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Von Verteidigung zu Cybersecurity: Wie Sicherheit zu einem strukturellen Investmentthema wird

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Von Verteidigung zu Cybersecurity: Wie Sicherheit zu einem strukturellen Investmentthema wird
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Sicherheit war lange ein Begriff, der vor allem mit Landesverteidigung und militärischer Abschreckung verbunden wurde. In den vergangenen Jahren hat sich dieses Verständnis jedoch grundlegend verändert. Geopolitische Spannungen, technologische Abhängigkeiten und die fortschreitende Digitalisierung haben das Thema Sicherheit deutlich breiter – und komplexer – gemacht. Für Investor:innen rückt damit ein Themenfeld in den Fokus, das weit über klassische Rüstungsunternehmen hinausgeht.

Geopolitische Entwicklungen als struktureller Hintergrund

Während die weltweiten Verteidigungsausgaben zwischen 2010 und 2021 kaum zugelegt haben, gibt es seit einigen Jahren einen deutlichen Anstieg. Die Gründe hierfür sind schnell gefunden: zunehmende geopolitische Spannungen und eine komplexere Bedrohungslage.

Spätestens seit dem russischen Angriff auf die Ukraine ist das Thema Sicherheit wieder in den Fokus gerückt. Die NATO‑Staaten haben sich zuletzt darauf verständigt, ihre Verteidigungsbudgets deutlich auszuweiten – nicht nur für klassische militärische Ausrüstung, sondern auch für Infrastruktur, Aufklärung und digitale Resilienz. Zum 3,5%-Ziel, also der Vorgabe zumindest 3,5% des BIP in klassische Militärausgaben zu stecken, fehlt den meisten europäischen NATO-Ländern jedoch noch einiges.

Die Verständigung zu höheren Verteidigungsausgaben stammt vom NATO-Gipfel aus dem Juni 2025. Die Mitgliedsstaaten haben sich dort darauf geeinigt, künftig insgesamt 5% des BIP für Verteidigung auszugeben. Neben den bereits angesprochenen 3,5% für klassische Militärausgaben beinhaltet das Ziel auch Investitionen in Infrastruktur, die auch militärisch nutzbar ist und die Terrorismus-Bekämpfung.

Die NATO-Ziele unterstreichen zwei zentrale Punkte:

  • Investitionen in Sicherheit umfassen heutzutage weit mehr als noch vor einigen Jahren – Infrastruktur und Cyber-Abwehr spielen eine zentrale Rolle.
  • Die Entwicklung ist eine strukturelle: Investitionen in die Sicherheit folgen einer veränderten Weltordnung, nicht kurzfristigen Konjunkturzyklen.

Cybersecurity: Die unsichtbare Frontlinie

Parallel zu geopolitischen Spannungen wächst eine zweite, oft weniger sichtbare Bedrohung: Cyberangriffe. Neuartige Angriffsformen im Netz – die oftmals KI-gestützt vonstatten gehen – sorgen dafür, dass digitale Sicherheit zu einem zentralen Thema für Staaten und Unternehmen gleichermaßen wird.

„Sicherheit wird heute deutlich umfassender verstanden als noch vor einigen Jahren. Staaten investieren nicht nur in militärische Fähigkeiten, sondern zunehmend auch in Schutzmechanismen für kritische Infrastruktur und digitale Systeme“, unterstreicht Kilian Minderlein, Head of Wholesale Deutschland bei der Erste Asset Management.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändert dabei nicht nur ganze Geschäftsmodelle, sondern auch die Bedrohungslandschaft. So steigt aktuell die Zahl automatisierter Angriffe und Deepfakes.

Vor dem Hintergrund des zunehmenden KI-Einsatzes geriet zuletzt jedoch auch die Cybersecurity-Branche selbst unter Druck an der Börse. Grund waren Sorgen davor, dass KI-Sicherheitslösungen etablierte Anbieter und Systeme zunehmend vom Markt drängen könnten. Bernhard Haas, Fondsmanager des Sicherheits-Aktienfonds ERSTE SECURITY INVEST hat hier eine gänzlich andere Einschätzung: „Wir gehen davon aus, dass die Demokratisierung von KI‑Technologien die Eintrittsbarrieren für Cyberangriffe senkt. Das erhöht nicht das Risiko für Cybersecurity‑Unternehmen, sondern vielmehr die Nachfrage nach ihren Lösungen“. Jüngste Kursrückgänge bei Cybersecurity-Unternehmen habe man im Fondsmanagement daher für Zukäufe genutzt.

Eine Umfrage unter CIOs, durchgeführt von der US-Investmentbank Morgan Stanley im Oktober 2025 zeigt, dass Ausgaben für Cybersecurity selten gekürzt werden. Während andere Budgets in unsicheren Zeiten unter Druck geraten können, zählt Sicherheit neben Cloud‑Infrastruktur und KI zu den stabilsten Investitionsbereichen.

Zulieferer mit vollen Auftragsbüchern

Dass Verteidigung & Sicherheit ein strukturelleres Wachstumsthema ist, zeigt auch ein Blick auf die Zuliefererindustrie in der Branche. Laut Daten von Morgan Stanley sieht die Rüstungszuliefererindustrie für die kommenden beiden Jahre ihre Kapazitäten weitgehend ausgelastet. Beim Großteil der Aufträge handelt es sich um langfristige Kontrakte. Für den Sektor bedeutet das vor allem eines: Planungssicherheit. Das macht sich auch in den Investitionsplänen deutlich: 9 von 10 Zuliefererbetriebe wollen ihre Produktionskapazitäten im Security&Defense-Bereich in den kommenden 12 Monaten weiter ausbauen.

