Die globale Energiewirtschaft steht an einem Wendepunkt. Was lange primär als Klimaschutz‑ und Effizienzthema diskutiert wurde, ist heute zu einer zentralen Frage von Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit geworden. Der rasant steigende Strombedarf – getrieben durch Elektrifizierung und Künstliche Intelligenz – verleiht Umwelt‑ und Energietechnologien eine neue, strategische Bedeutung.
Diese Entwicklung bestätigte sich zuletzt auf der 38. Annual Roth Conference in Kalifornien, einem der wichtigsten internationalen Branchentreffen für erneuerbare Energien und Clean‑Tech-Unternehmen. Über 20 Meetings mit den wichtigsten Unternehmen im ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT und ERSTE GREEN INVEST (~25% des Fondsvolumens) brachten dabei viele spannende Einblicke und Erkenntnisse zum derzeitigen Umfeld.
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass Investitionen in Wertpapiere auch Risiken bergen.
Ein außergewöhnlich starkes Umfeld für Strom und Energie
In Gesprächen mit CEOs, von denen viele seit Jahrzehnten im Energiesektor tätig sind, war der Tenor bemerkenswert eindeutig: Das aktuelle Nachfrage‑ und Preisumfeld für Strom ist so gut wie nie zuvor. Versorgungsunternehmen planen nicht mehr kurzfristig von Projekt zu Projekt, sondern schließen zunehmend fünf‑ bis zehnjährige Rahmenverträge ab. Das erhöht die Visibilität von Cashflows und verbessert die Investitionssicherheit entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Der steigende Strombedarf ist strukturell: Rechenzentren für KI‑Anwendungen, Elektromobilität, Wärmepumpen und die fortschreitende Elektrifizierung von Industrie und Haushalten sorgen für einen Nachfrageimpuls, der historisch vergleichbar ist mit der Phase nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals dauerte der Zyklus mehrere Jahrzehnte – aktuell deutet wenig auf eine kurzfristige Abschwächung hin.

Die Roth Conference in Kalifornien zählt zu den wichtigsten Branchentreffen für erneuerbare Energien und Clean‑Tech-Unternehmen. Copyright: Wil Matthews
Erneuerbare als schnellste und günstigste Lösung
Hinzu kommt, dass erneuerbare Energien derzeit die einzige Energieform sind, die rasch, skalierbar und kosteneffizient verfügbar ist. Wind- und Solarenergie zählen heute zu den günstigsten Stromquellen überhaupt und können deutlich schneller ans Netz gebracht werden als Gas- oder Nuklearkraftwerke.
Zwar spielen diese weiterhin eine Rolle im Energiemix, brauchen aber schlichtweg zu viel Zeit. Für eine herkömmliche Gasturbine wartet man heute drei bis vier Jahre, der eigentliche Bau des Kraftwerks dauert dann noch einmal zwei Jahre. Nuklearprojekte haben noch weitaus längere Umsetzungsphasen – selbst die viel diskutierten SMRs (Small Modular Reactors) werden ein Thema für die Zeit nach 2030 bleiben.
Immer mehr in den Mittelpunkt rücken auch Batterien: Mit der steigenden Durchdringung der Erneuerbaren kann man durch den Einsatz von Batteriespeichern Preisunterschiede ausgleichen und das gesamte Netz massiv stabilisieren.
Energiesicherheit ist nationale Sicherheit
Spätestens die jüngsten geopolitischen Spannungen – zuletzt der Konflikt im Iran – führen vor Augen, dass Energieversorgung untrennbar mit nationaler Sicherheit verbunden ist. Diese Perspektive setzt sich zunehmend auch in den USA durch. Ideologische Gräben verlieren an Bedeutung, pragmatische Lösungen rücken in den Vordergrund. Dass ausgerechnet Texas heute führend bei Wind‑ und Solarenergie sowie Batteriespeichern ist, unterstreicht diesen Wandel.
Auch Europa steht erneut vor einer Zäsur. Trotz des Ukraine‑Kriegs ist der Kontinent weiterhin stark von Energieimporten abhängig. Die Lehre daraus ist klar: Der beschleunigte Ausbau erneuerbarer Energien, leistungsfähiger Netze und effizienter Speichersysteme ist kein Luxus, sondern wirtschaftliche und strategische Notwendigkeit. Nun bleibt zu hoffen, dass strategische Maßnahmen konsequent umgesetzt werden und Europa sich energietechnisch unabhängiger aufstellt. Das umfasst auch den Ausbau von Erneuerbaren, Netzwerkkapazitäten, effizientere Nutzung bzw. Speicherung – denn eine breit aufgestellte und intelligente Energieversorgung hat das Potential, Preisschocks im Energiebereich abzufedern.

Alexander Weiss, Fondsmanager des ERSTE GREEN INVEST bei der diesjährigen Roth Conference in Kalifornien
Marktstimmung: Fundamentale Stärke trifft auf Zurückhaltung
Auffällig ist derzeit die Diskrepanz zwischen der guten operativen Entwicklung vieler Unternehmen und einer weiterhin vorsichtigen Positionierung großer Investor:innen. Hedgefonds dominieren noch immer die Marktaktivität, während klassische Long‑Only‑Investor:innen an der Seitenlinie stehen.
