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US-Techriesen lassen Unternehmensanleihenmarkt boomen

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US-Techriesen lassen Unternehmensanleihenmarkt boomen
(c) AdobeStock
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Es ist derzeit viel los am US-Anleihenmarkt: Während die US-Notenbank auf niedrige Staatsanleihenrenditen hofft, um die Finanzierungskosten des hoch verschuldeten Landes niedrig zu halten, drängen Unternehmen verstärkt auf den Anleihenmarkt und treffen dort auf hohe Nachfrage.

Vor allem die Tech-Riesen besorgten sich angesichts des KI-Booms zuletzt mit gewaltigen Emissionen Kapital auf dem Anleihenmarkt, um ihre Mega-Investitionen in Rechenzentren zu finanzieren. Die Anleihen der Technologiekonzerne waren stark gefragt, einige der jüngsten Anleihenemissionen waren mehrfach überzeichnet.

Hinweis: Eine Investition in Wertpapiere birgt neben Chancen auch Risiken.

Megainvestitionen in KI drängen Konzerne verstärkt auf die Anleihenmärkte

Bis zum vergangenen Jahr konnten die großen Anbieter von KI- und Clouddiensten, die sogenannten „Hyperscaler“ ihre Investitionen in Rechenzentren und KI-Chips noch großteils aus ihren Einnahmen bestreiten. Angesichts des ungebremsten KI-Booms brauchen sie nun aber zunehmend Fremdkapital, um ihre geplanten Investitionen zu finanzieren.

Alphabet hatte etwa kürzlich angekündigt, heuer 175 bis 185 Mrd. US-Dollar für Investitionen ausgeben zu wollen und damit doppelt so viel wie 2025. Das Geld dürfte vor allem in KI-Rechenzentren fließen. Expert:innen der Investmentbank Morgan Stanley erwarten für die kommenden Jahre insgesamt Investitionen in KI-Infrastruktur von über 3 Billionen Dollar, während JP Morgan bis 2030 mit 5 Billionen Dollar rechnet (Hinweis: Die in diesem Beitrag angeführten Unternehmen sind beispielhaft ausgewählt worden und stellen keine Anlageempfehlung dar.)

Schon Ende 2025 holten sich Tech-Größen wie Alphabet, Meta und Oracle mit Rekordemissionen in Höhe von 90 Mrd. Dollar Geld am Anleihenmarkt. 2026 ging es mit mehreren Mega-Emissionen vorerst weiter. Im Februar hat sich etwa der Google-Mutterkonzern Alphabet auf dem US-Kapitalmarkt 20 Mrd. US-Dollar über Anleihen ins Haus geholt. Dabei gingen zwischenzeitlich Aufträge für über 100 Mrd. Dollar ein, damit lag die Nachfrage so hoch wie bei nur wenigen Unternehmensanleihen bisher. Amazon hat kürzlich eine Mega-Anleihe über insgesamt 37 Mrd. Dollar begeben. Dafür gaben Investor:innen Kaufaufträge über 126 Milliarden Dollar ab.

Hinweis: Die Entwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für künftige Wertentwicklungen.

Stand der Daten: 12.3.2026

Tech-Konzerne drängten erstmals auch auf den europäischen Markt

Die Technologiekonzerne drängten zuletzt aber auch erstmals in großem Stil auf die europäischen Anleihenmärkte. So hat Alphabet zuletzt Anleihen in Schweizer Franken und britischen Pfund Sterling angeboten, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete. Unter den Pfund-Schuldscheinen soll auch einer mit der sehr seltenen Laufzeit von 100 Jahren sein – ein sogenannter „Methusalem“-Bond.

Der Boom der US-Tech-Anleihen dürfte sich 2026 fortsetzen. Denn angesichts der starken Nachfrage hat die rege Emissionstätigkeit die Renditen noch nicht stark nach oben getrieben, der Anleihenmarkt ist für Techkonzerne also weiter eine attraktive Geldquelle. Viele Expert:innen erwarten ein Rekordjahr am US-Unternehmensanleihenmarkt. Die Schweizer Bank UBS prognostiziert etwa, dass US-Technologieunternehmen im Jahr 2026 Anleihen im Gesamtvolumen von 360 Milliarden Dollar emittieren werden. Die Konzerne könnten damit verstärkt die Rolle von Staaten als Anbieter von Anleihen übernehmen. Einzelne Expert:innen warnen aber bereits vor einer zu großen Dominanz der beherrschenden Tech-Konzerne am US-Unternehmensanleihenmarkt, der damit immer stärker mit dem Erfolg des KI-Booms verknüpft wäre. Eine Folge wäre ein Anstieg der Risikoprämien und damit der Zinsen (Hinweis: Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Wertentwicklungen).

