Aufwärtstrend zu Wochenbeginn – Update aus der Investment Division

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(c) unsplash
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Was ist seit dem Wochenende passiert?

Die Märkte für Risikoanlagen schlossen am Freitag nochmals deutlich im Plus. Der US-amerikanische Leitindex S&P 500 konnte um 2.7% zu legen. Ähnlich war das Bild auch in Europa, wo der EuroStoxx 50 einen Zuwachs von 2.7% verbuchte. Seit Jahresbeginn liegt der S&P 500 damit nur mehr ca. 11% im Minus.

Besonders gut konnten sich Technologiewerte halten. Die US Börse NASDAQ wies am Freitag einen Verlust von lediglich 3,6% seit Jahresbeginn auf. Zwei Schwergewichte im NASDAQ Index sind seit Jahresbeginn sogar deutlich im Plus: Microsoft mit +13%, Amazon mit +29%.

Die Renditen von kreditsicheren Staatsanleihen waren am Freitag abermals fast unverändert. 10-jährige US-Staatsanleihen handeln derzeit mit einer Rendite von 0,63% und das deutsche Pendant von -0,48%. Rückgänge hingegen gab es bei Gold, das am Freitag 2% verlor.

Trotz der beschlossenen Förderkürzungen musste Rohöl der Standardsorte WTI weitere Rückschläge hinnehmen. Am Montagmorgen liegt der Preis für ein Fass bei lediglich USD 15,0 und damit auf dem niedrigsten Wert seit 1999. Der Grund hierfür liegt in der Sorge der Ölhändler, dass die Lagerkapazitäten bald voll sein könnten.

Am Wochenende gab es auch mehrere positive Zeichen, was die Ausbreitung von Covid-19 anbelangt. New York, einer der Krisenherde der Pandemie in den USA, vermeldete einen Rückgang bei den Krankenhausaufenthalten und auch bei den Sterbefällen. Auch in Europa gab es positive Entwicklungen in Spanien, Frankreich und dem Vereinigten Königreich, die alle einen Rückgang der Sterbefälle vermeldeten.

Auch auf geld- und fiskalpolitischer Front gab es laut der Financial Times positive Entwicklungen. Die Europäische Zentralbank steht in Verhandlungen mit der Europäischen Kommission über die Einrichtung eine „Bad Bank“. Diese solle mehrere Milliarden von Problemkrediten von Banken ankaufen.

Was werden wir die nächsten Tage und Wochen beobachten?  

Die Märkte für Risikoanlagen preisen derzeit eine rasche Erholung der Wirtschaft ein. Dafür sprechen vor allem die folgenden Punkte:

  • Die Eindämmungsmaßnahmen zur Bekämpfung des Covid-19 Virus scheinen derzeit zu wirken. Wie oben beschrieben, entwickeln sich die Fallzahlen in mehreren Krisenherden positiv. Dies veranlasst einige Staaten (z.B. Dänemark, Deutschland, Österreich und auch vereinzelt Bundesstaaten in den USA) Lockerungsmaßnahmen zu setzen. Diese würden auch ein Hochfahren der Wirtschaft erlauben.
  • Weltweit wurden weitreichende geld- und fiskalpolitische Programme beschlossen. Diese sind was ihren Umfang anbelangt deutlich größer als jene in der letzten Krise 2008 / 2009. Auch wurde sie viel rascher beschlossen und umgesetzt.
  • In der letzten Woche gab es positive Meldungen bezüglich der Entwicklung eines Medikaments zur Linderung der Symptome bei der Covid-19 Infektion. Hier muss jedoch festgehalten werden, dass nur ein Teile der Studie bis jetzt veröffentlicht wurden und das Sample an Probanden klein war.

Trotz dieser positiven Entwicklungen gibt es auch Risikofaktoren:

  • So lange es keine Impfung gegen das Virus gibt, kann es trotz einer erfolgreichen Eindämmung zu einer weiteren Welle an Infektionen kommen. So wurde beispielsweise am Wochenende eine Stadt in China an der Grenze zu Russland unter Quarantäne gestellt, nach dem es dort zu einer Häufung an Fällen gekommen ist.
  • Die wirtschaftliche Erholung könnte schwächer ausfallen beziehungsweise länger dauern, als derzeit angenommen. Wenn bestimmte Beschränkungen nicht oder nur zum Teil aufgehoben werden können, würde dies die Erholung verlangsamen.
  • Weiters sind Sekundäreffekte wahrscheinlich. Dies können zum Beispiel Konkurse von Unternehmen sein. Aber auch bezüglich der Unternehmensgewinne und deren Entwicklung in 2020 besteht eine hohe Unsicherheit.  Viele Unternehmen sehen derzeit davon ab, Prognosen zur Gewinnentwicklung abzugeben.

Wir gehen davon aus, dass diese Faktoren weiter für Volatilität auf den Märkten sorgen werden. Kurzfristig könnten schlechte Wirtschafts- und Unternehmensdaten für erneute Rückschläge sorgen. Längerfristig erscheinen Risikoanalgen jedoch attraktiv. Dafür sorgen einerseits (längerfristig gesehen) attraktivere Bewertungen aber auch die Stimulusmaßnahmen der Zentralbanken und Regierungen.

 

Wichtige rechtliche Hinweise:
Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

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