Woran liegt das? Nun, die Zinsanstiege der vergangenen Jahre führten zu hohen Kapital- & Refinanzierungskosten und diese belasten naturgemäß die Bilanzen, wenn die Erträge erst in der Zukunft liegen. Zahlreiche Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren haben durch ihre Geschäftsmodelle zu Beginn hohe Kapitalkosten zu tragen – somit litt dieses Segment beim historisch steilen und raschen US-Zinsanstieg besonders. Hier hat noch kein Paradigmenwechsel in der Wahrnehmung stattgefunden.
Dies bestätigt uns aber auch in unserer Meinung, dass wir uns noch sehr früh in diesem neuen Zyklus befinden und dass sich die positive Performance noch einige Zeit fortsetzen kann – vorausgesetzt natürlich, die Unternehmen liefern weiterhin das, was sie versprechen.
Unternehmen im Fokus: Windenergie und Netzinfrastruktur
Die positive Entwicklung zeigt sich exemplarisch im Windenergiesektor. Unternehmen wie Nordex und Vestas verzeichneten zuletzt einen starken Auftragseingang, verbesserte Margen und einer wieder anziehende Nachfrage in Europa und den USA. Beide zählen zu den Kernpositionen im ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT und im ERSTE GREEN INVEST.
Ein weiteres Schlüsselthema ist die Stromnetzinfrastruktur. Mit Quanta Services, Nordamerikas größtem Spezialisten für kritische Energie‑ und Netzinfrastruktur, rücken die oft übersehenen Enabler der Energiewende in den Fokus. Der notwendige Ausbau von Netzen, Transformatoren und Übertragungsleitungen ist Voraussetzung dafür, dass erneuerbare Energie, KI‑Rechenzentren und neue Industriekapazitäten überhaupt miteinander funktionieren können.
Hinweis: Investitionen in Wertpapiere bergen neben Chancen auch Risiken. Die hier angeführten Unternehmen wurden beispielhaft ausgewählt und stellen keine Anlageempfehlung dar. Im Rahmen des aktiven Managements können sich Portfoliopositionierungen jederzeit ändern.
Positionierung und Ausblick
Vor diesem Hintergrund setzen wir in unseren Umwelttechnologie‑Fonds weiterhin verstärkt auf den strukturell steigenden Strombedarf und haben unsere Positionierung im Energie-Segment erhöht, da hier die Gewinnaussichten momentan besser sind als in unseren anderen Themenbereichen. Außerdem investieren wir wieder stärker in Europa (zu rund 36-37% im ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT und im ERSTE GREEN INVEST).
Der Zusammenhang zwischen Umwelttechnologien, Energieunabhängigkeit und geopolitischer Stabilität verleiht dem Megatrend einer umweltfreundlichen Energiegewinnung eine neue und für viele unerwartete Dimension – nämlich jene der geopolitischen Unabhängigkeit in der Energiegewinnung.
Risikohinweise ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT
Der Fonds verfolgt eine aktive Veranlagungspolitik und orientiert sich nicht an einem Vergleichsindex. Die Vermögenswerte werden diskretionär ausgewählt und der Ermessensspielraum der Verwaltungsgesellschaft ist nicht eingeschränkt.
Weitere Ausführungen zur nachhaltigen Ausrichtung des ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT sowie zu den Angaben gemäß Offenlegungs-Verordnung (Verordnung (EU) 2019/2088) und Taxonomie-Verordnung (Verordnung (EU) 2020/852) sind dem aktuellen Prospekt, Punkt 12 und Anhang „Nachhaltigkeitsgrundsätze“ zu entnehmen. Bei der Entscheidung, in den ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT zu investieren, sollten alle Eigenschaften oder Ziele des ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT berücksichtigt werden, wie sie in den Fondsdokumenten beschrieben sind.
Risikohinweise ERSTE GREEN INVEST
Der Fonds verfolgt eine aktive Veranlagungspolitik und orientiert sich nicht an einem Vergleichsindex. Die Vermögenswerte werden diskretionär ausgewählt und der Ermessensspielraum der Verwaltungsgesellschaft ist nicht eingeschränkt.
Weitere Ausführungen zur nachhaltigen Ausrichtung des ERSTE GREEN INVEST sowie zu den Angaben gemäß Offenlegungs-Verordnung (Verordnung (EU) 2019/2088) und Taxonomie-Verordnung (Verordnung (EU) 2020/852) sind dem aktuellen Prospekt, Punkt 12 und Anhang „Nachhaltigkeitsgrundsätze“ zu entnehmen. Bei der Entscheidung, in den ERSTE GREEN INVEST zu investieren, sollten alle Eigenschaften oder Ziele des ERSTE GREEN INVEST berücksichtigt werden, wie sie in den Fondsdokumenten beschrieben sind.
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