Der anhaltende KI-Boom und die rasant steigende Nachfrage nach den dafür benötigten Computerchips haben zuletzt Südkorea und Taiwan ins Rampenlicht gerückt. Ein großer Teil der Gewinne im Rahmen des KI-Ausbaus wird in diesen beiden Ländern gemacht. Die beiden Volkswirtschaften profitieren enorm von ihren Konzernen, die für KI-Anwendungen eine enorme Rolle spielen. Mehr als die Hälfte der für KI-Rechenzentren wichtigen Hochleistungsspeicherchips kommt aus Südkorea, ebenfalls über die Hälfte aller weltweit hergestellten Halbleiter-Bauteile aus dem nur 24 Mio. Menschen zählenden Taiwan.
Das Ausmaß der Brancheneuphorie zeigte sich im Frühling auf der Messe Computex in der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh. Der Andrang auf Asiens größte Elektronikmesse war enorm, die Goldgräberstimmung bescherte der Veranstaltung einen neuen Besucherrekord. Konzern- und Regierungschefs tauschten sich hier aus, vereinbarten Mega-Investitionen und Kooperationen und überschlugen sich mit optimistischen Aussagen zu den Wachstumsaussichten der Branche. Taiwans Präsident Lai Ching-te bezeichnete die Rolle seines Landes für die KI-Branche bei der Messeeröffnung als „unverzichtbar“.

Taiwans Wirtschaft im zweiten Quartal fast um 10 Prozent gewachsen
Taiwan ist dank des KI-Booms zu einer der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt aufgestiegen. Die Statistikbehörde des Landes erwartet für 2026 ein Wirtschaftswachstum von 9,6 Prozent. Das wäre das stärkste Plus seit 16 Jahren. Im zweiten Quartal ist das BIP überraschend kräftig um 12,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen. Experten hatten lediglich mit einem Plus von gut 10 Prozent gerechnet. Im ersten Quartal lag das BIP-Plus sogar bei 14,6 Prozent, das war der stärkste Anstieg seit fast 40 Jahren. Auch die Exportaufträge stiegen zuletzt rasant an und wuchsen dank der starken Nachfrage nach Halbleitern durch den KI-Boom im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat um 59,4 Prozent auf 95,26 Mrd. Dollar. Das war bereits der 17. monatliche Anstieg in Folge und übertraf die bereits hochgesteckten Erwartungen.
Die Auftragseingänge der taiwanesischen Firmen gelten als wichtiger Frühindikator für die weltweite Nachfrage nach Technologieprodukten. Taiwan spielt eine entscheidende Rolle in der weltweiten KI-Lieferkette. Konzerne wie Nvidia und Apple sind auf die hochmodernen Chips aus dem Land angewiesen. Diese Stellung verdankt das Land vor allem dem weltgrößten Auftragsfertiger für Halbleiter, Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC).
Hinweis: Die in diesem Beitrag angeführten Unternehmen sind beispielhaft ausgewählt worden und stellen keine Anlageempfehlung dar.
TSMC und Foxconn meldeten sprunghafte Steigerungen im Quartal
Zuletzt hat TSMC den fünften Rekord-Quartalsgewinn in Folge gemeldet. Der wertvollste börsennotierte Konzern Asiens steigerte den Überschuss im zweiten Quartal um 77 Prozent auf umgerechnet 19,15 Mrd. Euro. Das waren um etwa 2 Mrd. Euro mehr als von Analysten erwartet und der neunte zweistellige prozentuale Anstieg in Folge. Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger hob bei der Zahlenvorlage auch seine Gesamtjahresziele an. Die Nachfrage werde bis mindestens 2030 stark bleiben. Das taiwanische Unternehmen prognostizierte zudem höhere Investitionen und stellte den Bau zusätzlicher Fabriken in den USA in Aussicht.
