Ergebnis der US-Kongresswahl

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Ergebnis der US-Kongresswahl bringt Entspannung und Kursgewinne

Das Ergebnis der US-Kongresswahl am Dienstag hat an den Finanzmärkten international für Entspannung gesorgt. Bei der Wahl haben die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus – dem Unterhaus des US-Kongresses – zurückerobern können. Der Senat bleibt hingegen in republikanischer Hand.

Der Kongress ist das oberste Gesetzgebungsorgan der Vereinigten Staaten und besteht aus zwei Kammern, dem Repräsentantenhaus und dem Senat. Die parlamentarische Arbeit spielt sich im Zusammenwirken von Repräsentantenhaus und Senat ab, wobei der Kongress als Ganzes laut Verfassung Gegenspieler der Regierung ist.

Das Ergebnis der US-Kongresswahl fiel so aus, wie es im Vorfeld erwartet worden war. Damit wird laut Analysten wieder viel Unsicherheit aus den Märkten genommen, was bei den Investoren auch entsprechend positiv aufgenommen wurde. Die US-Leitindizes zogen im Zuge der wieder gesunkenen Risikoaversion am Mittwoch geschlossen um mehr als zwei Prozent nach oben. Auch an Asiens und Europas Börsen stellten sich am Donnerstag Kursgewinne ein. Der US-Dollar gab dagegen gegenüber dem Euro etwas Terrain ab. Der Euro kletterte zur Wochenmitte zwischenzeitlich auf knapp 1,15 Dollar nach oben.

An den US-Anleihenmärkten bewegte sich am Mittwoch nicht viel, die Renditen für mittlere und längere Laufzeiten gaben jedoch etwas nach. Dies rührt daher, dass das Regieren für US-Präsident Donald Trump in Zukunft etwas schwieriger werden dürfte. Da das Repräsentantenhaus nun von den Demokraten beherrscht wird, wird am Markt damit gerechnet, dass die Haushalts- und Steuerpolitik etwas weniger locker ausfallen wird als bisher. Neue fiskalische Impulse könnten damit ausbleiben, was wiederum das Wirtschaftswachstum im Land bremsen sowie eventuell den Zinserhöhungskurs der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) mittelfristig verlangsamen könnte. Diese Aussicht drückt die US-Anleihenrenditen etwas nach unten.

Grafik US Kongresswahl Ergebnisse

Keine Trendwende in US-Wirtschafts- und Zinspolitik nach der US-Kongresswahl erwartet 

Aber auch wenn Trumps Politik nun stärker unter die Kontrolle der Demokraten gekommen ist, glauben Analysten nicht an eine große Wende in der US-amerikanischen Wirtschafts- und Außenpolitik. In Bezug auf die internationalen Handelskonflikte der USA dürfte Trump so weiter machen wie bisher. Auf großen Widerstand muss er sich Experten zufolge dabei nicht einstellen, da es auch im demokratischen Lager durchaus Befürworter seiner protektionistischen Tendenzen – vor allem gegenüber China – gebe.

Bei der US-Notenbankpolitik wird vorerst ebenfalls nicht mit großen Änderungen nach der Wahl gerechnet- Die Fed dürfte nach Meinung von Experten ihren Kurs im Großen und Ganzen fortsetzen. Bei der Zinssitzung am Donnerstagabend haben die Währungshüter den Leitzins wie erwartet unverändert gelassen, für Dezember wurde jedoch erneut eine weitere Anhebung angedeutet. Die letzte Erhöhung fand im September statt, damals wurde die Zinsspanne auf 2,00 bis 2,25 Prozent angehoben.

 

 

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