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Entkoppelung der Realwirtschaft – Update aus der Investment Division

Entkoppelung der Realwirtschaft – Update aus der Investment Division
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(c) unsplash
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Was ist seit gestern passiert?

Während sich die Märkte für Risikoanlagen nach wie vor in guter Laune präsentieren, geht die Schere zwischen der Finanz- und der Realwirtschaft weiter auf. Diesen Umstand kann man nicht nur an den ökonomischen Daten beobachten sondern auch bei den Konkursraten im High Yield Segment in den USA.

Im Mai gerieten in den USA acht Unternehmen, die USD 11,2 Mrd. an Anleihen und Krediten ausständig hatten, in Zahlungsverzug. Dazu zählten unter anderen Hertz (darüber haben wir schon berichtet), Fieldwood Energy und J. Crew. Seit Jahresbeginn sind somit 41 Unternehmen ausgefallen, wodurch die Insolvenzrate auf ein zehn Jahreshoch von 5,05% anstieg. Besonders betroffen waren dabei Unternehmen aus dem Energiesektor.

Die Aktienmärkte präsentierten sich gestern abermals in guter Laune. Der US-Leitindex S&P 500 konnte um 1.2% zulegen, während die Börsen in Europa leicht schwächer schlossen. Zu den Verlierern zählten in den letzten Tagen kreditsichere Staatsanleihen. So stieg die Rendite von 10-jährigen US-Papieren auf 0,85% an und jene in Deutschland auf -0,32%. Der Gründe hierfür sind einerseits die guten Entwicklung der Risikoanlagen und andererseits die beispiellosen fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen, die zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Krise gesetzt wurden. Letztere ziehen eine deutliche höhere Verschuldung der Staaten und eine Ausweitung der Bilanzen der Notenbanken durch die Anleihenankaufprogramme nach sich.

 

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