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Chinas Fahrplan für die Zukunft: Was der neue Fünfjahresplan bringt

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Chinas Fahrplan für die Zukunft: Was der neue Fünfjahresplan bringt
(c) AdobeStock
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Der Nationale Volkskongress in China gilt als zentrales Forum, in dem die politische und wirtschaftliche Ausrichtung des Landes festgelegt wird. Das diesjährige Treffen ging vergangene Woche zu Ende und lieferte wichtige Signale – allerdings weniger durch spektakuläre Neuerungen als durch eine klare Bestätigung des eingeschlagenen Kurses.

Im Fokus steht weiterhin der Übergang von einem rein quantitativen Wachstum hin zu mehr Qualität, Innovation und technologischer Stärke. Diese strategische Ausrichtung spiegelt sich auch im neuen Fünfjahresplan der Zentralregierung wider.

China setzt konsequent auf High-Tech

Ein zentrales Ergebnis des Volkskongresses ist die Anpassung des Wachstumsziels. Künftig strebt China ein Wirtschaftswachstum von rund 4,5 bis 5 Prozent an – so niedrig wie seit den 1990er-Jahren nicht mehr. Gabriela Tinti, Fondsmanagerin bei der Erste Asset Management und Expertin für Schwellenländer-Aktien, sieht damit aber noch kein Ende der Wachstumsstory in China: „Das niedrigere Wachstumsziel war zu erwarten, da die Basis der Wirtschaft mittlerweile eine ganz andere ist. Schon in den vergangenen Jahren hat die Zentralregierung betont, dass man den Fokus stärker auf die Qualität und weniger auf die Quantität des Wachstums legt.“

Diese Entwicklung zeigt sich vor allem in der stärkeren Ausrichtung auf Zukunftsbranchen – insbesondere im High-Tech- und Security-Bereich. China verfolgt damit konsequent das Ziel, technologisch unabhängiger zu werden und sich in zentralen Zukunftsindustrien global zu positionieren. Gleichzeitig spricht ein Blick zurück für die Vorgaben des Volkskongress: In der Vergangenheit hat China seine ausgegebenen Wachstumsziele zumeist auch erreicht.

Privater Konsum bleibt die Baustelle

So ambitioniert sich die Zentralregierung in vielen Schlüsselbranchen zeigt, bleibt ein Sektor weiterhin ein Sorgenfaktor: der private Konsum. Trotz steigender Einkommen fließt ein Großteil der zusätzlichen Mittel der chinesischen Haushalte weiterhin in die Sparbüchse. Der Konsumanteil liegt nach wie vor unter 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und damit deutlich unter dem Niveau vieler westlicher Volkswirtschaften. Die Gründe dafür sind vielfältig:

  • Schwacher Immobilienmarkt – Über Jahre hinweg war ein Großteil des privaten Vermögens in Immobilien gebunden – in der Spitze bis zu 80 Prozent. Mit dem Crash des chinesischen Immobiliensektors und den Preisrückgängen ist auch das Sicherheitsgefühl vieler Haushalte gesunken. Die Zentralregierung bemüht sich um Schadensbegrenzung. So müssen staatliche Immobilienkonzerne Projekte die in Schieflage geraten sind übernehmen, um die Fertigstellung zu sichern und damit auch soziale Unruhen zu vermeiden. „Es ist aber weiterhin mit rückläufigen Preisen durch die Überkapazitäten am Immobilienmarkt zu rechnen“, erklärt Tinti.
  • Vertrauensverlust – Die langanhaltenden und tiefgreifenden Maßnahmen während der Corona-Pandemie haben Spuren hinterlassen. Vor allem gegenüber den Lokalregierungen, die für die Umsetzung der Maßnahmen verantwortlich waren, macht sich ein Vertrauensverlust bemerkbar. Viele Haushalte reagieren vorsichtiger und erhöhen ihre Sparquote.
  • Mentalitätswandel – Gleichzeitig hat sich auch die Einstellung vor allem der jüngeren Generation verändert: Nach Jahren des stetigen Aufschwungs waren die Jobperspektiven während der Pandemie plötzlich unsicher und auch die Einkommen stagnierten. All das hat die Konsumfreude unter der jungen Bevölkerung gehemmt.

