Brasilien: Hoffnung auf Kurswechsel beflügelt Anleihenmarkt

Brasilien: Hoffnung auf Kurswechsel beflügelt Anleihenmarkt
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Brasilien derzeit taktisch übergewichtet

Ökonomisch-fundamental betrachtet sind die meisten Daten aktuell nicht gut. Das Land befindet sich 2016 in einer Rezession, für 2017 wird ein zartes Wachstum von +0,7% erwartet. Das nominelle Budgetdefizit 2016 liegt bei ca. – 10%, bei einem Primärdefizit von – 2,7%. Das ist überraschend, zumal Investoren aus Brasilien Primärüberschüsse gewohnt waren. Die Leistungsbilanz zeigt ebenfalls ein leichtes Defizit. Einziger Lichtblick: die geringe staatliche Auslandsverschuldung von weniger als zwanzig Prozent des Bruttoinlandsprodukts und das bei gleichzeitig hohen Fremdwährungsreserven. Für Anleiheinvestoren sind somit derzeit keine Zahlungsschwierigkeiten zu erwarten.

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Gutes Rating verloren

Die Regierungen der Arbeiterpartei haben das Land in den letzten zehn Jahren heruntergewirtschaftet und mit einem weit verzweigten Korruptionsnetz überzogen. Brasilien war bei allen internationalen Rating-Agenturen mit einer guten Bonität („Investment Grade“) eingestuft und hat dieses gute Rating verloren. Die Präsidentin Dilma Roussef wurde auf rechtsstaatlichem Wege bis auf weiteres aus ihrem Amt entfernt. Es ist damit zu rechnen, dass auch die endgültige Amtsenthebung im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2016 erfolgreich sein wird.

Hoffnung auf einen Kurswechsel („expectation of change“)

Die vorübergehende Regierung unter Interims-Präsident Temer hat ein unorthodoxes Wirtschaftsteam zusammengestellt und arbeitet an einem vielversprechenden Fiskal- und Wachstumsplan, der bereits erste Früchte trägt. Die Investoren möchten dem neuen Team Vertrauen schenken: seit Jahresbeginn hat das Land auf der Aktien- und Anleiheseite massiv zugelegt. Dieser Vertrauensvorschuss basiert allerdings weitestgehend auf einer „expectation of change“. Die Hoffnung auf diese Veränderung muss aber noch validiert werden.

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