Veranlagung für Unternehmen – welche Möglichkeiten gibt es?

Veranlagung für Unternehmen – welche Möglichkeiten gibt es?
Veranlagung für Unternehmen – welche Möglichkeiten gibt es?
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Seit einiger Zeit verlangen eine Vielzahl an Banken für Einlagen von Firmenkunden eine sogenannte Verwahrgebühr. Wie ist es dazu gekommen und welche Alternativen gibt es? Diese Fragen sollen in diesem Beitrag kurz erläutert werden.

Wie alles begann…

Im Jahr 2014 beschloss die EZB erstmals in der Geschichte der Währungsunion Negativzinsen auf Gelder, die Banken bei der EZB parken, einzuführen. Anfangs lag dieser „Strafzins“ bei -0,10%. In den Folgejahren wurde dieser schrittweise gesenkt und liegt nunmehr seit September 2019 bei -0,50%. In der aktuellen Geldmarktsituation verursacht jede Einlage somit Kosten für die Bank.

Diese Kosten geben Banken – oft oberhalb eines bestimmten Freibetrages – nun in Teilen an Firmenkunden weiter, wie auch eine aktuelle Erhebung der Österreichischen Nationalbank zeigt.[1] Im Gegensatz dazu sind negative Einlagenzinssätze auf Spareinlagen privater Haushalte in Österreich nach einem OGH-Urteil nicht möglich.

Die Auswirkungen von negativen Einlagezinssätzen im Zeitablauf

Eine Verwahrgebühr von beispielsweise -0,50% p.a. klingt auf den ersten Blick nicht dramatisch. Im Zeitablauf sind die Auswirkungen jedoch deutlich spürbar. Bei einer angenommenen Verwahrgebühr von -0,50% p.a. reduziert sich das einbezahlte Kapital nach fünf Jahren um 2,48%. Nach sechs Jahren beläuft sich der Verlust bereits auf fast 3% (siehe Grafik).

Quelle: EAM, eigene Berechnung

Welche Alternativen bieten sich?

Für Unternehmen stellt sich nun die Frage, ob sie weiterhin hohe Geldbestände auf negativ verzinsten Konten liegen lassen wollen oder ob sie Teilbeträge in kurz- bis mittelfristige Wertpapierveranlagungen umschichten. Investitionen in Wertpapiere bieten einerseits die Chance auf eine bessere Verzinsung als die Verwahrgebühr andererseits müssen dafür Schwankungen in Kauf genommen werden.

Eine mögliche Alternative zur Verwahrgebühr ist der ERSTE RESERVE CORPORATE. Dabei handelt es sich um einen Anleihenfonds mit kurzer Zinsbindung. Er investiert global in vorrangig auf Euro lautende Unternehmensanleihen. Es werden überwiegend Anleihen mit Investmentgrade-Rating gekauft. Die Zielbandbreite der Zinsduration reicht von 0 bis 1 Jahre. Etwaiges Fremdwährungsrisiko wird zumeist abgesichert.

Investieren in Unternehmensanleihen mit kurzer Zinsbindung

Der Fonds investiert überwiegend in kurzlaufende und variabel verzinsliche Unternehmensanleihen, weshalb das Portfolio ein vergleichsweise geringes Zinsänderungsrisiko aufweist. Aufgrund des tendenziell höheren Kreditrisikos von Unternehmensanleihen bieten sie einen Zinsaufschlag gegenüber vergleichsweise sicheren Staatsanleihen. Je schlechter die Kreditqualität des Unternehmens umso höher ist dieser Zinsaufschlag.

Deshalb wird nach grundlegender Unternehmensanalyse auch in Unternehmensanleihen investiert, die ein schlechteres Rating als Investment Grade haben. Daraus resultiert ein Portfolio dessen Anleihen per Ende Mai 2021 im Durchschnitt eine Rendite von 0,67% aufweisen.[2] Dabei gilt zu beachten, dass ein Anstieg der Risikoaufschläge wie wir es zum Beispiel zu Beginn der COVID-19 Pandemie gesehen haben zu Kursverlusten führen kann.

Globaler Fokus

Der Fonds hat einen globalen Fokus wobei der Großteil der Emittenten aus Europa sowie den USA stammt. Die Unternehmen sind in den unterschiedlichsten Sektoren tätig, wobei aktuell der Finanzsektor den mit Abstand größten Anteil ausmacht. Die nächstgrößeren Sektoren im Portfolio sind der zyklische und nichtzyklische Konsum sowie Versorger.

Zu den aktuell größten Emittenten im Fonds zählen Unternehmen wie beispielsweise Ford Motor, Banco Santander, HSBC, Volkswagen oder Anheuser-Busch InBev. Insgesamt sind derzeit 116 unterschiedliche Emittenten im Fonds vertreten.2

Langjährige Expertise

Der ERSTE RESERVE CORPORATE wurde im Jahr 2002 aufgelegt und konnte seitdem eine Performance von 1,95% p.a. erwirtschaften. Das vorherrschende Niedrigzinsumfeld hatte natürlich auch Auswirkungen auf den Fonds und so beläuft sich die Wertentwicklung des Fonds über die letzten 5 Jahre auf 0,73% p.a.[3]

Quelle: EAM, Zeitraum: 08.07.2002 – 31.05.2021

Kommerz Mix Rechner

Aufgrund der Charakteristik des Fonds bildet der ERSTE RESERVE CORPORATE die Basis des neuen Kommerz Mix Rechners. Dieses Tool bietet darüber hinaus die Möglichkeit individuell bis zu drei weitere Investmentfonds beizumischen. Zur Auswahl stehen gemischte Fonds sowie ein Aktienfonds. Durch Schieben der Regler kann die Gewichtung der Fonds angepasst werden. Nach Anpassung der Gewichte ist sofort ersichtlich, welchen Ertrag und welches Risiko das Portfolio in der Vergangenheit gehabt hätte.[4]

Fazit

Negative Zinsen bei Unternehmenseinlagen lässt Firmen die Verwaltung ihrer kurz- bis mittelfristigen Einlagen überdenken. Eine Möglichkeit stellt die Investition in Wertpapiere mit kurzer Zinsbindung wie sie beispielsweise der ERSTE RESERVE CORPORATE bietet.

Für Investoren mit einem längeren Horizont sowie einer größeren Risikotoleranz könnte auch die Ergänzung um gemischte Fonds sowie Aktienfonds von Interesse sein. Wie ein derartiges Portfolio in der Vergangenheit ausgesehen hätte, kann mit dem neuen Kommerz Mix Rechner dargestellt werden.4

Wichtige rechtliche Hinweise:
Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.


[1] OeNB Presseaussendung vom 17.03.2021

[2] Quelle EAM, Daten per Ende Mai 2021. Die aktuelle Zusammensetzung des Fonds ist eine Momentaufnahme und kann sich in Zukunft ändern.

[3] Quelle EAM, Daten per Ende Mai 2021. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Fonds zu.

[4] Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Fonds zu.

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Diese Unterlage dient als zusätzliche Information für unsere AnlegerInnen und basiert auf dem Wissensstand der mit der Erstellung betrauten Personen zum Redaktionsschluss. Unsere Analysen und Schlussfolgerungen sind genereller Natur und berücksichtigen nicht die individuellen Bedürfnisse unserer AnlegerInnen hinsichtlich des Ertrags, steuerlicher Situation oder Risikobereitschaft. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Fonds zu.