Auch die ebenfalls taiwanesische Foxconn hat ihren Umsatz dank der rasant wachsenden KI-Nachfrage zuletzt sprunghaft gesteigert. Im zweiten Quartal wuchsen die Erlöse des weltgrößten Elektronik-Auftragsfertigers im Jahresvergleich um fast 40 Prozent auf rund 2,5 Billionen Taiwan-Dollar oder knapp 69 Mrd. Euro. Damit übertraf der wichtigste Server-Bauer von Nvidia und größte iPhone-Monteur von Apple die Schätzungen von Analysten. Die starke KI-Nachfrage habe zu einem robusten Umsatzwachstum in der Sparte für Cloud- und Netzwerkprodukte geführt, führte Foxconn aus. Zudem habe das Unternehmen in der Sparte der intelligenten Unterhaltungselektronik, zu der iPhones gehören, ein signifikantes Wachstum verzeichnet. Für das dritte Quartal rechnet der Konzern mit weiterem Wachstum.
Südkoreas Wachstum überraschte zuletzt positiv
Das Wirtschaftswachstum in Südkorea ist verglichen mit Taiwan moderat, konnte zuletzt aber dank der Chip-Nachfrage und boomenden Halbleiter-Exporten ebenfalls positiv überraschen. Das BIP des Landes legte im zweiten Quartal um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zu. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet. Wachstumstreiber waren im Frühjahr die Exporte. Diese stiegen um 1,4 Prozent.
Dafür sorgte vor allem die steigende Nachfrage nach Halbleitern, Maschinen und Ausrüstung. Südkorea hat mit dem Speicherchip-Hersteller SK Hynix, dem Branchenriesen Samsung Electronics und dem Chipausrüster Hanmi Semiconductor gefragte Unternehmen, die wichtige Ausrüstung für den Bau von KI-Rechenzentren liefern. Die Zentralbank hatte erst im Mai ihre Wachstumsprognose für das Gesamtjahr 2026 auf 2,6 Prozent angehoben. Nun hält sie ein größeres Plus für möglich. „Sollte das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte im Schnitt bei mehr als minus 0,1 Prozent liegen, könnten wir im Gesamtjahr ein Wachstum von 3 Prozent sehen“, sagte ein Notenbankvertreter.
SK Hynix und Samsung auf Rekordkurs
Der südkoreanische Chipproduzent SK Hynix hat im Zuge des boomenden KI-Geschäfts zuletzt erneut Rekordgewinne eingefahren. Im zweiten Quartal versechsfachte das Unternehmen seinen Betriebsgewinn auf 60,6 Bio. Won (rund 36,5 Mrd. Euro). Der Umsatz kletterte um 257 Prozent auf 48,15 Mrd. Euro, blieb damit jedoch unter den Schätzungen.
Damit setzt SK Hynix seinen seit Jahren nahezu ununterbrochenen Wachstumskurs fort. Treibende Kraft hinter diesem rasanten Wachstum ist die enorme Nachfrage nach hochmodernen Speicherchips, die für KI-Anwendungen benötigt werden. SK Hynix zählt bei den margenstarken Chips zu den Weltmarktführern, bei den für KI-Anwendungen besonders wichtigen HVM-Speichern (High Bandwidth Memory) hat der Konzern einen Weltmarktanteil von 61 Prozent.
Auch der südkoreanische Elektronikriese Samsung steuert im Zuge des anhaltenden KI-Booms weiter auf Rekordkurs. Im zweiten Quartal verdiente der Konzern operativ etwas mehr als 89 Billionen Won (rund 51 Mrd. Euro), eine Steigerung um das 19fache im Vergleich zum Vorjahresquartal. Samsung verbuchte damit das dritten Geschäftsquartal in Folge einen Firmenrekord.
Mega-Investitionen und Kooperationen sollen Wachstum sichern
Die Regierungs- und Firmenchefs von Südkorea und Taiwan haben sich zuletzt optimistisch für die Halbleiterbranchen gegeben und wollen die Stellung ihrer Länder mit weiteren Investitionen und Kooperationen sichern. Südkorea hat etwa neue Projekte im KI-Bereich in Höhe von 950 Mrd. Dollar angekündigt. Beteiligt sind südkoreanische Konzerne wie Samsung Electronics und die SK Group sowie US-Technologieunternehmen. Die SK Group allein habe dabei Verträge im Wert von 750 Mrd. Dollar unterzeichnet, teilte das südkoreanische Präsidialamt mit. Dazu gehöre eine Partnerschaft der Tochter SK Hynix mit dem US-Chipriesen Nvidia über mehr als 500 Mrd. Dollar. Samsung Electronics schloss zudem eine Absichtserklärung mit Broadcom über bis zu 200 Mrd. Dollar ab, die unter anderem Speicherchips und Auftragsfertigung umfasst.
