Meet GERD – Kampf um den Rohstoff Wasser

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Meet GERD – Kampf um den Rohstoff Wasser
(c) APA-picturedesk
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Löst GERD gerade den nächsten bewaffneten Rohstoff Konflikt um Rohstoffe im Nahen Osten aus? GERD, die Great Ethiopian Renaissance Talsperre am Blauen Nil , ist Afrikas größter Staudamm und Wasserkraftwerk mit einer Kapazität von 6450 Megawatt (MW) dem Äquivalent von vier bis sechs Atomkraftwerken. Die Fertigstellung des Damms wird für 2022 erwartet. Äthiopien hat bereits im Juli begonnen das 64 Milliarden Kubikmeter große Reservoir zu füllen. Ägypten und Sudan, denen ein Vertrag der damaligen Kolonialherrscher aus 1929 alle Rechte über das Nilwasser zuspricht, fürchten das Versiegen des Nils stromabwärts des Damms während der Dürre-Perioden. Ägypten, dessen Wasser zu 97 Prozent aus dem Nil stammt, spricht von einer Frage von Leben und Tod und droht mit einer militärischen Intervention.

Äthiopien entgegnet, dass ein 90 Jahre alter kolonialer Vertrag nicht das Land von den Entwicklungsmöglichkeiten, die der Damm eröffnet, abschneiden kann. GERD wird die elektrische Produktionskapazität mehr als verdoppeln – mit sauberem Strom. Bisher haben nur 40 Prozent der Bevölkerung Zugang zu Elektrizität. Gleichzeitig wird der Damm der äthiopischen Bevölkerung und Landwirtschaft dringend benötigtes Wasser zur Verfügung stellen – in einem Land, wo derzeit weder eine sichere Versorgung mit Trinkwasser noch mit Lebensmitteln gegeben ist.

Ägypten hat im Juni 2020 den UN Sicherheitsrat zur Hilfe gerufen. Die Vereinten Nationen haben die Notwendigkeit grenzübergreifender Kooperation im Management von Wasserressourcen betont und auf die Gefahr weiterer Konflikte hingewiesen. Sollte es trotz der internatiolen Schlichtungsversuche zu einem Krieg kommen, wird dieser auf der einen Seite vom Friedensnobelpreisträger von 2019, dem äthiopischen Premier Abiy Ahmed geführt werden.

 Konflikt über eine Anlage, die kein Wasser verbraucht

Der Konflikt führt sich eigentlich ad absurdum: Wasserkraftwerke verbrauchen kein Wasser. Selbst die Verdunstung aus GERDs Stausee fällt trotz des enormen Volumens aufgrund der entsprechenden Planung gering aus.

Man denke an Konflikte, wo tatsächlich Wasser verbraucht wird – etwa durch intensive landwirtschaftliche Nutzung. Die Auseinandersetzung in Kalifornien zwischen der Stadt Los Angeles und Landwirten in den umliegenden Regionen geht bis auf das 19. Jahrhundert zurück.

Selbst in der Alpen-Region, deren Wasserreichtum Bevölkerung, Industrie und Landwirte vor Wasserknappheit schützen sollte, kommt es mittlerweile zu Problemen. Nestlé füllt mittlerweile derart viel des weltberümten Vittel Mineralwassers in Flaschen, dass die lokale Bevölkerung für die eigene Versorgung von Wasserimporten über Pipelines abhängt. Dabei war der Ort aufgrund seines Wasserreichtums bereits im 12. Jahrhundert den Römern als Aquianum bekannt.

Wasser ist ein Risiko

Die Abhängigkeit von immer knapperen Wasserressourcen ist aus Investorensicht ein fundamentales Risiko. Wieviel Wasser für die Produktion einzelner Güter notwendig ist, überrascht meist. Die Erste Asset Management berechnet und publiziert daher bereits seit 2018 den Wasserfußabdruck ihrer Fonds. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf den Verbrauch in Regionen, die unter Wasserknappheit leiden, gelegt. Dieser Fokus fließt natürlich auch in die Titelselektion der nachhaltigen Erste AM Fonds ein.

Wasser ist eine Chance für den neuen Fonds ERSTE GREEN INVEST

Wasser darf keinesfalls nur als Risiko verstanden werden. Es ist auch eine Chance, die der neue Fonds ERSTE GREEN INVEST nutzt:  durch gezielte Investion in Unternehmen, die Lösungen zum verantwortungsvollen Umgang mit dieser wertvollen Ressource bieten. Experten sind sich einig: Investitionen in eine nachhaltige Wasser-Infrastruktur generieren ein Vielfaches der investierten Summen an gesamtwirtschaftlichen Rendite – auf finanzieller, ökologischer und sozialer Ebene.

Der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser ist nicht nur eine Frage einer möglichst geringen Entnahme und der sparsamen Nutzung sondern auch der Qualität, in der das Wasser in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt werden kann. Selbst kleine Verschmutzungen können mitunter größte Mengen Frischwasser unbrauchbar machen. Die richtige Technologie ermöglicht es noch das Letzte aus dem Tropfen Wasser zu holen. Xylem, eines der zahlreichen Wasser-Unternehmen, in die der ERSTE GREEN INVEST veranlagt, ist Meister dieses Faches.

Wie umfangreich das Thema Wasser ist, und warum es daher eine fundamentale Säule des ERSTE GREEN INVEST darstellt, können Sie in den zahlreichen weiteren Beiträgen im Blog der Erste AM zu dieser Frage nachlesen.

Wichtige rechtliche Hinweise:
Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

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Der Prospekt für OGAW-Fonds (sowie dessen allfällige Änderungen) wird entsprechend den Bestimmungen des InvFG 2011 idgF erstellt und im „Amtsblatt zur Wiener Zeitung“ veröffentlicht. Für die von der Erste Asset Management GmbH verwalteten Alternative Investment Fonds (AIF) werden entsprechend den Bestimmungen des AIFMG iVm InvFG 2011 „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ erstellt. Der Prospekt, die „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ sowie die Wesentliche Anlegerinformation/KID sind in der jeweils aktuell gültigen Fassung auf der Homepage www.erste-am.com abrufbar und stehen dem/der interessierten AnlegerIn kostenlos am Sitz der Verwaltungsgesellschaft sowie am Sitz der Depotbank zur Verfügung. Das genaue Datum der jeweils letzten Veröffentlichung des Prospekts, die Sprachen, in denen die Wesentliche Anlegerinformation/KID erhältlich ist, sowie allfällige weitere Abholstellen der Dokumente, sind auf der Homepage www.erste-am.com ersichtlich.

Diese Unterlage dient als zusätzliche Information für unsere AnlegerInnen und basiert auf dem Wissensstand der mit der Erstellung betrauten Personen zum Redaktionsschluss. Unsere Analysen und Schlussfolgerungen sind genereller Natur und berücksichtigen nicht die individuellen Bedürfnisse unserer AnlegerInnen hinsichtlich des Ertrags, steuerlicher Situation oder Risikobereitschaft. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Fonds zu.