Im Beitrag von letzter Woche haben wir bereits die wachsenden Spannungen im Nahen Osten thematisiert. Seit Samstag hat sich der Konflikt zu einer offenen militärischen Konfrontation entwickelt. Geopolitische Ereignisse wie diese lösen verständlicherweise Sorgen aus – in erster Linie natürlich um die Menschen in der Region, aber auch mit Blick auf die Entwicklungen in der nahen Zukunft: Was könnte das für die Realwirtschaft, die Zinsentwicklung und letztlich für die eigenen Investments bedeuten?
Wir möchten Ihnen im Folgenden transparent darlegen, was passiert ist, wie wir Ihr Portfolio in dieser Phase aktiv schützen und warum Besonnenheit an den Märkten jetzt Ihr bester Ratgeber ist.
Was genau ist passiert?
Am 28. Februar haben die USA und Israel eine großangelegte Schlagserie gegen militärische Ziele im Iran gestartet. Diese Angriffe richteten sich unter anderem gegen Führungsstrukturen, die Revolutionsgarden (IRGC), die Luftabwehr sowie Anlagen für Raketen und Drohnen. Dabei wurde auch das geistliche Oberhaupt des Landes, Ajatollah Ali Chamenei, getötet, wie der Iran in der Nacht auf Sonntag bestätigt hat. Klar ist jedenfalls, dass zentrale Komplexe schwer getroffen wurden. Der Iran reagiert daraufhin umgehend mit eigenen Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf US-Stützpunkte in den Golfstaaten, was zeitweise zu geschlossenen Lufträumen führte.
Für die Weltwirtschaft rückt nun vor allem ein Nadelöhr in den Fokus: die Schifffahrt durch die Straße von Hormus. Wir beobachten bereits, dass Öltanker die Route zunehmend meiden und die Versicherungsprämien für Frachtschiffe deutlich ansteigen.
Was bedeutet das wirtschaftlich?
Kurzfristig können durch diese Unsicherheiten die Öl-, Gas- und Transportpreise ansteigen. Das kann die Inflation leicht erhöhen und die Stimmung an den Börsen vorübergehend belasten. Unser Basisszenario (mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 60 %) geht davon aus, dass wir lediglich einen leichten wirtschaftlichen Dämpfer sehen und keine anhaltenden Beeinträchtigungen in der Straße von Hormus erleben werden. Erste Einschätzungen deuten darauf hin, dass die Ölpreise beim Wiedereröffnen der Märkte am Montag merklich ansteigen könnten. Die Ankündigung der OPEC ihre Fördermenge zu erhöhen, könnte jedoch preisdämpfend wirken. Solange der globale Schiffsverkehr weitgehend intakt bleibt, erwarten wir jedoch, dass sich diese erste „Ölprämie“ wieder normalisiert. Auch die Notenbanken (wie die Europäische Zentralbank EZB und die US-Notenbank Fed) dürften laut unserer Einschätzung vorerst an ihrem Kurs festhalten und Zinssenkungen nur bei echtem Stabilitätsstress in Erwägung ziehen.
Was tun wir in den Portfolios?
Aktuell sehen wir unsere Fonds und Portfolien für die aktuelle Marktphase als gut positioniert an. Generell sind wir in unseren Portfolien und Fonds leicht defensiv positioniert mit einer Aktienquote, welcher an der strategischen Ausrichtung liegt. Unsere Allokation zu Gold sollte ebenfalls ein Gegengewicht zu dem aktuellen geopolitischen Schock darstellen. Die Veranlagungen in geldmarktnahen Instrumenten dämpfen ebenfalls die Volatilität, erlaubt es uns aber auch Chancen, die sich aus den Verwerfungen ergeben könnten, zu ergreifen.
Was behalten wir für Sie im Blick?
Um unser Risikomanagement jederzeit anpassen zu können, haben wir ein wachsames Auge auf die wichtigsten wirtschaftlichen Frühwarnsysteme:
- Die globalen Handelswege: Wir beobachten genau, ob der Schiffsverkehr durch das Nadelöhr der Straße von Hormus funktioniert und wie sich die weltweiten Transportkosten und Versicherungsprämien entwickeln.
- Die Energiemärkte: Statt auf kurzfristige Preisschwankungen achten wir auf Indikatoren, die uns frühzeitig vor einer längerfristigen Verknappung am Öl- und Gasmarkt warnen.
- Die Wirtschaftslage der Unternehmen: Wir prüfen laufend, ob die aktuelle Unsicherheit dazu führt, dass Kredite für Unternehmen teurer werden, was die globale Wirtschaft einbremsen könnte.
Unsere Empfehlung für Sie: Ruhe bewahren
Auch wenn die Nachrichtenlage derzeit bedrohlich wirken mag, sind politische Entwicklungen an den Finanzmärkten oft nur von kurzfristiger Natur. Für Sie als Investor:in ist es jetzt wichtig:
- Langfristig denken: Behalten Sie Ihre Anlageziele im Blick. Taktische Kurzschlussreaktionen und panische Verkäufe schaden dem langfristigen Vermögensaufbau meist mehr, als sie nützen.
- Bleiben Sie besonnen: Streuen Sie Ihre Investments breit und behalten Sie Ihre Renditechancen im Auge. Eine solide Diversifikation über verschiedene Anlageklassen hinweg ist der beste Puffer gegen geopolitische Schwankungen.
- Das Gespräch suchen: Es ist völlig normal, in solchen Phasen unsicher zu sein. Zögern Sie nicht, Rücksprache mit Ihrem/Ihrer Berater:in zu halten, um Fragen zu Ihrer individuellen Aufstellung zu klären.
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass eine Veranlagung in Wertpapiere neben Chancen auch Risiken beinhaltet.
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