Das Wort „KI“ darf auch 2026 in keinem Marktausblick fehlen. Hinter den rasanten Fortschritten die scheinbar ungebremst verzeichnet werden stehen Milliardeninvestitionen in Rechenzentren, Chips – und vor allem in eines: Strom. Der Engpass verschiebt sich zunehmend weg von der reinen Rechenleistung hin zur Energieversorgung. Oder wie es Microsoft-CEO Satya Nadella zuletzt auf den Punkt brachte:
„The biggest issue we’re having now isn’t chips — it’s power”
Für Anleger:innen eröffnet diese Entwicklung eine neue Perspektive: Der KI‑Boom ist nicht nur ein Technologie‑, sondern auch ein Infrastrukturthema. Wo Rechenzentren entstehen, braucht es Stromerzeugung, Netze und Speicher. Viele dieser Lösungen kommen aus dem Umfeld der erneuerbaren Energien und Umwelttechnologien. Denn KI benötigt eines ganz besonders – viel und verlässlich verfügbaren Strom.
Der neue Flaschenhals: Datenzentren, Netze und der Wettlauf um Strom
Warum wird Strom zunehmend zum limitierenden Faktor? KI‑Systeme müssen nicht nur „smart“ sein, sondern dauerhaft und im großen Maßstab rechnen – Training, Inferenz, Kühlung und Backup‑Systeme laufen rund um die Uhr. In der Konsequenz entsteht ein Wettlauf um Netzanschlüsse und kurzfristig verfügbare Erzeugungskapazitäten. „Speed to Power“ wird zur entscheidenden Größe: Wer schneller Zugang zu Strom erhält, kann Rechenleistung rascher hochfahren und neue Anwendungen skalieren.
Erneuerbare Energien spielen in diesem Kontext eine zentrale Rolle. Sie lassen sich häufig schneller realisieren als konventionelle Großkraftwerke und können effizient mit Speicherlösungen kombiniert werden. Entscheidend ist dabei nicht, welches KI‑Modell sich langfristig durchsetzt. Die Datenzentren werden gebaut – und Strom sowie Netzanschlüsse werden unabhängig davon benötigt. In anderen Worten: Die Unternehmen rund um Energieversorgung und -effizienz liefern die Schaufeln für den Goldrausch.
Strombedarf als Strukturthema entlang der Wertschöpfungskette
👉 Mehr Erzeugungskapazität
Mit dem Ausbau der Rechenzentren steigt der Bedarf an zusätzlicher Stromproduktion. Ein wesentlicher Teil dieses Mehrbedarfs wird über erneuerbare Quellen gedeckt – nicht zuletzt, weil sie planbar, skalierbar und zunehmend kosteneffizient sind.
👉 Netze rücken in den Mittelpunkt
Die Netzinfrastruktur in Europa und den USA ist vielerorts überaltert. Versorgungsunternehmen sind daher gezwungen, umfangreiche Investitionen vorzunehmen. Netzausbau und entsprechende Zulieferer entwickeln sich zu einem Schlüsselfaktor für die Energiewende – und für die Funktionsfähigkeit der digitalen Wirtschaft.
👉 Speicher und Elektrifizierung gewinnen an Bedeutung
Je höher der Anteil volatiler Erzeugung aus Wind und Solar und je größer die Last durch Rechenzentren, desto wichtiger werden Speicherlösungen, Lastmanagement und Elektrifizierung. Der Ausbau der Datenzentren geht Hand in Hand mit einem steigenden Bedarf an Energie‑ und Speicherkapazitäten.
Berichtssaison: Energiesegment mit positiver Tendenz
Ein kurzer Blick auf die jüngste Berichtssaison unterstreicht den strukturellen Trend. Im Bereich erneuerbare Energien zeigte sich zuletzt ein zunehmend stabileres Bild, das sich auch in der Kursentwicklung widerspiegelte. Gleichzeitig bleiben die Unterschiede innerhalb des Sektors deutlich.
Unternehmen im Zusammenhang mit dem Netzausbau und entsprechende Zulieferer zeigen weiterhin eine robuste Entwicklung. Die Netzinfrastruktur in Europa und den USA ist überaltert, was dazu führt, dass Versorgungsunternehmen, die normalerweise sehr vorsichtig agieren, enorme Investitionen tätigen (müssen). Positiv ist auch der generell steigende Strombedarf, denn ein Großteil davon wird durch erneuerbare Energien gedeckt.
Andere Segmente – etwa Offshore‑Wind – sind von höherer Unsicherheit geprägt. Selektive Titelauswahl und aktives Management behalten daher ihre Bedeutung.
Hinweis: Investitionen in Wertpapiere bergen neben Chancen auch Risiken.
Tech-Konzerne werden selbst zu Energieakteuren
Die großen Tech-Konzerne und Player im KI-Business werden zunehmend selbst aktiv. So kündigte Meta (Facebook) im September an, künftig selbst im Energiehandel tätig sein zu wollen. Als einer der größten Nachfrager von Energie macht es Sinn, sich hier aktiver im Markt zu positionieren.
Hinweis: Die in diesem Beitrag angeführten Unternehmen sind beispielhaft ausgewählt worden und stellen keine Anlgeempfehlung dar.
Auch Alphabet (Google) setzte zuletzt ein deutliches Zeichen. Mit der Übernahme des Erneuerbaren‑Energie‑Entwicklers Intersect für rund 4,75 Milliarden US‑Dollar sicherte sich der Konzern nicht nur bestehende Projekte, sondern vor allem die Entwicklungspipeline für künftige Solar‑ und Windanlagen. Intersect ist seit Jahren auf die Bereitstellung erneuerbarer Energie für Datenzentren spezialisiert und hatte bereits zuvor mit Alphabet zusammengearbeitet.
