Argor Heraeus: Best Practice bei der Prüfung der Herkunft von Gold

Argor Heraeus: Best Practice bei der Prüfung der Herkunft von Gold
Argor Heraeus: Best Practice bei der Prüfung der Herkunft von Gold
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Der Wiener Philharmoniker ist mehrfacher Weltmeister: die Münze wurde vom World Gold Council bereits zum vierten Mal zur „meistgekauften Goldmünze der Welt“, erklärt. Beliebt ist die goldene Münze bei verschiedensten Anlegern, Sammlern oder Schenkern wobei Europa, Japan und Nordamerika große Absatzmärkte darstellen.

Den Münzen liegt pures Gold als Edelmetall zugrunde mit Abbildungen der Instrumente des Wiener Orchesters auf der einen Seite, sowie der Orgel des Wiener Musikvereins auf der anderen Seite.

Europäische Standards für den Bezug von Gold

Die Münzprägestätte aus der die Münzen stammen ist die Münze Österreich, die seit 800 Jahren Münzen aus Gold und anderen Edelmetallen wie Silber oder Platin, produziert. Das Gold selbst wird nur von Lieferanten bezogen, die europäische Standards für den Bezug von Gold erfüllen um den Handel mit Konfliktmineralien, auszuschließen.

Die Lieferanten werden außerdem transparent auf der Website des Unternehmens, ausgewiesen. Argor Heraeus haben wir als wichtigen Lieferanten näher betrachtet um die Herkunft des Goldes bzw. die Lieferkette noch genauer zu analysieren.

Das Unternehmen Argor-Heraeus mit Sitz in der Schweiz wurde 2017 vollständig von „Heraeus Precious Metals“ übernommen und dadurch zum weltweit größten Anbieter von Edelmetalldienstleistungen. Wesentliche Tätigkeitsfelder von Argor-Heraeus sind die Raffination von Gold aus Minengut und Edelmetallrecycling sowie die industrielle Verarbeitung von Barren, Münzen, Legierungen und Halbfertigerzeugnissen.  Das Unternehmen ist demnach in der gesamten Produktions- und Vertriebskette von Edelmetallen, tätig.

Was für eine Rolle Risikoprofile spielen

Heraeus Precious Metals gehört zum deutschen Technologiekonzern Heraeus, der in Familienbesitz ist und im Geschäftsjahr 2018 einen Gesamtumsatz von 20,3 Mrd. €, erzielte. Mit weltweit rund 14.000 Mitarbeitern in mehr als 100 Standorten in 38 Ländern hat Heraeus eine führende Position auf seinen globalen Absatzmärkten.

Für seine Lieferanten hat Heraeus Richtlinien installiert, die sicherstellen, dass durch die Lieferkette keine Menschenrechtsverletzungen, negative Umwelteinflüsse oder Handel mit Konfliktmineralien, unterstützt werden. Dabei wurden Lieferanten identifiziert und eigene Risikoprofile erstellt, auch potentielle, neue Lieferanten unterlaufen diesen Prozess.

Lieferanten denen ein hohes Risikoprofil zugewiesen wurde wird keine Geschäftsbeziehung mit Heraeus ermöglicht wodurch sichergestellt werden kann, dass keine Konfliktmineralien (Gold, Wolfram, Zinn oder Tantal aus der Demokratischen Republik Kongo oder angrenzenden Regionen), bezogen werden.

Denn in diesen Regionen ist davon auszugehen, dass durch den Handel mit den betroffenen Mineralien Bürgerkrieg finanziert wird und Menschenrechtsverletzungen damit einhergehen. Auch während laufenden Geschäftsbeziehungen mit Lieferanten werden Transaktionen von Heraeus verfolgt und überprüft.

Rohstoffe ausschließlich aus legitimen Quellen

In der Vergangenheit (2005-2006) kam es bei Heraeus zu Anschuldigungen bezüglich des Bezugs von Konfliktmineralien über Lieferanten, diese konnten jedoch ausgeräumt werden. Seitdem wurde die Supply Chain Due Dilligence Policy des Unternehmens nochmals verschärft und wiederum festgehalten, dass Rohstoffe ausschließlich aus legitimen Quellen, die ethische Standards erfüllen, bezogen werden dürfen.

Mit Lieferanten die in Verbindung mit Kriminalität, bewaffneten Konflikten, Menschenrechtsverletzungen oder Kinderarbeit stehen, werden keine Geschäftsbeziehungen eingegangen. Mitarbeiter werden darauf geschult eventuelle Missstände bei Partnern zu identifizieren, die eine Einleitung der Vertragskündigung zur Folge haben.

In der Supply Chain Policy des Mutterkonzerns Heraeus wird zudem festgehalten, dass weder Primärgold noch wiederverwertetes Gold aus unbekannten Quellen oder Konfliktregionen bezogen werden. Explizit wird vermerkt, dass Rohstoffe aus dem Kongo oder den Nachbarstaaten vom Kongo ausgeschlossen sind.

U.a. werden die folgenden internationalen Standards eingehalten: „OECD due diligence guidance on conflict minerals“ sowie auch der „LBMA Responsible Gold Guidance and RJC Standard“.

FAZIT:

Aus der Analyse hat sich ergeben, dass die Nachvollziehbarkeit der Herkunft von Edelmetallen wichtig und umsetzbar ist und internationale Richtlinien helfen, diese Prüfungen durchzuführen (wie in etwa die due diligence Richtlinie der OECD). Argor Heraeus kann in diesem Zusammenhang als Best Practice genannt werden, da sowohl Transparenz also auch die Erfüllung vorliegender wichtiger Standards, gegeben sind.

Wichtige rechtliche Hinweise:
Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

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