Wirtschaftspolitische Maßnahmen zeigen Wirkung

Während der Konsum noch schwächelt, zeigt die Wirtschaftspolitik in anderen Bereichen bereits Wirkung. Waren die Stimmung in den Unternehmen und die Wirtschaftslage Mitte 2024 noch auf einem Tiefpunkt hat sich die Lage seither deutlich gebessert.

Ein entscheidender Impuls hierfür kam von staatlichen Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft. So wurden etwa Mindestreserveanforderungen für Banken gesenkt, um die Kreditvergabe anzukurbeln und gezielt neue Sektoren zu fördern. „Mittlerweile hat sich die Kreditvergabe in China komplett gedreht. Früher floss ein Großteil in den Immobiliensektor und große Unternehmen. Heute geht deutlich mehr Kapital in die Industrie sowie in kleine und mittlere Betriebe“, so Tinti.

Auch die Abhängigkeit vom Export ist deutlich gesunken. Dieser macht inzwischen weniger als zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Gleichzeitig hat China seine Absatzmärkte erfolgreich diversifiziert. Die Bedeutung der USA ist deutlich zurückgegangen. Schließlich hat man sich schon während der ersten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump nach neuen Absatzkanälen umgesehen. „Das größte Exportwachstum liegt mittlerweile innerhalb Asiens – etwa in Indien, ASEAN-Staaten oder Vietnam“, erklärt die Aktienexpertin.

Beim nationalen Volkskongress in China werden jährlich die wirtschaftliche und politische Ausrichtung des Landes festgelegt. (c) APA-Images / Action Press / Kyodo News

Iran-Krieg nur geringer Belastungsfaktor

Der Krieg im Iran dürfte sich im Vergleich zu anderen Märkten weniger drastisch auf die chinesische Wirtschaft auswirken. „Die Chinesen haben sich frühzeitig mit Öl aus der Region eingedeckt und verfügen über entsprechende Puffer“, erklärt Tinti.

Zudem ist die Energieversorgung breit diversifiziert. Neben Importen aus dem Nahen Osten spielen Russland sowie eigene Ressourcen wie Kohle eine wichtige Rolle. Dadurch ist China weniger anfällig für kurzfristige Preisschwankungen als viele andere Länder. In einem Umfeld steigender Energiepreise könnte sich dies sogar als Vorteil erweisen – insbesondere, da China zuletzt eher mit deflationären Tendenzen konfrontiert war.

Künstliche Intelligenz: Kein neues Thema – aber zunehmend wichtig

Ein Thema, das schon im letzten Fünfjahresplan der Zentralregierung eine wichtige Rolle spielte, wird freilich weiter forciert: Künstliche Intelligenz. China investiert bereits seit Jahren konsequent in diesen Bereich und gehört heute weltweit zu den führenden Nationen. So hat man bei den Patentanmeldungen im KI-Bereich längst die Nase vor den USA – auf ein US-Patent kommen aktuell drei aus China. „KI ist kein neues Thema, aber im aktuellen Plan noch einmal deutlich stärker verankert“, sagt Tinti.

Dass die politischen Prioritäten, die im Fünfjahresplan festgelegt werden, auch an den Kapitalmärkten Wirkung zeigen, belegt laut der Marktexpertin ein Blick auf den Markt der vergangenen Jahre: „Rund 80 Prozent der Subsektoren, die im letzten Fünfjahresplan im Fokus standen, haben den Gesamtmarkt seither outperformt.“

Wo sich aktuell Chancen ergeben

Im Fokus der Fondsmanagerin des Schwellenländer-Aktienfonds ERSTE STOCK EM GLOBAL stehen derzeit vor allem technologiegetriebene Bereiche. So zum Beispiel Unternehmen aus den Bereichen Halbleiter und Künstliche Intelligenz, denen die zunehmende Digitalisierung und das strategische Ziel technologischer Unabhängigkeit Rückenwind gibt. Auch Industriewerte gewinnen an Bedeutung, etwa im Zuge des Ausbaus digitaler Infrastruktur wie Rechenzentren.

