Börsenjahr 2018 – Politik und Volatilität beherrschten das Marktgeschehen

Börsenjahr 2018 – Politik und Volatilität beherrschten das Marktgeschehen
Börsenjahr 2018 – Politik und Volatilität beherrschten das Marktgeschehen
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2018 war ein Jahr der politischen Börsen. Allen voran beherrschten drei große Themenblöcke das internationale Marktgeschehen: Der Handelsstreit zwischen den USA und China, der Brexit und Italien, wobei hier zunächst die Bildung einer neuen Regierung, später der Budgetstreit mit der EU-Kommission in den Fokus rückte.

Im Jahresverlauf gesellten sich immer wieder Sorgen um eine weltweite Eintrübung der Konjunktur dazu. Die ersten Befürchtungen diesbezüglich flammten bereits im Februar im Zuge neuer Arbeitsmarktdaten in den USA auf. Die damaligen Daten für Jänner zeigten einen deutlicheren Anstieg der Stundenlöhne als erwartet und schürten damit höhere Inflationserwartungen. Dies wiederum löste die Sorge aus, dass die US-Notenbank ihre Zinsen rascher anheben und damit das US-Wirtschaftswachstum ausbremsen könnte.

Bis Jahresschluss hat die Fed die Zinsen nun insgesamt vier Mal angehoben, die Spanne liegt aktuell bei 2,25 bis 2,50 Prozent. Zum Jahresbeginn stand sie bei 1,25 bis 1,50 Prozent. Bisher hielt sich die US-Wirtschaft aber robust, auch wenn der Schwung im Laufe des Jahres leicht nachgelassen hat. Im dritten Quartal wuchs die US-Wirtschaft auf das Gesamtjahr gesehen um 3,5 Prozent, nach 4,2 Prozent im zweiten Jahresviertel.

Für Turbulenzen sorgten die höheren Zinsen aber indirekt an den Schwellenländer-Märkten, denn die höhere Zinsspanne lieferte deutlichen Schub für den US-Dollar und setzte damit zahlreiche Währungen in den sogenannten „emerging markets“ unter Druck. In Kombination mit jeweiligen lokalen wirtschaftspolitischen Problemen gab es insbesondere bei der türkischen Lira, der indischen Rupie, dem brasilianischen Real sowie dem argentinischen Peso starke Kurseinbrüche zu sehen.

Die Konjunktursorgen ließen im vierten Quartal überdies die Ölpreise massiv abrutschen. Binnen weniger Wochen verloren die Kurse der beiden wichtigen Ölsorten Brent und WTI mehr als 20 Prozent an Wert und riefen damit das erweiterte Ölkartell OPEC+ auf den Plan, das im Dezember erneut eine Kürzung ihrer Produktion um 1,2 Mio. Barrel pro Tag bis Juni 2019 beschlossen hat. Ob dies ausreichen wird, um den Ölmarkt zu stabilisieren, ist derzeit aber noch ungewiss. Brent und WTI gehen jedenfalls klar schwächer aus dem Jahr: Derzeit steht bei Brent bei rund 53 und WTI bei rund 45 Dollar je Barrel (159 Liter). Zum Jahresstart lagen die Kurse noch bei 66 bzw. 60 Dollar.

Auf Jahressicht durchwegs Kursverluste an den Aktienmärkten

Auch die Bilanz an den Aktienmärkten ist durchwegs negativ. An den US-Börsen fallen die Abschläge noch moderat aus. Der Dow Jones steht derzeit um rund siebeneinhalb Prozent im Minus und der S&P-500 hat auf Jahressicht bereits 7,7 Prozent verloren. Der japanische Leitindex Nikkei-225 hält bei  einem Jahresminus von bisher rund zwölf Prozent. Europas Märkte kamen etwas stärker unter die Räder. Der Euro-Stoxx-50 geht mit einem Minus von rund 15 Prozent aus dem Jahr, der Frankfurter DAX dürfte rund 18 Prozent einbüßen. Beim ATX in Wien beläuft sich der Abschlag auf rund 20 Prozent.

2019 dürfte die Politik das Marktgeschehen weiter maßgeblich mitbestimmen, zumal weder der Handelsstreit, noch der Brexit bisher gelöst ist. Ebenso werden die Sorgen um die globale Konjunkturentwicklung bleiben, denn die Wachstumsprognosen für das kommende Jahr deuten auf eine weltweite Eintrübung der Dynamik hin. Marktexperten rechnen daher auch für das kommende Jahr mit einer anhaltend erhöhten Volatilität an den Märkten.

 

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Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

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