Das neue Jahr hat begonnen, wie das alte geendet hat: Der US-Präsident beherrscht die Schlagzeilen und während Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zunehmend in den Hintergrund rücken, dominiert das Recht des Stärkeren. Welche Auswirkungen all diese Entwicklungen auf die Märkte haben werden, ist schwer vorherzusehen. Die Risikoliste ist zwar lang, trotzdem bleibt das fundamentale Umfeld für Aktien positiv.
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass eine Veranlagung in Wertpapiere neben Chancen auch Risiken beinhaltet.
Seit Jahresbeginn ist einiges geschehen, das einmal mehr und einmal weniger wichtig für die Märkte ist:
Venezuela und das Öl
In einer Kommandoaktion haben die USA den Präsidenten Venezuelas festgenommen. Ziel ist es, das Land de facto zu kontrollieren und die Ölproduktion zu sichern. Venezuela verfügt über knapp 20 % der globalen Ölreserven.
Für die globalen Finanzmärkte sind die Auswirkungen vermutlich begrenzt, für lateinamerikanische Vermögenswerte(Währungen, Anleihen, Aktien) könnten sie jedoch tendenziell positiv sein.
Gleichzeitig erhöhen die USA den politischen Druck auf Länder wie Kolumbien, Kuba, Mexiko sowie Grönland bzw. Dänemark. Ziel ist es, den Einfluss von China und Russland in Lateinamerika zurückzudrängen.
Rückzug aus internationalen Organisationen und massive Aufrüstung
Die USA haben ihren Austritt aus 66 internationalen Organisationen angekündigt, darunter auch Einrichtungen im Umfeld der UNO. Der multilaterale Ansatz weicht einem klaren „America First“-Kurs.
Mehr staatlicher Einfluss auf Unternehmen
Gleichzeitig solldas US-Verteidigungsbudget um 500 Milliarden US-Dollar steigen und künftig rund 1.500 Milliarden US-Dollar betragen.
Rüstungskonzerne sollen keine Dividenden ausschütten oder Aktien zurückkaufen, solange öffentliche Aufträge nicht abgearbeitet sind. Stattdessen sollen Produktionskapazitäten ausgebaut werden. Diese Form der staatlichen Steuerung erinnert stark an den chinesischen Ansatz.
Institutionelle Investor:innen sollen künftig keine Einfamilienhäuser mehr erwerben dürfen – ein weiterer Eingriff in den privaten Sektor.
Die Zinsen für Kreditkarten sollen für ein Jahr auf 10 % begrenzt werden. Das hilft zwar vielen Haushalten kurzfristig, könnte aber dazu führen, dass besonders schwache Kreditnehmer:innen keinen Zugang mehr zu Kreditkarten erhalten.
Eskalation im Konflikt mit der US-Notenbank
Der Konflikt zwischen der US-Administration und der Federal Reserve hat sich zugespitzt. Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung gegen Fed-Chef Jerome Powell ein.
Powell kommentierte dies mit deutlichen Worten: Die Notenbank handle im Interesse der Öffentlichkeit – nicht nach politischen Vorgaben. Er meinte, dass die Androhung strafrechtlicher Schritte darin liege, dass man bei der Zinspolitik nicht den Präferenzen des US-Präsidenten Donald Trump folge.
Geopolitik: Macht, Einfluss und ein neues „D“
Globale Trends werden oft mit zahlreichen „D“-Wörtern beschrieben: Deglobalisierung, Digitalisierung, Defizite, Dekarbonisierung, demokratische Erosion, Demografie, De-Dollarisierung,…
Nun scheint es so, als würde sich ein neues „D“ aufdrängen – die „Donroe-Doktrin“. Inmitten einer sich ändernden Weltordnung bekräftigt die Neuinterpretation der Monroe-Doktrin den Machtanspruch der Vereinigten Staaten auf die westliche Hemisphäre.
Und die Wirtschaft? Überraschend robust
Parallel zu den Aktionen und Ankündigungen des US-Präsidenten zeichnen jüngste Konjunkturdaten ein insgesamt positives Bild für die Märkte:
- Das US-BIP wuchs im dritten Quartal 2025 annualisiert um rund 3 %, für das vierte Quartal deuten Frühindikatoren sogar auf über 5 % hin.
- Der ISM-Index für Dienstleistungen liegt mit 54,4 klar im Expansionsbereich – das deutet auf anhaltendes Wachstum.
- Die Gewinne der Unternehmen stiegen im dritten Quartal um 9,1 % im Jahresvergleich. Die Produktivität legte um 1,9 % zu.
- Der weltweite Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen ist zwar leicht gefallen, signalisiert mit 52,0 aber weiterhin Trendwachstum.
- Der IT- und KI-Boom setzt sich fort, etwa in Taiwan mit einem Produktionsplus von 16,2 %.
Trotzdem gibt es auch weiterhin neben den politischen Störgeräuschen Unsicherheitsfaktoren für die Börsen. So zeigt sich der US-Arbeitsmarkt weiterhin uneinheitlich. Die Beschäftigung stagniert, die Arbeitslosigkeit ist leicht gefallen. Produktivitätsgewinne gleichen dies bisher aus. Auch die globale Fertigung wächst nur geringfügig mit knapp über einem Prozent derzeit.
China: Exportüberschüsse und Deflation
China verzeichnet zuletzt einen Rekord-Handelsüberschuss von rund 2 % des globalen BIP. Da Investitionen zurückgehen und der Konsum nicht ausreichend gestärkt wird, befindet sich das Land in einer Deflationsphase. Der Versuch, Produktionsüberschüsse zu exportieren, verschärft internationale Handelsspannungen. Aus ökonomischer Sicht wäre eine Aufwertung des Renminbi naheliegend.
Was bedeutet das für Investor:innen?
Das aktuelle Umfeld lässt sich als „inflationäres Wachstum“ beschreiben. Historisch ist das günstig für risikobehaftete Vermögenswerte, insbesondere für Aktien mit moderaten Bewertungen – also beispielsweise Value-Aktien.
Zusätzliche Unterstützung kommt von:
👉 Expansiver Fiskalpolitik in den USA, China und Deutschland
👉 Niedrigen realen Leitzinsen
👉 Druck auf Zentralbanken, die Zinsen zu senken
Es bleibt also bisher alles beim Alten: Die Weltordnung verändert sich, die Aktienkurse steigen an. Jedoch ein Risikofaktor könnten die Demonstrationen im Iran werden: unabhängig einer politischen Bewertung der Unruhen, könnte ein Regimewechsel möglicherweise zu Ausfällen bei der Ölproduktion führen, was den Rohölpreis nach oben springen lassen dürfte.
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