Inflationsrisiken. Aktuell preist der Markt bis Ende 2026 drei Leitzinsanhebungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte auf dann 2,75 % ein.

Reduktion von Gold

Die unmittelbare Frage für die Märkte lautet: „Was passiert, wenn die Drohungen des US‑Präsidenten nicht die beabsichtigte Wirkung haben?“ Der Iran hat angedroht, Elektrizitätswerke und Wasserinfrastruktur in der Region anzugreifen. Und selbst wenn der Iran einlenkt, werden die Versicherungskosten für die Passage durch die Meerenge voraussichtlich vorerst hoch bleiben.

Die Erwartungen niedrigerer Gewinne, höherer Inflation und möglicher Versorgungsunterbrechungen, gepaart mit erhöhter Unsicherheit, belasten Aktien‑ und Anleihekurse gleichermaßen. Aus diesem Grund haben wir bereits Mitte März die Aktienquote unter die langfristige Ausrichtung reduziert und im Gegenzug den Geldmarktanteil erhöht.

Auch der Goldpreis zeigt eine deutliche Abwärtsbewegung – mitverursacht durch steigende Zinsen. Daher neutralisieren wir unser bisheriges Übergewicht in Gold und erhöhen erneut den Geldmarktanteil. Je stärker der stagflationäre Impuls, desto mehr gilt der Leitsatz: „Cash ist King“.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass eine Veranlagung in Wertpapiere neben Chancen auch Risiken beinhaltet.

 

WICHTIGE RECHTLICHE HINWEISE

Hierbei handelt es sich um eine Werbemitteilung. Sofern nicht anders angegeben, Datenquelle Erste Asset Management GmbH. Die Kommunikationssprache der Vertriebsstellen ist Deutsch und jene der Verwaltungsgesellschaft zusätzlich auch Englisch.

Der Prospekt für OGAW-Fonds (sowie dessen allfällige Änderungen) wird entsprechend den Bestimmungen des InvFG 2011 idgF erstellt und veröffentlicht. Für die von der Erste Asset Management GmbH verwalteten Alternative Investment Fonds (AIF) werden entsprechend den Bestimmungen des AIFMG iVm InvFG 2011 „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ erstellt.

Der Prospekt, die „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ sowie das Basisinformationsblatt sind in der jeweils aktuell gültigen Fassung auf der Homepage www.erste-am.com jeweils in der Rubrik Pflichtveröffentlichungen abrufbar und stehen dem/der interessierten Anleger:in kostenlos am Sitz der jeweiligen Verwaltungsgesellschaft sowie am Sitz der jeweiligen Depotbank zur Verfügung. Das genaue Datum der jeweils letzten Veröffentlichung des Prospekts, die Sprachen, in denen der Prospekt bzw. die „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ und das Basisinformationsblatt erhältlich sind, sowie allfällige weitere Abholstellen der Dokumente, sind auf der Homepage www.erste-am.com ersichtlich. Eine Zusammenfassung der Anlegerrechte ist in deutscher und englischer Sprache auf der Homepage www.erste-am.com/investor-rights abrufbar sowie bei der Verwaltungsgesellschaft erhältlich.

Die Verwaltungsgesellschaft kann beschließen, die Vorkehrungen, die sie für den Vertrieb von Anteilscheinen im Ausland getroffen hat, unter Berücksichtigung der regulatorischen Vorgaben wieder aufzuheben.

Hinweis: Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das schwer zu verstehen sein kann. Bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, empfehlen wir Ihnen, die erwähnten Fondsdokumente zu lesen. Diese Unterlagen erhalten Sie zusätzlich zu den oben angeführten Stellen kostenlos am jeweiligen Sitz der vermittelnden Sparkasse und der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG. Sie können die Unterlagen auch elektronisch abrufen unter www.erste-am.com.

Unsere Analysen und Schlussfolgerungen sind genereller Natur und berücksichtigen nicht die individuellen Merkmale unserer Anleger:innen hinsichtlich des Ertrags, der steuerlicher Situation, Erfahrungen und Kenntnisse, des Anlageziels, der finanziellen Verhältnisse, der Verlustfähigkeit oder Risikotoleranz. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Fonds zu.

Bitte beachten Sie: Eine Veranlagung in Wertpapieren birgt neben den geschilderten Chancen auch Risiken. Der Wert von Anteilen und deren Ertrag können sowohl steigen als auch fallen. Auch Wechselkursänderungen können den Wert einer Anlage sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Es besteht daher die Möglichkeit, dass Sie bei der Rückgabe Ihrer Anteile weniger als den ursprünglich angelegten Betrag zurückerhalten. Personen, die am Erwerb von Investmentfondsanteilen interessiert sind, sollten vor einer etwaigen Investition den/die aktuelle(n) Prospekt(e) bzw. die „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“, insbesondere die darin enthaltenen Risikohinweise, lesen. Ist die Fondswährung eine andere Währung als die Heimatwährung des/der Anleger:in, so können Änderungen des entsprechenden Wechselkurses den Wert der Anlage sowie die Höhe der im Fonds anfallenden Kosten – umgerechnet in die Heimatwährung – positiv oder negativ beeinflussen.

Wir dürfen dieses Finanzprodukt weder direkt noch indirekt natürlichen bzw. juristischen Personen anbieten, verkaufen, weiterverkaufen oder liefern, die ihren Wohnsitz bzw. Unternehmenssitz in einem Land haben, in dem dies gesetzlich verboten ist. Wir dürfen in diesem Fall auch keine Produktinformationen anbieten.

Zu den Beschränkungen des Vertriebs des Fonds an amerikanische oder russische Staatsbürger entnehmen Sie die entsprechenden Hinweise dem Prospekt bzw. den „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“.

In dieser Mitteilung wird ausdrücklich keine Anlageempfehlung erteilt, sondern lediglich die aktuelle Marktmeinung wiedergegeben. Diese Mitteilung ersetzt somit keine Anlageberatung.

Die Unterlage stellt keine Vertriebsaktivität der Verwaltungsgesellschaft dar und darf somit nicht als Angebot zum Erwerb oder Verkauf von Finanz- oder Anlageinstrumenten verstanden werden.

Die Erste Asset Management GmbH ist mit der Erste Bank und den österreichischen Sparkassen verbunden.

Beachten Sie auch die „Informationen über uns und unsere Wertpapierdienstleistungen“ Ihres Bankinstituts.