Potenzial bieten auch die Sektoren Robotic und Internetbanking, sowie der Gesundheitssektor, insbesondere bei innovativen Biotechnologie- und E-Commerce-Unternehmen. „Früher musste man sich Medikamente in China direkt aus dem Spital holen. Das wurde mittlerweile geändert wodurch viele Online-Plattformen über die man Medikamente beziehen kann, in den Markt drängen“, sieht Tinti in diesem Bereich Wachstumspotenzial. Neben China rücken aber auch andere asiatische Märkte in den Fokus. Besonders Südkorea kommt der KI-Boom aktuell stark entgegen, etwa im Bereich Speicherchips.

Fazit


China bleibt auf einem klar definierten, langfristigen Wachstumspfad. Im Fokus stehen Qualität, Innovation und struktureller Wandel. Für Anleger:innen bedeutet das: Wer gezielt in die richtigen Sektoren investiert, kann auch künftig am Wachstumspotenzial der chinesischen Wirtschaft teilhaben – beispielsweise breit gestreut mit dem Aktienfonds ERSTE STOCK EM GLOBAL.

Hinweis: Investitionen in Wertpapiere bergen neben Chancen auch Risiken.

Der Fonds im Überblick

Der ERSTE STOCK EM GLOBAL investiert breit gestreut in Aktien aus Schwellenländern und verfolgt einen aktiven Investmentansatz mit klarem Fokus auf strukturelle Wachstumstrends. Neben China als Kernmarkt liegt ein besonderer Schwerpunkt auf ausgewählten asiatischen Ländern wie Südkorea oder Taiwan.

Hinweis: Die Entwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für künftige Wertentwicklungen. Die Berechnung der Wertentwicklung erfolgt lt. OeKB Methode. Die Wertentwicklung unterstellt eine vollständige Wiederveranlagung der Ausschüttung und berücksichtigt die Verwaltungsgebühr sowie eine allfällige erfolgsbezogene Vergütung. Der bei Kauf gegebenenfalls anfallende einmalige Ausgabeaufschlag und allenfalls individuelle transaktionsbezogene oder laufend ertragsmindernde Kosten (z.B. Konto- und Depotgebühren) sind in der Darstellung nicht berücksichtigt. 



Im Zentrum der Strategie steht die gezielte Selektion von Unternehmen mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial. Dabei setzt das Fondsmanagement bewusst auf Zukunftsthemen wie Technologie, Digitalisierung und Gesundheit. Ziel ist es, langfristig attraktive Renditen zu erzielen und gleichzeitig an den strukturellen Veränderungen in den globalen Schwellenländern zu partizipieren.

Hinweis: Investitionen in Wertpapiere bergen neben Chancen auch Risiken.

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Risikohinweise ERSTE STOCK EM GLOBAL

Bitte beachten Sie, dass die Veranlagung in Wertpapiere neben den geschilderten Chancen auch Risiken birgt.

Der Fonds verfolgt eine aktive Veranlagungspolitik. Die Vermögenswerte werden diskretionär ausgewählt. Der Fonds orientiert sich an einem Vergleichsindex (aus lizenzvertraglichen Gründen erfolgt die konkrete Nennung des verwendeten Index in Prospekt, Punkt 12 oder Basisinformationsblatt „Ziele“). Zusammensetzung und Wertentwicklung des Fonds können wesentlich bis vollständig, kurz- und langfristig, positiv oder negativ von jener des Vergleichsindex abweichen. Der Ermessensspielraum der Verwaltungsgesellschaft ist nicht eingeschränkt.

 

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