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Einschätzung Finanzmärkte

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(c) iStock
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Die globalen Finanzmärkte stehen nach wie vor im Spannungsfeld der Zinspolitik der Notenbanken und des Kampfes gegen die Inflation.

Die Europäische Zentralbank hat Mitte September voraussichtlich zum letzten Mal die Leitzinsen um einen Viertelprozentpunkt auf nunmehr 4,5 Prozent angehoben. Die Zinsanhebung wurde damit begründet, dass die Inflation zwar zurückgeht, aber für zu lange zu hoch bleiben wird. Der Spielraum für Leitzinsanhebungen hat in der Eurozone deutlich abgenommen. Das Bruttoinlandsprodukt wächst nur sehr gering und die Inflation fällt, wenn auch langsamer als erhofft. In einem zunehmenden Ausmaß signalisieren die Indikatoren zur wirtschaftlichen Aktivität das Risiko für eine Schrumpfung des Bruttoinlandsproduktes.

Chart zur Entwicklung der Leitzinsen in der Eurozone und den USA.
Hinweis: Die Entwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für künftige Wertentwicklungen.

US-Dollar gut unterstützt

In den USA ist das reale BIP-Wachstum deutlich höher als in anderen Regionen. Die modellbasierten Schätzungen der Notenbanken für das 3. Quartal 2023 liegen mit im Schnitt 2,9 Prozent deutlich über den Schätzungen der anderen Regionen. Zudem besitzt der US-Dollar eine antizyklische Eigenschaft. Eine negative Entwicklung auf globaler Ebene (Wachstumsabschwächung, Aktienkursrückgänge, geopolitische Unsicherheit) unterstützt im Durchschnitt den US-Dollar. Die guten Konjunkturdaten dämpfen die Hoffnungen auf zeitnahe Zinssenkungen.

Ein Risikofaktor betreffend die Inflation stellt der Ölpreis dar. Die Rohölpreise sind im September auf den höchsten Stand seit 10 Monaten gestiegen. Der Preisanstieg ist zu einem überwiegenden Teil auf die Produktionsbeschränkungen der OPEC+ zurückzuführen. Länder wie Saudi-Arabien, größter Ölproduzent der OPEC, und Russland wollen durch eine Verknappung des Angebotes den Ölpreis hochhalten. Steigt dieser weiter an, könnte die EZB bei den Zinsanhebungen nur eine Pause eingelegt haben. 

Anleihen der Schwellenländer attraktiv

Der handelsgewichtete US-Dollar, der Ölpreis und die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe zeigen derzeit einen Aufwärtstrend. Dieses Zusammenspiel führt häufig zu einer negativen Entwicklung der Aktienkurse. Allerdings werden die Aktien durch ein moderates langfristiges Momentum gestützt, was zu einer leicht positiven Einschätzung führt. Die bestimmenden Faktoren sind die guten Konjunkturdaten und eine rückläufige Inflation in den USA.

Innerhalb des Rentensegments bevorzugen wir Anleihen der Schwellenländer und Hochzinsanleihen hauptsächlich aufgrund der relativ stabilen Konjunkturentwicklung und der attraktiven Renditen. Schwellenländer-Hartwährungsanleihen weisen vor allem aufgrund hoher Renditen, eines starken Momentums sowie eines positiven fundamentalen Ausblicks gute Chancen aus.

Wegen der stärker als erwarteten Konjunktur und dementsprechend „hawkisher“ Äußerungen der Notenbanken bleiben europäische und US-amerikanische Staatsanleihen vorerst untergewichtet. Mittelfristig bieten sie ein faires Rendite-Niveau und entsprechende Möglichkeiten zur Diversifikation.

Grafik zur Attraktivität der Finanzmärkte.
Quelle: Erste Asset Management, September 2023
Hinweis: Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Wertentwicklungen.

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Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Wertentwicklungen.

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