Bemerkenswert ist dabei weniger der Deal selbst als seine strategische Stoßrichtung: Der Zugang zu künftigem Stromangebot rückt in den Mittelpunkt. Es geht nicht mehr nur um aktuelle Kapazitäten, sondern um die Kontrolle über Projekte, die erst in den kommenden Jahren ans Netz gehen werden – alles darauf ausgerichtet, den Stromhunger der eigenen KI-Infrastruktur langfristig und nachhaltig zu decken.
Unternehmen im Fokus: HA Sustainable Infrastructure Capital
Ein Beispiel für eines der „Schaufel“-Unternehmen, die im Sog des KI-Booms und dem steigenden Strombedarf Rückenwind bekommen, ist HA Sustainable Infrastructure Capital (HASI). Das US‑Unternehmen finanziert seit mehr als vier Jahrzehnten Infrastrukturprojekte im Bereich erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Netze und zählt damit zu den wichtigen Bindegliedern zwischen Kapitalmarkt und realwirtschaftlichem Ausbau der Energieversorgung.
HASI richtet seinen Fokus gezielt auf Projekte, die zur Stabilisierung und Erweiterung der Strominfrastruktur beitragen. Das verwaltete Vermögen wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut und liegt zuletzt im zweistelligen Milliarden‑US‑Dollar‑Bereich. Diese Skalierung ist eng mit dem strukturell steigenden Energiebedarf verbunden – insbesondere dort, wo neue, stromintensive Verbraucher wie Rechenzentren entstehen.
Ein konkretes Beispiel für diese Rolle ist die Beteiligung an großvolumigen Erneuerbaren‑Projekten in den USA. Über ein Joint Venture mit KKR stellte HASI Kapital für eines der größten Wind‑ und Übertragungsprojekte des Landes bereit: das 2,6‑Gigawatt‑Projekt SunZia in New Mexico, inklusive einer rund 900 Kilometer langen Hochspannungsleitung bis nach Arizona. Solche Projekte sind essenziell, um Strom aus Regionen mit hohem Erzeugungspotenzial dorthin zu bringen, wo der Bedarf – etwa durch Datenzentren – am schnellsten wächst.
Fazit: KI treibt Strom – Strom treibt Investitionen
Der KI‑Boom ist ein globaler Megatrend, der sich nicht auf eine einzelne Kennzahl reduzieren lässt. In einer Konsequenz ist er jedoch eindeutig: Ohne Strom keine KI. Für Anleger:innen bedeutet das, KI nicht nur durch die Brille von Chips und Cloud‑Software zu betrachten, sondern auch die Infrastruktur dahinter in den Blick zu nehmen – Erzeugung, Netze, und Speichertechnologien. In diesem Zusammenspiel rücken erneuerbare Energien und Umwelttechnologien zunehmend in den Mittelpunkt, weil sie schnelle, skalierbare Lösungen für den wachsenden Strombedarf liefern.
Erneuerbare Energien und Energieeffizienz im Fokus
Die Themen Energie und Energieeffizienz sind in den beiden Aktienfonds ERSTE GREEN INVEST und ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT seit vielen Jahren ein zentraler Schwerpunkt. Beide Fonds investieren unter anderem gezielt in Unternehmen, die Lösungen für die Erzeugung erneuerbarer Energie, den Ausbau von Netzen, Speichertechnologien sowie Effizienzsteigerungen entlang des Energiesystems entwickeln.
Damit adressieren sie genau jene strukturellen Herausforderungen, die durch den steigenden Strombedarf – etwa im Zuge von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz – zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Für Privatanleger:innen bieten die Fonds die Möglichkeit, breit gestreut in dieses Thema zu investieren und gleichzeitig an weiteren langfristigen Wachstumstrends teilzuhaben. Dazu zählen unter anderem Abfall- und Recyclinglösungen, nachhaltige Wasserversorgung sowie weitere Umwelttechnologien, die einen positiven Nutzen für die Umwelt oder Gesellschaft haben. Durch die globale Ausrichtung und aktive Titelauswahl wird das Investment nicht auf einzelne Technologien oder Regionen beschränkt, sondern entlang mehrerer Zukunftsthemen diversifiziert.
👉 Mehr Informationen zum ERSTE GREEN INVEST finden Sie auf unserer Landingpage
👉 Details zum ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT finden Sie ebenfalls auf der Landingpage
Hinweise: Beachten Sie dass erhöhte Wertschwankungsrisiko bei Investitionen in Wertpapiere. Beide Fonds verfolgen eine aktive Veranlagungspolitik und orientieren sich nicht an einem Vergleichsindex. Die Vermögenswerte werden diskretionär ausgewählt und der Ermessensspielraum der Verwaltungsgesellschaft ist nicht eingeschränkt.
Weitere Ausführungen zur nachhaltigen Ausrichtung des ERSTE GREEN INVEST und des ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT sowie zu den Angaben gemäß Offenlegungs-Verordnung (Verordnung (EU) 2019/2088) und Taxonomie-Verordnung (Verordnung (EU) 2020/852) sind dem aktuellen Prospekt, Punkt 12 und Anhang „Nachhaltigkeitsgrundsätze“ zu entnehmen. Bei der Entscheidung, in den ERSTE GREEN INVEST oder den ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT zu investieren, sollten alle Eigenschaften oder Ziele des ERSTE GREEN INVEST sowie des ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT berücksichtigt werden, wie sie in den Fondsdokumenten beschrieben sind.
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