US-Rohöl sinkt weiter – Update aus der Investment Division

US-Rohöl sinkt weiter – Update aus der Investment Division
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(c) unsplash
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Was ist seit gestern passiert?

Werden wir in Zukunft dafür bezahlt unsere Autos aufzutanken? Leider nein! Die Frage ist jedoch nicht ganz unberechtigt, fiel doch der Ölpreis der Standardsorte WTI gestern auf bis zu USD -40 pro Fass. Ein wahrlich historisches Ereignis, das in der Vergangenheit noch nie aufgetreten ist.

Ausschlaggebend dafür waren zwei Gründe:

  • Zum einen wurde der Markt mit Rohöl überschwemmt, nachdem im März Saudi Arabien die Fördermengen deutlich erhöhte und einen Preiskrieg lostrat.
  • Andererseits sorgt die Coronakrise dafür, dass deutlich weniger Öl nachgefragt wird. So bleiben beispielsweise die Flotten der Fluglinien am Boden und aufgrund der „Lockdowns“ wird auch weniger mit dem Auto gefahren.

Das bedeutet, dass das Angebot an Rohöl deutlich anstieg, während gleichzeitig die Nachfrage einbrach. Dies führte in weiterer Folge dazu, dass die Lagerkapazitäten für Rohöl vollgefüllt wurden. Da diese ebenfalls begrenzt sind, kam es zu diesem starken Preisverfall. Heute konnte sich der Preis jedoch wieder etwas stabilisieren und handelt derzeit nur mehr leicht negativ.

Daran schließt sich natürlich die Frage, ob der Rohölpreis auf diesem Niveau bleiben wird. Rohöl wird wie alle Rohstoffe auf Börsen mittels Terminkontrakten gehandelt. Dies sind Vereinbarungen zwischen zwei Marktteilnehmer, Rohstoffe zu einem Zeitpunkt in der Zukunft zu einem festgesetzten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

Derzeit liegen die Preise für Lieferungen von Rohöl in den nächsten Monaten bei folgenden Kursen

Quelle: CME Group

Der Terminkontrakt, der eine Lieferung von Rohöl im Juni vorsieht, handelt derzeit zu einem Preis von ca. USD 21,4. Die Marktteilnehmer gehen somit davon aus, dass das Überangebot (im Vergleich zur Nachfrage) an Rohöl bis Anfang Juni teilweise abgebaut wird.

Diese Annahme wird dadurch unterstützt, dass die OPEC + vor kurzem deutliche Förderkürzungen beschlossen hat und eine Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 zu einem Anstieg der Nachfrage führen könnte. Aktiv werden diese Maßnahmen aber erst mit 01. Mai.

Die globalen Aktienmärkte entwickelten sich gestern unterschiedlich. Die US-amerikanischen Börsen schlossen mit einem Minus von ca. 1,8% (S&P 500), während in Europa leichte Anstiege verzeichnet wurden (EuroStoxx 50 +0,7%). Renditen von kreditsicheren Staatsanleihen waren weitgehend unverändert und Gold konnte dazugewinnen (+0,7%).

 

Wichtige rechtliche Hinweise:
Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

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