Die Vereinbarungen sind der jüngste Schritt von US-KI-Firmen, sich angesichts der hohen Nachfrage nach Rechenleistung frühzeitig Kapazitäten bei Südkoreas führenden Halbleiterherstellern zu sichern. Kunden fragten weitaus mehr Speicherplatz nach als erwartet, sagte der Vorsitzende der SK Group, Chey Tae-won. Der prognostizierte Speicherbedarf von Nvidia für die kommenden fünf Jahre könnte sich bald als zu niedrig erweisen. „Es würde mich nicht wundern, wenn (Nvidia-Chef Jensen) Huang mir bei unserem nächsten Treffen sagt, dass diese Zahlen zu niedrig waren, und fordert: ‚Ich will mehr.'“ Auch Samsung rechnet mit einer Verschärfung des weltweiten Chipmangels bis ins Jahr 2028. „Der Engpass wird sich 2027 im Vergleich zu diesem Jahr voraussichtlich weiter zuspitzen und 2028 anhalten“, sagte der Chef der Samsung-Speichersparte, Jaejune Kim, bei der Vorstellung der Quartalszahlen.
An den Börsen hat sich der gute Ausblick für Firmen aus Südkorea und Taiwan heuer in einer Kursrally niedergeschlagen. Sorgen um zu hohe Börsenbewertungen und überzogene Erwartungen hatten zwar zuletzt eine merkliche Korrektur ausgelöst, auf Jahressicht liegen die Börsen der beiden Länder aber immer noch stark im Plus. Sowohl Südkoreas Aktienindex Kospi als auch der taiwanesische TAIEX stehen derzeit rund 50 Prozent über ihren Ständen von Jahresbeginn.
Investieren in Taiwan und Südkorea
Mit dem ERSTE STOCK EM GLOBAL können Anleger gezielt an den Wachstumschancen der globalen Schwellenländer teilhaben. Aktuell ist mehr als die Hälfte des Fondsportfolios in Südkorea und Taiwan investiert – zwei Schlüsselmärkten des weltweiten KI- und Halbleiterbooms. Mit Taiwan Semiconductor, Samsung Electronics und SK Hynix bilden drei führende Technologieunternehmen die größten Positionen im Fonds. Informieren Sie sich jetzt über den ERSTE STOCK EM GLOBAL und seine langfristigen Anlagechancen. Hinweis: Bitte beachten Sie, dass eine Veranlagung in Wertpapiere neben Chancen auch Risiken beinhaltet.
Risikohinweise ERSTE STOCK EM GLOBAL
Bitte beachten Sie, dass die Veranlagung in Wertpapiere neben den geschilderten Chancen auch Risiken birgt.
Der Fonds verfolgt eine aktive Veranlagungspolitik. Die Vermögenswerte werden diskretionär ausgewählt. Der Fonds orientiert sich an einem Vergleichsindex (aus lizenzvertraglichen Gründen erfolgt die konkrete Nennung des verwendeten Index in Prospekt, Punkt 12 oder Basisinformationsblatt „Ziele“). Zusammensetzung und Wertentwicklung des Fonds können wesentlich bis vollständig, kurz- und langfristig, positiv oder negativ von jener des Vergleichsindex abweichen. Der Ermessensspielraum der Verwaltungsgesellschaft ist nicht eingeschränkt.
WICHTIGE RECHTLICHE HINWEISE
Hierbei handelt es sich um eine Werbemitteilung. Sofern nicht anders angegeben, Datenquelle Erste Asset Management GmbH. Die Kommunikationssprache der Vertriebsstellen ist Deutsch und jene der Verwaltungsgesellschaft zusätzlich auch Englisch.
Der Prospekt für OGAW-Fonds (sowie dessen allfällige Änderungen) wird entsprechend den Bestimmungen des InvFG 2011 idgF erstellt und veröffentlicht. Für die von der Erste Asset Management GmbH verwalteten Alternative Investment Fonds (AIF) werden entsprechend den Bestimmungen des AIFMG iVm InvFG 2011 „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ erstellt.
