Recycling: It’s the circle, the circle of life….

Recycling: It’s the circle, the circle of life….
Recycling: It’s the circle, the circle of life….
(c) unsplash
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Der Finanzsektor leistet mit der gezielten Steuerung von Investitionen einen wesentlichen Beitrag, um beim Klimawandel einen Umkehrtrend zu erreichen. In unserer neuen Serie blicken wir auf eines der Schwerpunktthemen des neuen Umweltfonds ERSTE GREEN INVEST.

 

Nachhaltigkeit und Ökonomie vereint, dass beide in Kreisläufen funktionieren. Um diese soll es hier gehen. Aber keine Sorge, ich bin weder Elton John noch verfüge ich über eine brauchbare Singstimme, und werde es daher vermeiden Ihnen vom „Circle of Life“ zu trällern.

Fakt ist, dass eine kontinuierliche, lineare Entnahme aus einem System in Richtung eines anderen Systems zumindest langfristig zu Problemen führt. Dies gilt ebenso für die negative Leistungsbilanz einer Volkswirtschaft, wie für den Abbau und die Verbrennung fossiler Energieträger die damit zunehmende Entropie in der Atmosphäre. Die Lösung auf diese Probleme findet sich in Ideen oder Prozessen, die als Kreislauf funktionieren, wie beispielsweise erneuerbaren Energieträgern.

Wie Sand am Meer, oder doch nicht?

Was im Bereich der Energie Gültigkeit hat, gilt umso mehr für natürliche Ressourcen. Manche Rohstoffe aufgrund der großen Vorkommen wie der sprichwörtliche Sand am Meer verfügbar – und selbst dieser wird zumindest in bestimmten benötigten Qualitäten immer knapper – so ist deren Abbau doch häufig mit ökologischen und sozialen Problemen behaftet. Ein Beispiel ist Lithium, für dessen Abbau enorme Mengen Wasser eingesetzt werden müssen.

Zwar verschwindet Wasser wiederum streng genommen am blauen Planeten nicht, denn etwaige Verluste spielen nur über geologische Zeiträume eine Rolle. Diesem grundsätzlichen Kreislauf zum Trotz spielt es aber sehr wohl eine Rolle, wie Wasser genutzt wird. Wasser mag global nicht vergehen, nutzbare Süß- oder Trinkwasserquellen aber sehr wohl mit beträchtlichen Konsequenzen.

Was für solch weit verfügbare Ressourcen gilt, gilt natürlich umso mehr für knapper verfügbare Rohstoffe, wie Kobalt.

Rohstoff für die Nachhaltigkeit

Die Beispiele Lithium und Kobalt sind nicht von ungefähr gewählt. Die beiden Rohstoffe sind das Ausgangsmaterial jener Batterien, die den nachhaltigen Wandel zur Elektromobilität antreiben sollen.

Kobalt ist jedoch ein durchwegs problematisches Material. Erstens ist es nicht nur beschränkt verfügbar, sondern liegen etwa 60% der Vorkommen in der Demokratischen Republik Kongo, einem Land in dem Menschenrechtsverstöße Gang und Gebe sind. Zweitens wird es häufig unter katastrophalen Arbeitsbedingungen abgebaut. Rund 20% des Abbaus erfolgt in unregulierten Minen, in denen Arbeitssicherheit ein Fremdwort, Kinderarbeit und schwerste Unfälle dafür an der Tagesordnung sind. Drittens ist Kobalt ein giftiges Schwermetall. In Spuren ist es als Vitamin B12 lebensnotwendig, gelangen aber große Mengen aus achtlos entsorgten Akkus ins Grundwasser ist es hochgiftig und anderem karzinogen.

Dennoch ist es derzeit trotz aller Anstrengungen der Batterieindustrie den Kobaltanteil in den Akkumulatoren zu senken, noch nicht möglich ganz darauf zu verzichten.

Die Antwort ist Recycling. Durch Recycling ist es möglich, die in Batterien enthaltenen Metalle rückzugewinnen. Dadurch wird nicht nur der Lebenszyklus von Elektroautos – ein häufiger Kritikpunkt an der Elektomobilität – sondern auch eine alternative, nachhaltigere Kobaltquelle erschlossen.

Dies trägt auch unmittelbar dazu bei, die sozialen und ökologischen Probleme, die mit der steigenden Nachfrage nach Lithium und Kobalt einhergehen, abzufedern.

Umicore, Europas größtes Recyclingunternehmen für Batterien, gewinnt nach eigenen Angaben bis zu 80% des in den Batterien enthalten Materials zurück. Ein vollständiges Recycling scheitert weniger an der Machbarkeit, als an einer noch mangelnden Wirtschaftlichkeit. Trotz dieser Einschränkung investiert der ERSTE GREEN INVEST in Umicore, da wir die Lösungen des Unternehmens als Schlüssel für eine nachhaltige Elektromobilität sehen.

Goldmine Abfall

Die Beschränkung des Recyclings aufgrund von Kostenargumenten ist ein immer weniger triftiges Argument. Tomra, ein weiteres Unternehmen im ERSTE GREEN INVEST führt dies vor. Das Recycling-Unternehmen liefert nicht nur Recycling-Technologie, sondern hat in den USA begonnen auf eigene Rechnung eine Rohstoffkette für wiederverwertetes Plastik aufzubauen. Diese beginnt bei der Sammlung und Sortierung und endet bei der Wiedervermarktung der sauber getrennten Kunststoffe.

Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass durch die unsachgemäße Entsorgung jährlich Rohstoffe in einem Wert zwischen 90 und 120 Milliarden USD verloren gehen – ein Schatz der nur gehoben werden muss. Diese Zahl beinhaltet noch nicht einmal die Kosten der so vermiedenen Verschmutzung der Ozeane (oder anderer Ökosysteme) durch Plastik(-inseln).  Nachhaltigkeit und Wertschöpfung gehen hier somit Hand in Hand.

Der Lebenszyklus

Also doch the Circle of Life? Nicht ganz. Eine Herausforderung des Recyclings ist, dass dieses bei vielen Materialien häufig noch ein Downcycling bedeutet: aufgrund von Verunreinigungen kann das wiederwertete Material nur für minderwertigere Nutzungen in den Kreislauf rückgeführt werden.

Ein Ansatz der versucht dies zu umgehen ist „Cradle to Cradle“. Dieser Entwurf für eine durchgängige und konsequente Kreislaufwirtschaft wurde Ende der 1990er-Jahre vom deutschen Chemiker Michael Braungart und dem US-amerikanischen Architekten William McDonough entworfen. Dabei geht es darum, Produkte von Anfang an so zu entwerfen, dass diese am Ende ihres Lebenszyklus vollständig und ohne Downcycling der Rohstoffe wiederwertet werden können.

Dieser Prozess fußt auf der sogenannten Lebenszyklusanalyse, einem weiteren Themenfeld des ERSTE GREEN INVEST, in dem Tomra seit den 1990er-Jahren als Pionier tätig ist, das aber mittelfristig weit über das Unternehmen zu einem massiven Umdenken wie Güter entstehen und Wirtschaftskreisläufe ablaufen, führen wird. Alles Chancen für jene die frühzeitig darin investiert haben.

Wichtige rechtliche Hinweise:
Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

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