Hilfe, mein Fonds ist im Minus – mit Kursschwankungen umgehen

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Die Preise von Wertpapieren werden durch ein Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage gebildet. Käufer möchten so günstig wie möglich kaufen, während Verkäufer versuchen einen möglichst hohen Preis zu erzielen. Dort, wo sich Angebot und Nachfrage treffen, ergibt sich ein Marktgleichgewicht und es entsteht ein Kurs.

Da dieses Marktgleichgewicht nicht immer gleich bleibt, unterliegen die Kurse von Wertpapieren Schwankungen (sogenannte Kursschwankungen). Das haben wir an den Finanzmärkten im Vorjahr deutlich zu spüren bekommen. Je nachdem, in welche Wertpapiere man anlegt, also zum Beispiel in Aktien oder Anleihen, mit mehr oder weniger hohen Preisausschlägen nach oben und nach unten. Der Umgang mit diesen Schwankungen – vor allem jenen nach unten – stellt für viele Anlegerinnen und Anleger ein Problem dar.

Wie kann man mit Kursschwankungen umgehen?

Es gibt viele Strategien um mit Kursschwankungen umzugehen. Bei manchen davon werden jedoch rationale Handlungen in den Hintergrund gestellt und Entscheidungen aus der Emotion heraus getroffen. Es handelt sich hierbei schließlich um die Veranlagung des hart erarbeiteten Kapitals. Dies trifft beispielsweise auf folgende zu:

  • „Risiko-vermeiden“-Strategie: Aus Angst vor Kursverlusten (Schwankung nach unten) werden Risiken erst gar nicht eingegangen und das zur Verfügung stehende Kapital bleibt auf dem Sparbuch liegen.
  • Vogel-Strauß“-Strategie: Bei Gefahr (Kursrückgängen) wird der Kopf in den Sand gesteckt und das Thema schlichtweg ignoriert.
  • Ich-habs-ja-gewusst“-Strategie: Bei Kursrückgängen wird erkannt, dass man zu Höchstkursen eingestiegen ist. Oft wird dann sofort mit Verlust verkauft und risikoreiche Anlange kommen in Zukunft nicht mehr in Frage.

Bei emotionalen Entscheidungen besteht jedoch die Gefahr, dass man übereilte Handlungen durchführt. Um diese Emotionalität zu vermindern empfehlen sich folgende, auf rationalen Entscheidungen basierende Strategien:

  •  „Timing“-Strategie: Man findet interessante Anlage-Möglichkeiten und wartet bewusst auf niedrige Kurse. Das bedeutet aber auch, dass man nach starken Kursrückgängen Mut braucht um zu kaufen.
  •  „Einstieg-in-Tranchen“: Bei dieser Strategie wird die geplante Investition in beispielsweise 12 Teilbeträgen (= Monaten) investiert.
  • „Wertpapier-Anlageplan“: Die Erste Bank bietet eine automatisierte Möglichkeit ausgewählte Fonds monatlich mit kleinen Beträgen (zumeist schon ab 50 Euro) zu erwerben (sogenanntes „Fondssparen“). Aufgrund des langsamen Kapitalaufbaus ist diese Strategie schon per Definition als langfristig zu sehen.

Egal, wofür man sich letztendlich entscheidet, wichtig ist dabei: Es sollte nur Kapital veranlagt werden, das längerfristig nicht benötigt wird. Denn auch Anlagen, die fundamental in Ordnung sind, können durch die Kursbewegungen an den Finanzmärkten an Wert verlieren. Bei einem längerfristigen Anlage-Horizont besteht zumindest die Chance, dass diese Wertverluste wieder aufgeholt werden. Und aus der Statistik der Vergangenheit wissen wir, dass man mit genügend „Ausdauer“ bei Aktien auf der Gewinner-Seite war.

Wenn Sie mehr zum richtigen Umgang mit Kursschwankungen wissen möchten, können Sie auch diesen Beitrag von Johann Griener lesen. Er berichtet dabei von persönlichen Erfahrungen und gibt Ratschläge, wie man aus Fehlern lernen kann: https://blog.de.erste-am.com/5-tipps-mit-kursschwankungen-umgehen/

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Wichtige rechtliche Hinweise:
Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Entwicklungen.

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