Der Prospekt, die „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ sowie das Basisinformationsblatt sind in der jeweils aktuell gültigen Fassung auf der Homepage www.erste-am.com jeweils in der Rubrik Pflichtveröffentlichungen abrufbar und stehen dem/der interessierten Anleger:in kostenlos am Sitz der jeweiligen Verwaltungsgesellschaft sowie am Sitz der jeweiligen Depotbank zur Verfügung. Das genaue Datum der jeweils letzten Veröffentlichung des Prospekts, die Sprachen, in denen der Prospekt bzw. die „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ und das Basisinformationsblatt erhältlich sind, sowie allfällige weitere Abholstellen der Dokumente, sind auf der Homepage www.erste-am.com ersichtlich. Eine Zusammenfassung der Anlegerrechte ist in deutscher und englischer Sprache auf der Homepage www.erste-am.com/investor-rights abrufbar sowie bei der Verwaltungsgesellschaft erhältlich.
Die Verwaltungsgesellschaft kann beschließen, die Vorkehrungen, die sie für den Vertrieb von Anteilscheinen im Ausland getroffen hat, unter Berücksichtigung der regulatorischen Vorgaben wieder aufzuheben.
Hinweis: Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das schwer zu verstehen sein kann. Bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, empfehlen wir Ihnen, die erwähnten Fondsdokumente zu lesen. Diese Unterlagen erhalten Sie zusätzlich zu den oben angeführten Stellen kostenlos am jeweiligen Sitz der vermittelnden Sparkasse und der Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG. Sie können die Unterlagen auch elektronisch abrufen unter www.erste-am.com.
Unsere Analysen und Schlussfolgerungen sind genereller Natur und berücksichtigen nicht die individuellen Merkmale unserer Anleger:innen hinsichtlich des Ertrags, der steuerlicher Situation, Erfahrungen und Kenntnisse, des Anlageziels, der finanziellen Verhältnisse, der Verlustfähigkeit oder Risikotoleranz. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Fonds zu.
Bitte beachten Sie: Eine Veranlagung in Wertpapieren birgt neben den geschilderten Chancen auch Risiken. Der Wert von Anteilen und deren Ertrag können sowohl steigen als auch fallen. Auch Wechselkursänderungen können den Wert einer Anlage sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Es besteht daher die Möglichkeit, dass Sie bei der Rückgabe Ihrer Anteile weniger als den ursprünglich angelegten Betrag zurückerhalten. Personen, die am Erwerb von Investmentfondsanteilen interessiert sind, sollten vor einer etwaigen Investition den/die aktuelle(n) Prospekt(e) bzw. die „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“, insbesondere die darin enthaltenen Risikohinweise, lesen. Ist die Fondswährung eine andere Währung als die Heimatwährung des/der Anleger:in, so können Änderungen des entsprechenden Wechselkurses den Wert der Anlage sowie die Höhe der im Fonds anfallenden Kosten – umgerechnet in die Heimatwährung – positiv oder negativ beeinflussen.
Wir dürfen dieses Finanzprodukt weder direkt noch indirekt natürlichen bzw. juristischen Personen anbieten, verkaufen, weiterverkaufen oder liefern, die ihren Wohnsitz bzw. Unternehmenssitz in einem Land haben, in dem dies gesetzlich verboten ist. Wir dürfen in diesem Fall auch keine Produktinformationen anbieten.
Zu den Beschränkungen des Vertriebs des Fonds an amerikanische oder russische Staatsbürger entnehmen Sie die entsprechenden Hinweise dem Prospekt bzw. den „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“.
In dieser Mitteilung wird ausdrücklich keine Anlageempfehlung erteilt, sondern lediglich die aktuelle Marktmeinung wiedergegeben. Diese Mitteilung ersetzt somit keine Anlageberatung.
Die Unterlage stellt keine Vertriebsaktivität der Verwaltungsgesellschaft dar und darf somit nicht als Angebot zum Erwerb oder Verkauf von Finanz- oder Anlageinstrumenten verstanden werden.
Die Erste Asset Management GmbH ist mit der Erste Bank und den österreichischen Sparkassen verbunden.
Beachten Sie auch die „Informationen über uns und unsere Wertpapierdienstleistungen“ Ihres Bankinstituts.