US-Regierung hofft auf stabile Staatsanleihenrenditen

Die US-Regierung hofft unterdessen weiter auf stabile Staatsanleihenrenditen. Die USA sind eine der Industrienationen mit der höchsten Staatsschuldenquote, niedrige Finanzierungskosten sind für das Land daher wichtig. Die Anleihenrenditen spielen zudem eine wichtige Rolle für den bedeutenden Immobilienmarkt des Landes. Zu Beginn des Jahres hat die US-Regierung Käufe der Anleihen wichtiger Hypothekenfinanzierer des Landes angekündigt, um die Zinsen am Immobilienmarkt niedrig zu halten.

Im Vorjahr sanken die Zinsen der US-Staatsanleihen noch. Das lag auch daran, dass Anleger:innen US-Anleihen weiter als sicheren Hafen in Zeiten geopolitischer Krisen sehen. Zuletzt stiegen die Renditen mit dem Iran-Konflikt wieder etwas an, da dieser die Ölpreise in die Höhe getrieben und damit Inflationsängste geschürt hat. Einige Expert:innen erwarten, dass US-Anleihen auch weiter als sichere Häfen gelten werden, die Bedeutung der Papiere könnte aber langfristig etwas sinken.

Anleihenverkäufe als Druckmittel?

Angesichts der Bedeutung des US-Anleihenmarkts für die USA gab es zuletzt auch vereinzelt Spekulationen, ob man Verkäufe von US-Bonds nicht als Druckmittel bei Konflikten einsetzen könnte. Im Zuge des Grönland-Konflikts hatte etwa der dänischen Pensionsfonds AkademikerPension angekündigt, seine gesamten Bestände an US-Staatsanleihen abzustoßen. Damals wurde auch darüber diskutiert, ob die Europäer den Verkauf von US-Papieren als Druckmittel nutzen sollten.

China könnte bei diesen Überlegungen schon einen Schritt weiter sein. Mit einer neuen Vorschrift erhöht Chinas Staatsführung angeblich den Druck auf die Kurse von US-Bonds, wie die Agentur Bloomberg unter Bezug auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete. Demnach sollen chinesische Regulierungsbehörden Finanzinstituten signalisiert haben, ihre Bestände an US-Staatsanleihen zu reduzieren. Hintergrund seien Sorgen über die hohe Volatilität und die starke Konzentration auf diese Anlageklasse, berichten die Insider. Expert:innen spekulieren nun, ob dies auch eine Form des politischen Drucks sein könnte.

Wie können Anleger:innen in US‑Unternehmensanleihen investieren?

Für Anleger:innen, die an der Entwicklung des US‑Unternehmensanleihenmarkts partizipieren möchten, bieten Fonds eine einfache Möglichkeit zur breiten Streuung. In qualitativ hochwertige US‑Corporate‑Bonds mit Investment‑Grade‑Rating investiert etwa der ERSTE BOND USA CORPORATE, der ein diversifiziertes Portfolio aus Unternehmensanleihen führender US‑Emittenten bietet.

Wer gezielt höhere Ertragschancen sucht und bereit ist, dafür ein höheres Risiko einzugehen, kann mit dem ERSTE BOND USA HIGH YIELD in hochverzinsliche Unternehmensanleihen aus den USA investieren.

Einen noch breiteren Ansatz verfolgen der ERSTE SELECT BOND sowie der ERSTE SELECT BOND DYNAMIC: Diese Fonds investieren flexibel in unterschiedliche Anleihensegmente, von Staats- über Unternehmensanleihen im High-Yield- und Investment-Grade-Segment, und das nicht nur in den USA.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass eine Veranlagung in Wertpapiere neben Chancen auch Risiken beinhaltet.

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Risikohinweise ERSTE BOND USA CORPORATE

Der Fonds verfolgt eine aktive Veranlagungspolitik und orientiert sich nicht an einem Vergleichsindex. Die Vermögenswerte werden diskretionär ausgewählt und der Ermessensspielraum der Verwaltungsgesellschaft ist nicht eingeschränkt.

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