Wie Sicherheit investierbar wird

Für Anleger:innen stellt sich die Frage, wie sich dieses breite Sicherheitsverständnis in Investmentstrategien abbilden lässt. Neben klassischen Verteidigungsunternehmen rücken dabei Zulieferer, Technologieanbieter und spezialisierte Softwarefirmen in den Fokus. Ein thematischer Ansatz ermöglicht es, entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu investieren – von physischer Sicherheit über industrielle Kapazitäten bis hin zu digitalem Schutz.

Genau diese drei zentralen Bereiche bündelt der ERSTE SECURITY INVEST: Verteidigung, Rüstungszulieferer und Cybersecurity. Wichtig ist die klare Abgrenzung: Der Fonds ist ein sogenannter Artikel 6 Fonds nach EU-Offenlegungsverordnung und somit nicht Teil der nachhaltigen Produktlinie der Erste Asset Management. Die Erste AM Mindeststandards gelten aber auch in diesem Fall. Das beinhaltet den Ausschluss von Unternehmen, die geächtete Waffen herstellen.

Gleichzeitig wird Cybersecurity als gleichwertiger Bestandteil des Sicherheitsbegriffs verstanden. Die Portfolioallokation spiegelt diese Dreiteilung wider und berücksichtigt sowohl geopolitische als auch technologische Entwicklungen. „Unser Ansatz zielt darauf ab, Sicherheit als Querschnittsthema zu verstehen – sowohl physisch als auch digital. Cybersecurity ist heute keine Ergänzung mehr, sondern ein zentraler Pfeiler moderner Sicherheitsstrategien“, so Bernhard Haas.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass Investitionen in Wertpapiere auch Risiken bergen.

Unternehmensbeispiele: Sicherheit in der Praxis


Die positive Entwicklung zeigt sich exemplarisch im Windenergiesektor. Ein Blick auf die größten Positionen im Fonds zeigt, wie breit das Thema Sicherheit umgesetzt wird. Zu den Top-Holdings zählt Rheinmetall. Das Unternehmen ist ein wichtiger Anbieter für militärische Fahrzeuge, Munition und Verteidigungssysteme. Gleichzeitig gewinnt der Bereich Elektronik und Digitalisierung an Bedeutung. Damit steht Rheinmetall für den Wandel von klassischer Verteidigung hin zu technologisch komplexen Sicherheitslösungen.

Auf der digitalen Seite ist Palo Alto Networks eine der wesentlichen Positionen. Das Unternehmen zählt zu den führenden Anbietern von Cybersecurity‑Plattformen. Der Fokus liegt auf dem Schutz von Netzwerken, Cloud‑Infrastruktur und Daten.

Weitere wichtige Positionen im Fonds stammen aus beiden Welten. Dazu zählen etwa CrowdStrike, Zscaler oder SentinelOne im Cyberbereich sowie Airbus, RTX, Saab oder Kongsberg auf der industriellen und verteidigungsnahen Seite.

Hinweis: Investitionen in Wertpapiere bergen neben Chancen auch Risiken. Die hier angeführten Unternehmen wurden beispielhaft ausgewählt und stellen keine Anlageempfehlung dar. Im Rahmen des aktiven Managements können sich Portfoliopositionierungen jederzeit ändern.

Positionierung nach Ländern und Regionen

Aus regionaler Sicht nimmt der US-amerikanische Markt mit Abstand das größte Gewicht im Fonds ein. Das ist unter anderem auf die hohe Zahl führender Cybersecurity‑Unternehmen aus den USA zurückzuführen. Viele globale Marktführer in diesem Bereich haben dort ihren Sitz. Zudem kommen den US‑Unternehmen hohe staatliche und private Sicherheitsbudgets zu Gute.

Daneben spielen vor allem Unternehmen aus Frankreich und Deutschland eine wichtige Rolle in der Positionierung. Mit etwas Abstand folgen Italien, Schweden, Großbritannien und Norwegen. Europäische Titel sind häufig im Bereich Verteidigung, Zulieferindustrie und Spezialtechnik angesiedelt. Steigende Verteidigungsausgaben und langfristige staatliche Programme sorgen für eine wachsende Bedeutung in der Region.

Fazit


Das Thema Sicherheit wird wohl nicht so schnell wieder verschwinden. Die Budgets steigen – und sie wandern in neue Bereiche. Längst geht es nicht mehr nur um Rüstung. Satelliten, Sensorik und vor allem digitale Abwehr, spielen eine ebenso zentrale Rolle für die Sicherheit von Staaten, Personen und Unternehmen.

In den nächsten Jahren dürfte sich der Schwerpunkt weiter verschieben: Mehr Systeme werden vernetzt, mehr Prozesse laufen in der Cloud, und KI macht Angriffe schneller und billiger. Das erhöht den Druck auf Unternehmen und Staaten, ihre Abwehr permanent zu modernisieren. Cybersecurity wird damit zur Daueraufgabe – ähnlich wie Energieversorgung oder Infrastruktur. Für Anleger:innen heißt das: Wer Sicherheit verstehen will, muss physische und digitale Risiken zusammen denken.


Risikohinweise ERSTE SECURITY INVEST

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