Kognitive Dissonanzen in der Klimapolitik

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Als kognitive Dissonanz bezeichnet man einen Zustand, in dem zwei „Kognitionen“ (Wahrnehmungen, Gedanken, Einstellungen) nicht miteinander vereinbar sind. Ein solcher Widerspruch wird von Menschen als unangenehm empfunden. Er erzeugt innere Spannungen, die überwunden werden wollen. Der Mensch muss etwas tun, um wieder „in die Balance zu kommen“. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, diesen Widerspruch zu lösen. Zum einen kann man das Problem tatsächlich lösen, zum anderen kann man es soweit verdrängen, soweit aus seinem Bewusstsein verbannen, dass sich der Widerspruch auflöst.

Die wichtigsten globalen Entscheidungsträger sehen derzeit ESG (Environmental, Social and Governance) Risiken, allen voran Umweltrisiken als die größten Risiken an. Zumindest gemessen an der Eintrittswahrscheinlichkeit und der potentiellen Auswirkung auf die Menschheit. Gleichzeitig sind wir als Menschheit auf dem besten Weg, das in Paris beschlossene 1,5% Ziel abermals zu versäumen. Schaut man sich die Treibhausgasemissionen weltweit an, so gibt es nur eine Handvoll Länder, die auf dem Weg sind, ihre Vorgaben zu erreichen. Das müsste eigentlich zu einem klassischen Fall von kognitiven Dissonanzen führen. Einerseits erkennt man ein Problem als gravierend, andererseits tut man nichts, um es zu lösen, obwohl man, an den Schalthebeln der Macht, dafür verantwortlich ist.

2 Themen sind besonders wichtig

Ich denke, dass hier vor allem zwei Themen wichtig sind.

  • Zum einen ist die Klimaerwärmung das Beispiel schlechthin dafür, dass globale Probleme nur lösbar sind, wenn man international kooperiert und an einem Strang zieht. Wenn ein wichtiger Akteur seine kognitive Dissonanz auflöst, indem er das Problem nicht nur verdrängt, sondern schlichtweg leugnet, dann hat das auch weltweite Konsequenzen.
  • Zum anderen muss man sich klar vor Augen führen, dass derzeit sehr viel passiert, um das Problem der kognitiven Dissonanzen durch ein echtes Angehen des Problems selbst zu lösen. In der EU hat die von der Europäischen Kommission eingesetzte High Level Group 2018 ihre Empfehlungen für eine nachhaltige Finanzwirtschaft veröffentlicht. Laufend werden nun Gesetzesmaterien entworfen, diskutiert und bald auch in Kraft gesetzt, die das Potential haben, Europas Finanzwirtschaft im wortwörtlichen aber auch im übertragenen Sinne „nachhaltig“ zu verändern. Asset Manager werden, so die ersten Entwürfe, nachhaltige Risiken in alle ihre Prozesse integrieren müssen. Fonds- und Portfoliomanager müssen ESG-Risiken in ihre Investment Prozesse integrieren, das Risikomanagement muss die Einhaltung von nachhaltigen Risikolimite prüfen, Reporting muss diese ausweisen, usw. Damit ist das Thema Nachhaltigkeit endgültig im Mainstream angekommen.

Um wieder zu den kognitiven Dissonanzen zurückzukommen. Es ist noch zu früh zu sagen, ob dieser Zugang den Widerspruch zwischen Problemsicht und Handeln endgültig und dauerhaft auflösen kann. Ich bin aber optimistisch, dass die Reise in diese Richtung gehen wird. Und ich bin ziemlich sicher, dass die andere Möglichkeit, nämlich die Probleme zu leugnen, sich nicht als dauerhafte Lösung herausstellen wird.

 

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